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Stahl: Bis zu 200 € pro Tonne mehr

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Von dgx,

Die Bergbaukonzerne machen Ernst.

Bei den zurückliegenden Jahresverhandlungen kündigten sie den Stahlherstellern um bis zu 70 % höhere Rohmaterialpreise an. Im Gegenzug haben die Stahlschmelzer ihre Endpreise im Maßstab 1:1 erhöht.
Inzwischen ist diese Welle am Markt angekommen. Einkäufer müssen z. B. für europäischen Flachstahl im 2. Quartal 50-100 €/t mehr ausgeben. Die Konzerne glauben, am längeren Hebel zu sitzen. Die Bestände seien über die gesamte Lieferkette hinweg niedrig, argumentieren sie, und die Nachfrage belebe sich wieder.
Mit einer ähnlichen Begründung agiert auch die Nummer 1 des japanischen Stahlmarkts, JFE Steel (www.jfesteel. co.jp/en). Bis spätestens Mai wollen die Japaner eine Preiserhöhung von rund 30 % für ihre wichtigsten global gehandelten Stahlsorten durchdrücken. Statt bisher 600 bzw. 700 $/t verlangt JFE dann z. B. für warm- und kaltgewalzte Bleche 800 und 900 $/t.
Ob die Rechnung der Stahlkonzerne aufgeht, ist allerdings noch nicht ausgemacht. Zweifellos neigt sich mit der Erholung der Weltwirtschaft die Waage wieder mehr in Richtung Verkäufermarkt. Diese Erholung kommt aber nicht so schnell voran, wie es die Stahlkocher gern hätten.
Selbst die Londoner MEPS (www.meps.co.uk) erwartet keinen durchgreifenden Aufschwung der Branche vor 2011. Dafür orderten besonders die europäischen und nordamerikanischen Stahleinkäufer immer noch eindeutig zu wenig Material.
Und die dürften überproportionale Preissteigerungen nur noch viel vorsichtiger machen und die Tendenz zu Kurzzeitverträgen von maximal einem Quartal weiter verstärken.
Kohle: Das Preisniveau bleibt hoch
Experten erwarten für das 2. Quartal Steigerungen zwischen 25 und 40 %. Vor allem China und Indien heizen den Kohlemarkt auf. Ihr Rohstoffhunger gleicht die Appetitlosigkeit der nordamerikanischen, europäischen und japanischen Stahlkocher aus. Ein paar aktuelle Preisbeispiele:

  • Der Spotpreis Koks (Qualität 10,5 bis 11,5 % Asche, Cost and Freight) Nordwesteuropa steigt von 300 $/t auf 320 $/t.
  • Für australische Hard-Coking-Coal (FOB) verlangen die Kohleminen zukünftig zwischen 210 und 230 $/t (statt 180-190 $/t bisher).

Erz: Die Preise heben ab
Noch mehr könnten es bei den Kontraktpreisen für Eisenerz werden. Die Steigerungen von 60 bis 80 % kommen dem Niveau des internationalen Spotmarkts verdammt nahe.
Preise, die von asiatischen Stahlschmelzern ohne Wimpernzucken gezahlt werden und bei den internationalen Bergbauunternehmen nur noch größere Begehrlichkeiten wecken. Ein paar Preisbeispiele:

  • Australisches Material geht z. B. für rund 110 $/t (FOB) über die Verkäufertische.
  • Ware mit einem Fe-Gehalt von 63 % kostet globale Erzeinkäufer knapp 140 $/t.

Schrott: Verhaltener Auftrieb
Weniger turbulent geht es dagegen am internationalen Schrottmarkt zu. Der ungewöhnlich lange und harte Winter in Europa hat den Baustahlherstellern, mengenmäßig die größten Schrottabnehmer, arg zugesetzt.
Da die Baubranche über Monate praktisch kaum Material orderte, fuhren sie ihre Kapazitäten zurück und kauften ihrerseits keinen Schrott mehr ein. Mit dem Frühling hat sich das Blatt gedreht: Die Preise steigen wieder. Ein paar aktuelle Beispiele:

  • SM-Schrott: 200-210 €/t
  • Bleche: 130-150 €/t.
  • Gussbruch, 1. Qualität: 200-210 €/t.
  • Gussbruch, 2. Qualität: 180-200 €/t.
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