Gratis-Download

Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

Jetzt downloaden

Der Wettlauf um Rohöl & Co. hat begonnen! Heute hat Asien die meisten Joker für die Rohstoffbeschaffung in der Hand

0 Beurteilungen

Erstellt:

2011 wird die Wirtschaftskraft der asiatischen Staaten (ohne Japan) voraussichtlich um 8,7 % wachsen.

Die G7-Länder werden dagegen nur 1,7 % schaffen. Wie so häufig sind Indien und China die entscheidenden Multiplikatoren in dieser Entwicklung. Die ungeheure Nachfragemacht der beiden Riesenreiche (Indien: 1,2 Mrd. Einwohner, China: 1,3 Mrd.) wird nicht nur die Rohstoffströme neu ausrichten und justieren, sondern auch die Preise.

Kupfer: Die Nummer 3 der Metalle

Anfang 2008 hatten die Massenkäufe des berüchtigten China State Reserve Bureau (SRB) die Notierungen in ungeahnte Höhen getrieben.
Die Chinesen horteten regelrecht das nach Eisen und Aluminium weltweit am meisten nachgefragte Metall. Sie schlugen damit 2 Fliegen mit einer Klappe:

  • Mit den Mengen konnte das SRB den explodierenden Bedarf der heimischen Bau- und Elektroindustrie sicherstellen (über 75 % der Nachfrage).
  • Jeder neu abgeschlossene Kontrakt vergrößerte den Einfluss des SRB auf die Entwicklung der weltweiten Kupferpreise, und das nicht nur auf der Nachfrage-, sondern auch auf der Angebotsseite.

Kupfervorkommen gibt es zwar überall auf der Welt, aber kein Land ist mit wirtschaftlich förderbaren Reserven so reich gesegnet wie Chile (34 % Weltmarktanteil). Mit Abstand folgen Indonesien und die USA. Die globalen Ressourcen werden auf 2,6 Mrd. t geschätzt, wobei erst 12 % abgebaut worden sind.

Erdöl: Der bedeutendste Rohstoff der Welt

Wenn die gegenwärtigen WTI-Notierungen mit 75 $/Barrel (63 $) auch nur Mittelmaß erreichen, die Zeiten des billigen Öls sind ein für alle Mal vorbei. Schon heute müssen die 6 Branchenriesen BP, ExxonMobil, Shell, Chevron, Total und ConocoPhillips immer mehr Geld in die Förderung bestehender und die Erschließung neuer Ölquellen pumpen.
Die Konzerne geben nicht gern zu, dass die meisten ihrer großen, einfach zu erschließenden Ölfelder allmählich erschöpft sind. Alternativfunde gibt es kaum. So hat sich die Euphorie über die Bohrungen vor Brasiliens Küste schnell wieder gelegt. Das schwarze Gold lagert dort nicht nur tief unter 2.000 m Wasser und 4.000 m Gestein. Obendrein sind die Lagerstätten auch noch von einem Salzbrei überzogen, der alle Bohrlöcher immer wieder verschließen würde.

Nickel: Keine Massenware

Bereits geringe Mengen von Nickel erhöhen die Festigkeit und die Korrosionseigenschaften von Stählen ganz erheblich. Obendrein ist nickelhaltiger Schrott auch gut recycelbar. Gegenwärtig beträgt die globale Recyclingmenge ca. 4,5 Mio. t pro Jahr oder ein Viertel des weltweiten Bedarfs.
Eine Menge, die die Nickelreserven ganz erheblich schont. Mit heutigen Abbautechnologien betragen sie zwischen 70 und 170 Mio. t. Nickel wird ausschließlich an der London Metal Exchange (LME) gehandelt.

Aluminium: Ein vielseitiges Metall

Aluminium ist zwar das häufigste Metall auf Erden, wegen seiner Reaktionsfreudigkeit kommt es aber fast nur in chemisch gebundenem Zustand vor. Für die heutige Aluminiumproduktion ist Bauxit das wirtschaftlich relevante Ausgangsmaterial. Die wichtigsten Förderländer sind Australien (64 Mio. t 2008), China (32 Mio. t), Brasilien (24 Mio. t), Guinea (14 Mio. t) und Jamaika (14 Mio. t).

Stahl: Gründlich verspekuliert

Der Preis-Tsunami, den die Bergbaukonzerne mit ihren horrenden Aufschlägen für Eisenerz losstießen (im Mai 2010 +70 %), kam den Stahlherstellern nur recht. Sie reichten die Aufschläge 1:1 an ihre Kunden weiter.
Im 2. Quartal mussten Einkäufer bspw. für europäischen Flachstahl bis zu 120 €/t mehr ausgeben. Die Konzerne setzten damals auf eine sprunghaft steigende Nachfrage - und verspekulierten sich gründlich.
News vom 17.12.2010

Einkauf & Beschaffung heute

Erweitern Sie Ihr Einkaufs-Wissen mit dem besten Praxis-Know-how, erfolgserprobten Arbeitshilfen und Best-Practice-Beispielen für Einkaufsprofis.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Preisentwicklungen und Praxis-Know-how für Einkaufsleiter weltweit

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Marktanalysen & Preis-Prognosen für Rohstoffprofis