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Global Purchasing: Schützen Sie Ihren Einkauf jetzt vor Betrug auf chinesische Art!

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In Zeiten wirtschaftlicher Flaute ködern Betrüger Einkäufer mit lukrativen Scheinangeboten. Die ganze Sache hat auch schon einen Namen, sie nennt sich ‘Chinese Scam’ und ist dem US-amerikanischen Handelsministerium eine Extra-Website wert. Aber nicht nur in Übersee, auch in Deutschland haben diese Betrügereien auf chinesische Art derzeit Konjunktur. So weiß die IHK Konstanz von einem kleinen süddeutschen Unternehmen zu berichten, das zur Jahreswende per E-Mail ein Angebot eines chinesischen Elektronikherstellers aus Kunming (Provinz Yunnan, 4,87 Mio. Einwohner) erhielt. Das Angebot klang so verlockend, dass die Deutschen Warenmuster anforderten. Doch statt der Muster flatterte ihnen gleich ein Vertrag ins Haus. Verhandlungssumme: eine halbe Million Euro! Sie ahnen es sicher bereits: Dahinter verbarg sich ein handfester Schwindel, der das Unternehmen teuer zu stehen kommen sollte. Wie das Unternehmen den Gaunern in die Falle ging und wie Sie sich vor dieser perfiden Abzockmasche schützen, zeigt der folgende Beitrag aus Rohstoffeinkauf Aktuell.

Blauäugigkeit einkalkuliert
Immer noch ahnungslos prüfte und überarbeitete ein Anwaltsbüro den Vertrag. Weder die Anwälte noch die Einkäufer stolperten dabei über die mageren Informationen, die ihnen der chinesische IT-Produzent zukommen ließ. Zum Beispiel, dass er nicht einmal 12 Monate am Markt war.

Nach Erhalt des überarbeiteten Vertrages lud die chinesische Seite den deutschen Einkäufer ein, sofort nach Kunming zu kommen, um den Vertrag zu unterzeichnen und notariell beglaubigen zu lassen. Der Verweis auf die Beglaubigung eines einfachen, wenn auch wertmäßig bedeutenden Kaufvertrages ließ den Einkäufer dann doch misstrauisch werden. Nun endlich stellte er eingehende Nachforschungen an und kam zu dem Ergebnis, einem ‘Betrug’, aufgesessen zu sein.Drei stornierte Hin- und Rückflüge nach China, die Kosten für den Anwalt und einen erheblichen Arbeitsaufwand für das gescheiterte Projekt hatte er als Lehrgeld zu zahlen.

7 Warnzeichen
Damit Ihnen nicht das Gleiche passiert, achten Sie bei Ihren Chinaeinkäufen auf diese 7 Warnzeichen:

  1. Die chinesische Seite kontaktiert Sie nur via E-Mail.
  2. Ihnen werden immer große Mengen zu verdächtig günstigen Preisen angeboten.
  3. Sie werden aufgefordert, sofort nach China zu kommen, um dort Verträge zu unterzeichnen.
  4. Üblich sind auch Forderungen, die eingekauften Waren komplett oder in Anteilen im Voraus zu bezahlen.
  5. Ganz unverblümt werden auch Vorauszahlungen verlangt, um in China Beamte und Behörden zu schmieren.
  6. Die Firmen sind weniger als ein Jahr am Markt.
  7. Ihnen werden keine vertrauenswürdigen Referenzen vorgelegt.


Verlässliche Informationen schützen vorm ‘China Scam’
Ein gesundes Misstrauen ist dabei die erste und wichtigste Vorsorgemaßnahme gegen den Betrug auf chinesische Art. Darüber hinaus bieten das Auswärtige Amt und die Auslandshandelskammern vor Ort wichtige Hilfestellungen an.

PRAXIS-TIPP
Für 50 $ können Sie bei dem US-amerikanischen Dienstleister GLOBIS in einem so genannten Snap-Shot vertrauenswürdige Informationen über chinesische Unternehmen abrufen. Mehr unter: www.buyusa.gov/westvirginia/chinascam.html

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