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Risikomanagement Wenn das Kind im Brunnen liegt

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Viele Unternehmen haben bei Lieferantenausfällen oder gestörten Supply Chains keinen Plan B in der Schublade

Dieser Satz ist weder neu noch überraschend, noch hören ihn die Einkaufsentscheider zum ersten Mal. Ganz im Gegenteil: Bei einer Blitzumfrage von INVERTO anlässlich des 48.

BME-Symposiums, wie die Einkäufer es denn mit der Risikovorsorge hielten, antworteten 80 % der Befragten, dass „das Management von Versorgungs- und Qualitätsrisiken eine zentrale Rolle“ im Unternehmen spielen würde. So weit die Theorie.

Wunsch und Wirklichkeit

In der Praxis sieht die Sache aber ganz anders aus. Da musste jeder zweite Befragte den INVERTO-Experten eingestehen, dass sie ihr Risikomanagement für verbesserungswürdig halten.

Dazu Thibault Pucken, Chef des INVERTO-Competence Center: „Das Bewusstsein für Risikoprävention steigt (zwar), doch die Umsetzungslücke bleibt groß.“ Zumal die Zahl Systemlieferanten immens steigt.

Dabei ist allen Beteiligten klar, dass es ruckzuck in die Hunderttausende gehen kann, wenn die Produktion stockt.

Jeden kann es treffen, immer und überall

Was passiert, wenn Lieferkreisläufe in Zeiten ausgelagerter Wertschöpfungsketten zusammenbrechen, hat sich der Software- Gigant ORACLE in seiner Studie „Managing the Value Chain in Turbulent Times“ näher angesehen.

Die Ergebnisse in der Kurzfassung:

  • Fremdeinwirkungen ließen bei 63 % (der 677 in Europa, Nahost und Afrika befragten Unternehmen) die Lieferketten zerreißen.

 

  • Negative Wirtschaftsentwicklungen machten 24 % der Befragten für Störungen verantwortlich,

 

  • ungünstige Wetterbedingungen 19 % und

 

  • den Konkurs von Lieferanten 16 %.


Beachten Sie:Durchschnittlich 63 Tage brauchten die Firmen, um nach Störungen der Lieferketten wieder auf Normalbetrieb umzuschalten. Die Kosten beliefen sich pro Schadenfall auf 520.000 € im Schnitt!

Hier liegt der Hase im Pfeffer

Ob INVERTO, ORACLE oder auch die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW): Alle kommen bei ihrer Fehlersuche in Sachen Risikomanagement zu dem gleichen Schluss: Neben einer strategischen Gefahrenanalyse für alle Elemente entlang der Lieferkette hapert es vor allem bei der Kommunikation.

In manchen Unternehmen sieht es so schlimm aus, dass Teams und Abteilungen nur über veraltete oder ungenaue Prozessdaten verfügen bzw. aktuelle Zahlen und Informationen zu Produkten und Lieferanten nicht weiterleiten.

Selbst wenn der Kommunikationsfluss zwischen den Beteiligten funktioniert, fehlt es viel zu oft am anderen Ende der Wurst. Nämlich an der Auswertung zurückliegender Schadenfälle – kurz: am Controlling.

Auch die DHBW wollte es wissen

Im vergangenen Jahr befragte die Duale Hochschule im baden-württembergischen Lörrach gemeinsam mit dem BME 189 Executives aus Industrie, Handel und Logistik zum Stand ihrer Risikoprävention. Mehrfachnennungen waren möglich.

Risiko ist nicht gleich Risiko

Falls auch Sie zu den 16,2 % gehören, die „derzeit keine Lösung“ haben, aber ein entsprechendes Managementsystem planen, klären Sie zuerst einmal, welche Risikobereitschaft im Unternehmen und in der eigenen Abteilung besteht.

Denn die Meinungen, was ein Risiko ist und was nicht, unterscheidet sich nicht nur von Manager zu Manager ganz erheblich, sondern auch von Bereich zu Bereich.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Machen Sie den Risiko-Check

Wo viel Licht ist, ist bekanntlich auch viel Schatten. Global Sourcing, schlanke Lagerhaltung und Just-in-time-Lieferungen haben den Unternehmen zwar zu markanten Effizienzsteigerungen verholfen, aber auch ihre Beschaffungsrisiken markant gesteigert.

Damit aus Gefahren keine Katastrophen werden, sollten Sie Ihre strategischen Positionen immer wieder neu justieren:

Wo kaufen wir ein und warum (gibt es Alternativen: Inland, Ausland)?

  • Über welche Ressourcen verfügen wir (personell, zeitlich)?

 

  • Entspricht unser Knowhow dem Risikograd (Hilfe/Schulungen nötig)?

 

  • Bewerten wir unsere Lieferanten regelmäßig?

 

  • Vermeiden wir Single Sourcing (haben wir womöglich Haus- und Hoflieferanten)?

 

  • Orientieren wir uns an langfristigen Rahmenverträgen?
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