Gratis-Download

Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

Jetzt downloaden

Stahl: Wandel zeichnet sich ab

0 Beurteilungen

Erstellt:

Innerhalb der Stahlbranche zeichnet sich langsam ein Wandel ab. Während früher kaum auf Absicherungsstrategien geachtet wurde, zeigt sich aktuell eine steigende Aufmerksamkeit für das sogenannte Hedging (Absicherung von Rohstoffpreisrisiken). Mehrere Investmentbanken gaben während der letzten Wochen bekannt, dass vermehrt Eisenerz-Swaps nachgefragt werden. Hierbei handelt es sich um eine mittelfristige Absicherung der Erzpreisrisiken.

Zudem teilte die in London ansässige LME (London Metal Exchange) mit, dass das Interesse an den Stahl-Futures steigt. Hierfür eröffnete die LME in New Orleans ihr erstes Lagerhaus in Übersee, damit dort ebenfalls Lieferungen ausgeführt werden können.

Die Stahlpreise am Kassamarkt in London kämpfen derzeit mit der Marke von 500 US-Dollar pro Tonne. Es scheint eine Deckelung zu herrschen, die fundamental mit einer hohen Produktion in China zu erklären ist. Dort wird unreguliert und wie wild Stahl produziert, da das Geld billig ist. Obwohl die Regierung versucht, die Stahlproduktion einzudämmen, ist dies kaum möglich. Da das gesamte Reich der Mitte viel Geld für weiteres Wachstum benötigt und die meisten Sektoren von Krediten abhängig sind, kann der Geldhahn nicht einfach zugedreht werden. Daher steigt auch die Stahlproduktion auf Rekordstände.

Aber nicht nur in China, sondern auch in Deutschland wurde im ersten Halbjahr mehr Stahl produziert. Ungefähr 64,0 Prozent Steigerungsrate binnen eines Jahres sind enorm. Hinzu kommt, dass die USA 67,0 Prozent, Russland 22,0 Prozent und Japan 49,0 Prozent mehr produzieren konnten. Der Markt scheint daher gut versorgt zu sein.

Stahl - Ausblick:
Nimmt man in dieses Szenario jedoch die aktuellen Wirtschaftsmeldungen aus den USA und der EU mit auf, wonach die Leistung dieser Volkswirtschaften schlechter ausfällt als zuvor erwartet (das BIP in den USA liegt deutlich unter den Prognosen), dann dürfte es zu Nachfrageeinbrüchen kommen. Somit ist davon auszugehen, dass die Preise für Stahl in den kommenden Monaten schwächer notieren werden.
News vom 01.09.2010

Einkauf & Beschaffung heute

Erweitern Sie Ihr Einkaufs-Wissen mit dem besten Praxis-Know-how, erfolgserprobten Arbeitshilfen und Best-Practice-Beispielen für Einkaufsprofis.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Preisentwicklungen und Praxis-Know-how für Einkaufsleiter weltweit

Deutschlands Fachinformationsdienst Nr. 1 für Einkäufer

Marktanalysen & Preis-Prognosen für Rohstoffprofis