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Eisenerz Frohe Botschaft vom Erz-Markt

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Es ist noch gar nicht lange her, dass Rohstoffexperten und die, die sich dafür hielten, die schlimmsten Verknappungsszenarien an die Wände malten – inklusive gigantisch steigender Eisenerzpreise. Auf weit über 200 US$/t sahen sie die Notierungen bereits vor 3 Jahren hinaufschießen. Und tatsächlich hatten die Preise im Februar 2011 auch die historische Höchstmarke von 195 US$/t geknackt.

Seitdem hat sich der Markt aber gründlich gedreht.
Mit dieser Drehung sind auch die Preise kräftig ins Purzeln geraten – zur Freude aller Metalleinkäufer.

China ist der Spielmacher

 

Diese Jokerrolle kommt der Volksrepublik China zu, weil sie auf der einen Seite mit über 1 Mrd. Tonnen (t) Jahresproduktion der größte Eisenerzförderer der Welt ist. Auf der anderen Seite verbraucht das Reich der Mitte aber auch rund 60 % der weltweiten Eisenerzproduktion!

Da verwundert es kaum, dass für Bergbauriesen wie Rio Tinto und BHP chinesische Einkäufer die besten Kunden sind. Entsprechend klotzen sie bei neuen Minenprojekten (wie z. B. in der australischen Pilbara- Region) und kleckern nicht.
Allein Rio will dort seine Kapazitäten um 25 % erweitern. Genauer gesagt, der Multikonzern mit Hauptsitz in London wollte es.

Denn wie Rios Expansionspläne, so sind auch die Pläne der übrigen Branchengrößen Schnee von gestern. Alle hatten auf einen immerwährenden Boom in China gesetzt und einen regelrechten Rohstoffhunger der übrigen Welt. Doch wie so häufig in der Wirtschaftsgeschichte kam alles anders als gedacht.

China hat offensichtlich seinen Wachstumszenit überschritten, und die Weltkonjunktur kommt nur langsam wieder auf die Beine. Besonders in der Stahlbranche werden nach wie vor kleine Brötchen gebacken.

Zwar sagt der Weltstahlverband für das Gesamtjahr 2014 einen globalen Produktionszuwachs von 3,3 % auf 1,52 Mrd. t voraus. Wem die Hersteller diese enormen Mengen verkaufen wollen, sagt der Verband allerdings nicht. Da wird das europäische Gegenstück EUROFER schon konkreter und meint, dass allein in Europa mindestens 40 Mio. t Kapazität vom Markt genommen werden müssten.

Beachten Sie:
Um 1 t Stahl herzustellen, brauchen die Stahlkocher rund 1,7 t Eisenerz

Von nun an geht’s bergab

Nach einem kurzen Zwischenhoch von 150 US$/t im April 2013 könnten die Eisenerznotierungen im April 2014 auf 100 US$/t fallen.
Bei dieser Marke dürfte es aber nicht bleiben. So hat beispielsweise Rio Tinto durchblicken lassen, dass der Konzern in 2, 3 Jahren mit Eisenerzpreisen von rund 85 US$/t leben muss.

Für diese Talfahrt macht Rio Tinto in erster Linie China verantwortlich.
In der Volksrepublik liegt noch immer viel Eisenerz auf Halde. Material, das auf einen Markt trift, der bereits in diesem Jahr mit mit 154 Mio. t überversorgt ist.

Die Top 10 der Eisenerzförderer

Alle Angaben beziehen sich auf die jeweilige Jahresproduktion des Jahres 2012.

  1. China: 1,2 Mrd. t
  2. Australien: 480 Mio. t
  3. Brasilien: 390 Mio. t (größte Eisenerz- Lagerstätte der Welt)
  4. Indien: 240 Mio. t.
  5. Russland: 100 Mio. t.
  6. Ukraine: 80 Mio. t.
  7. Südafrika: 55 Mio. t.
  8. USA: 54 Mio. t.
  9. Kanada: 37 Mio. t
  10. Iran: 30 Mio. t



Quelle: US Geological Survey JH

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