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Währungen: Der Dollar hat ausgedient - Die Leitwährung der Zukunft ist Chinas Renminbi

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Schon heute bringt Peking schwere Geschütze gegen den Dollar in Stellung. Partei und Regierung fahren dabei zweigleisig.

Im Geheimen streuen sie immer wieder Gerüchte, die Zeit sei reif für eine neue Leitwährung, und ganz offiziell vereinbaren sie via chinesischer Zentralbank Devisentauschgeschäfte mit anderen Notenbanken. Zum Jahresanfang hatten sie z. B. Südkorea, Hongkong, Malaysia, Weißrussland und Indonesien neue Währungs-Swap-Linien eingeräumt. Im März folgte Argentinien mit einem Gesamtvolumen von 70 Mrd. Yuan (10,2 Mrd. $). Dank dieses Swap-Geschäfts können die argentinischen Exporteure und Importeure unter Umgehung der Dollar-Umrechnung ihre Handelsgeschäfte mit China direkt auf Renminbi-Basis abwickeln.
Die gewaltigen Konjunkturspritzen der neuen Obama-Regierung scheinen die chinesische Führung in ihrem Vorgehen nur zu beflügeln, die Abhängigkeit des Welthandels vom Dollar zu verringern. Ganz unverhohlen kritisieren sie die immense Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten, die den Dollar in den Ruin treiben werden - was die chinesische Führung insgeheim aber nur freuen dürfte. Ihr kommt nämlich die gegenwärtige Krise nur zu gelegen, um sich als wichtige Finanzmacht der Zukunft zu profilieren.
Fürs Erste aber hofft sie, dass dem Beispiel Argentinien weitere Länder folgen werden. Verhandlungen mit Brasilien und Venezuela sind auch schon angeschoben. Vor allem Venezuelas Präsident Hugo Chávez benötigt für seine Sozialprogramme viel Geld, das er bei fallenden Rohstoffpreisen derzeit auf den Finanzmärkten aber nicht mehr bekommt. Sein Interesse an den chinesischen Währungs-Swaps dürfte also besonders groß sein.
Ähnliche Signale kommen auch aus Brasilien. Die Inter-American Development Bank (IADB) wollte z. B. ihr Kapital auf 280 Mrd. $ nahezu verdreifachen. Als ihr US-amerikanische Banken entsprechende Kredite verweigerten, wandte sich die IADB an die chinesische Zentralbank - und bekam anstandslos die geforderte Summe.

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