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So vermeiden Sie die 10 schlimmsten „Sünden“ beim weltweiten Einkauf

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Beim Importeinkauf holen sich sehr viele Einkaufsabteilungen „blutige Nasen“. Jens Holtmann, Chefredakteur von Rohstoffeinkauf Aktuell , gibt seinen Lesern hier wertvolle Tipps zur Vorbereitung auf das Global Sourcing. Wenn Sie die weltweiten Beschaffungsmärkte erfolgreich nutzen möchten, müssen Sie zunächst die folgenden 10 Hürden nehmen:

 

  1. Konzeptloses Vorgehen vermeiden: Ohne systematisches, planvolles Arbeiten geht grundsätzlich gar nichts. Der Einkauf bei einem internationalen Lieferanten muss gründlich mit Know-how, Ruhe und Übersicht vorbereitet werden.
  2. Importhelfer nutzen: Verzichten Sie keinesfalls auf die Unterstützung und das Know-how von externen Spezialisten für die globale Beschaffung. Sie delegieren so nicht nur Arbeit, sondern sammeln sonst auch unnötig leidvolle Erfahrungen.
  3. Markttransparenz schaffen: Auch hier verkürzen Importhelfer deutlich den Weg zum Erfolg. Welche Länder besitzen leistungsstarke Zulieferzweige, die für mich interessant sind?
  4. Fremde Spielregeln kennen: Zahllose Geschäfte sind daran schon gescheitert. Was bei deutschen Lieferanten funktioniert, kann schon beim Verkäufer aus der „Nachbarschaft“ völlig falsch sein. Das wirtschaftliche, rechtliche und vor allen Dingen kulturelle Umfeld müssen Sie genau kennen.
  5. Andere Verhandlungsarten beachten: Ganz besonders hier spüren Sie die Mentalitäts-Unterschiede. Ohne fundierte interkulturelle Kompetenz und allgemeine Kommunikationsstärke gibt es immer Schwierigkeiten.
  6. Logistikfragen einbeziehen: Längere Lieferzeiten, Zoll-, Versicherungs- und Transportfragen - nur einige Dinge, die beim Importgeschäft anders laufen und auch kostenmäßig eine andere Dimension besitzen.
  7. Kalkulation erstellen: Ob sich der ganze Importaufwand lohnt, lässt sich oft schon durch einfaches Nachrechnen abschätzen. Ohne Gesamtbezugskosten-Vergleich können Sie keine fundierte Entscheidung treffen.
  8. Testkauf tätigen: Auch wenn die Zahlen noch so verlockend sind und der Lieferant betont, dass alle Anforderungen kein Problem sind - Sie müssen es ausprobieren. Nur so finden Sie heraus, ob der Zulieferer hält, was er verspricht.
  9. Lieferanten besuchen: Unverzichtbar! Aber auch kostspielig und zeitaufwändig (also rechnen). Internationale Geschäftsbeziehungen lassen sich nur schwer ausschließlich vom Schreibtisch aus aufbauen. Sie müssen sich ansehen, mit wem Sie Geschäfte machen wollen. Fahren Sie hin und prüfen Sie mit eigenen Augen. Viele Dinge erledigen sich so von ganz alleine.
  10. Vorurteile bekämpfen: Diese finden Sie quer durch das gesamte Unternehmen - auch im Einkauf. Leistungsstarke Lieferanten finden Sie mittlerweile überall auf der Welt. Gute Produkte in ausgezeichneter Qualität herzustellen ist schon lange kein rein deutsches (bzw. europäisches) Privileg mehr. Ihre Geschäftsleitung muss entscheiden, ob sie die großen Chancen der internationalen Arbeitsteilung stärker nutzen möchte. Ihre Aufgabe ist es, Ihre Firmenspitze bei dieser Frage zu beraten.
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