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Für energie- und rohstoffintensive Betriebe ist es heutzutage überlebenswichtig, die extrem schwankenden (volatilen) Marktpreise der Rohstoffe...

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Zink: Im Visier der Rohstoff-Finanziers!

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Vor wenigen Tagen erhielten wir eine sehr interessante Leserfrage. Ein Einkäufer wollte wissen, wie es möglich sei, dass die Zinkpreise immer weiter fallen, während gleichzeitig auch die Lagerbestände rückläufig sind.

Theoretisch sollte dies auf eine erhöhte Nachfrage hindeuten und damit den Kurs zumindest stabilisieren.

Es nicht immer wie es scheint!

Die obere Feststellung ist sehr gut und eigentlich logisch. Doch muss man bei Rohstoffen inzwischen auch den Faktor Finanzinvestoren unbedingt mit einplanen.

Bei Zink ist dies ein gewaltiger Einflussfaktor! Die fallenden Lagerbestände deuten nicht auf eine steigende Nachfrage hin, sondern nur auf Investoren die Zink ausliefern lassen und woanders wieder einlagern.

Mit dieser Vorgehensweise kann aktuell sehr viel Geld in diesem Markt verdient werden.

Wie funktionieren diese Deals genau?

Zink notiert momentan bei knapp 1.820 US-Dollar pro Tonne für den nächstliegenden Liefertermin. Das gleiche Zink mit Liefertermin in einem Jahr notiert jedoch bei 1.920 US-Dollar und damit 100 US-Dollar höher. Ein Rohstofffinanzier kann nun das Zink zum aktuellen Kurs aufkaufen und anschließend sofort auf Termin wieder verkaufen.

Er macht dadurch eine risikolose Einnahme von 100 US-Dollar pro Tonne. Allerdings muss das Zink nun auch wieder für ein Jahr eingelagert werden. Wir hatten in der letzten Ausgabe darüber berichtet, dass Banken eigene Lagerhäuser bauen, weil dort die Lagerung billiger ist. Genau das kommt den Finanziers jetzt zu Gute.

Das Zink wird aus den offiziellen Lagerhäusern ausgeliefert und kostengünstiger in eigenen Lagerhäusern eingelagert. Aufgrund der zudem niedrigen Zinsen, sind auch die Finanzierungskosten sehr gering. Durch diese Vorgehensweise kommen daher die fallenden Lagerbestände zustande, die jedoch nicht auf eine steigende Nachfrage hindeuten sondern nur auf Finanzdeals.

Im Endeffekt entsteht nur eine Umverteilung der Lagerbestände, aber keine wirkliche Reduktion. Aus diesem Grund fallen auch die Preise weiter, da es bei Zink momentan ohnehin einen Angebotsüberschuss gibt, der nicht abgebaut werden kann!

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