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Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

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Beginnt eine neue Ära kleinerer Minenbetriebe?

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Am Wochenende erschien ein sehr interessantes Interview mit dem russischen Milliardär Oleg Derpiska, der unter anderem stark im Rohstoffgeschäft engagiert ist. Er sagte, dass er ein Ende für die gigantischen Bergbauunternehmen wie BHP Billiton oder Rio Tinto sehe.

Diese Firmen müssten sich auf ihr Kerngeschäft fokussieren und unrentable Bereiche abtoßen. In der Tat war aus den Managementkreise der genannten Unternehmen bereits zuvor ähnliches zu vernehmen. Die Führungsriege rechnet mit einem Ende des seit über einem Jahrzehnt anhaltenden Rohstoffbooms. Daher macht es Sinn unwirtschaftliche Bereiche auszugliedern in Form von Börsengängen, Verkäufen oder Produktionseinstellungen.

Marktpreise wurden verzerrt!

Deripaska verweist darauf, dass große Unternehmen wie BHP Billiton, die sich vorwiegend auf Eisenerz konzentrieren und damit Milliarden verdienen, sich zu spät auf unrentable Minen fokussiert haben. Dies führte bei Aluminium beispielsweise dazu, dass bei Preisanstiegen zu langsam reagiert und auf neue Explorationen oder Minen gesetzt wurde. Folglich blieb der Preis hoch. Bei Kurseinbrüchen hingegen, wurde ebenfalls nicht gehandelt sondern Milliarden abgeschrieben anstelle die Produktion zu kürzen. Dadurch fiel der Preis viel tiefer, als es hätte sein müssen.

Beginnt eine neue Zeit der kleinen Minen?

Glaubt man Deripaska, dann arbeiten die großen Unternehmen daran sich zu verkleinern und auf ihr Kerngeschäft zu konzentieren. Dies könnte viele neue Unternehmen schaffen, die einem stärkeren Wettbewerb ausgesetzt sind. Es würde zu einem besseren Preisgefüge am Markt führen, wenn nicht mehr wenige große Player alles diktieren. Für Einkäufer wird dies eine Chance sein, da die Bergbaufirmen schneller reagieren und damit die extremen Preisschwünge der letzten Jahre eingedämmt werden. Allerdings rechnen wir damit, dass der hier angesprochene Wandel mit Sicherheit fünf bis zehn Jahre dauern wird. Zudem wird dies auch nur geschehen, wenn die Preise weiter niedrig bleiben.

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