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Kleine Typenlehre - Was für ein Lerntyp sind Sie?

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Von coupling,

Die 4 Grundmuster des menschlichen Lernens! Lernen ist ein komplizierter Prozess, bei dem die beiden Gehirnhälften unterschiedliche Aufgaben übernehmen.

Die linke Hälfte ist zuständig für logisches bzw. abstraktes Denken, z. B. wenn Sie diesen Beitrag lesen. Die rechte Hälfte ist auf sinnliches und emotionales Verarbeiten spezialisiert (Texte hören oder Bilder ansehen). Das Zusammenspiel von links und rechts entscheidet letztlich darüber, zu welchem der 4 Grundtypen Sie gehören.

Sehen: Mit den Augen lernen


Visuelle Lerntypen lesen und betrachten gern. Sie merken sich Inhalte am besten, wenn sie sie als Grafiken oder Bilder vor sich haben, wie z. B. die grafische Umsetzung des physikalischen Gesetzes „Druck gleich Kraft durch Fläche“:
Die Denkweise des visuellen Lerntyps ist etwa Folgende: Ein Gegenstand drückt mit einer bestimmten Kraft auf eine Ebene. Werden Form und Berührungsfläche bei gleich bleibender Kraft verkleinert, erhöht sich der Druck, und die Fläche verbiegt sich, um schließlich zu zerbrechen.
Charakteristische Eigenschaften des visuellen Lerntyps:

  • Hat eine Vorliebe für grafisch gut aufbereitete Texte.
  • Liebt alle Arten von Bildern, Diagrammen, Skizzen, Karten usw.
  • Macht sich meist viele schriftliche Notizen.
  • Hat es gern, wenn ihm Vorgänge und Sachverhalte gezeigt werden.
  • Erinnert sich besonders gut an Gelesenes und Gesehenes.
  • Arbeitet gern mit farbigen Stiften oder Markern.
  • Benutzt oft Flipcharts oder Pinnwände.
  • Hat ein ungetrübtes Verhältnis zu Multimedia (Video, Powerpoint, PC).


Beachten Sie: Die Veranlagung bringt es mit sich, dass eine schöne Lernumgebung für den visuellen Typ ein absolutes Muss ist. Unordnung und Chaos verwirren ihn und machen ihn unkonzentriert.

Hören: Mit den Ohren lernen


Ganz anders „funktioniert“ der auditive Lerntyp. Er kann leicht Inhalte und Informationen aufnehmen, sie speichern und exakt wiedergeben, die er mit eigenen Ohren gehört hat. Lehrsätze, Formeln und Erklärungen muss er nicht vor sich sehen. Das Gehörte genügt ihm. Ist es stimmig und in sich logisch, speichert er es als gelernt in seinem Gehirn ab.
Für ihn genügt es, dass ihm das physikalische Gesetz „Druck gleich Kraft durch Fläche“ laut vorgetragen wird, etwa mit den Sätzen: „Wenn man auf einen Quader eine bestimmte Kraft in horizontaler Richtung nach unten ausübt und der Quader dabei auf eine Holzleiste drückt, wird diese Leiste wegen der großen Berührungsfläche nicht zerbrechen. Verringert man aber die Berührungsfläche (z. B. in Form eines Rhombus), wird sich die Holzleiste bei gleich bleibender Kraft durchbiegen. Wird die Fläche weiter verringert (spitzer Kegel), zerbricht die Leiste.“
Charakteristische Eigenschaften des auditiven Lerntyps sind:

  • Lernt am besten, wenn er den Lernstoff hört (z. B. von Lern-CDs).
  • Liest Texte gern laut (auch für sich selbst).
  • Hört gern anderen zu (auch im Radio oder Fernsehen).
  • Lernt gut und schnell auswendig (lautes Sprechen unterstützt sein Lernen).
  • Bevorzugt mündliche Aufgaben.


Beachten Sie: Auditive Lerntypen führen beim Lernen oft und gern Selbstgesprä- che, indem sie sich die Lerninhalte laut vorsagen, manchmal sogar in rhythmischer Form oder als Reim (2 wichtige Lernverstärker). Laute Umgebungsgeräusche stören sie deshalb. Lernen und Musikhören sind für sie in der Regel tabu.

Reden: Mit dem Mund lernen


Der kommunikative Lerntyp hat gern Gesellschaft um sich - ganz gleich, ob Freunde oder Fremde. Hauptsache, er kann mit ihnen über das Gesehene oder Gehörte reden und diskutieren. Denn für den kommunikativen Lerntyp sind die verbale (sprachliche) Auseinandersetzung mit dem Lehrstoff und das Verstehen von großer Bedeutung.
Diese Auseinandersetzung kann im Dialog geschehen oder in einer Diskussionsrunde, sehr schlecht aber allein im Monolog. Wie ein Wiederkäuer muss er Thesen, Sachverhalte und Erklärungen immer wieder thematisieren - um sie zu verstehen und im Kopf zu behalten. Dabei kann er in den Gesprächen wechselseitig sowohl die Position des Fragenden als auch die des Erklärenden übernehmen. Folglich versteht er den physikalischen Beispielsatz „Druck gleich Kraft durch Fläche“ am besten im Gespräch mit anderen, inklusive vieler Wiederholungen.
Charakteristische Eigenschaften des kommunikativen Lerntyps:

  • Wie kein anderer braucht er zum Lernen verbalen Austausch, intellektuelle Anregung und Unterhaltung.
  • Er ist meist ein schneller und präziser Denker.
  • Seine Talkshow-Qualitäten sind häufig gut ausgebildet.
  • Er fragt und erzählt gern.
  • Diskussionen regen ihn zu intensivem Nachdenken an.
  • In Lerngruppen bevorzugt er Rollenspiele.
  • Interaktionen steigern sein Lernvermögen (z. B. Frage-Antwort-Spiele).


Praxis-Tipp: Haben Sie es während Ihrer Weiterbildung mit einem kommunikativen Lerntyp zu tun, zögern Sie nicht, ihn in fiktive Streitgespräche zu verwickeln (etwa über die Chancen der Wirtschaftskrise). Sie werden viel Kluges zu hören bekommen.

Bewegen: Mit den Händen lernen


Learning by doing ist das Motto des motorischen Lerntyps. Was er in den eigenen Händen gehalten hat (auch im übertragenen Sinn), lernt und behält er am dauerhaftesten. Wichtig für ihn ist, am Lernprozess direkt und unmittelbar beteiligt zu sein. Thesen und Erklärungen begreift er besonders schnell, wenn sie sich im Wortsinn richtig anfühlen. Deshalb genießt das Ausprobieren mit den Händen und mit den Sinnen (manchmal auch mit dem ganzen Körper) bei diesem Lerntyp oberste Priorität.
Kein Sehen, Hören und/oder Diskutieren lassen ihn das Beispielgesetz „Druck gleich Kraft durch Fläche“ verstehen, sondern praktische Experimente. Sachverhalte muss der motorische Lerntyp regelrecht am eigenen Leibe spüren.
Charakteristische Eigenschaften des motorischen Lerntyps:

  • Verinnerlicht ausgezeichnet Informationen, die er durch Bewegung, Handeln und Fühlen aufgenommen hat.
  • Braucht Aktion und Bewegung (Experimente, Nachbauten).
  • Liebt wie der kommunikative Typ Gruppenaktivitäten und Rollenspiele.
  • Um zu verstehen, veranschaulicht er sich gern den Lehrstoff (wiegen, messen).
  • Bewegt sich oft beim Lernen (im Zimmer auf und ab laufen oder sich hinund herwiegen).
  • Hält sich dabei gern an etwas fest (haptischer Fixpunkt, z. B. ein Lineal).
  • Unterstützt sein Lernen und Wiederholen durch Gesten und Mimik (meist unbewusst).


Machen Sie den Test


Der reine Lerntyp ist die große Ausnahme. In der Regel mischen sich die 4 Grundtypen. Doch damit nicht genug. Die Kombinationsmöglichkeiten werden je nach Lernanforderung, Lernruhe und -zeit um ein Vielfaches erhöht. Unter Zeitdruck wird etwa der motorische Lerntyp auf seine geliebten Experimente verzichten und stattdessen den Lehrsatz „Druck gleich Kraft durch Fläche“ so lange pauken, bis er ihn gelernt hat. Und aus Mangel an Diskussionspartnern wird der kommunikative Typ im stillen Kämmerlein allein über seiner Hausaufgabe brüten. Bei der Lerntypbestimmung geht es also allenfalls um Tendenzen. Wenn Sie z. B. nicht besonders gut zuhören können (auditive Schwäche), sollten Sie Ihre Lernstoffaufnahme bewusst durch andere Sinne/ Methoden ergänzen.
Praxis-Tipp: Je mehr Sinne Sie in Ihren Lernprozess einbeziehen, umso höher werden Ihre Erinnerungsquote und Ihre Lernerfolge sein:

  • Nur Hören 20 %
  • Nur Sehen 30 %
  • Sehen und Hören 50 %
  • Sehen, Hören und Diskutieren 70 %
  • Sehen, Hören, Diskutieren und praktische Umsetzung 90 %
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