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Dieselfilternachrüstung soll weiter gefördert werden

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Fuhrpark
Urheber: countrypixel | Fotolia

Von Uwe E. Wirth,

Von den ursprünglich bereitgestellten 30 Millionen Euro Fördermitteln sind bislang weniger als 7 Millionen abgerufen worden.

Deshalb soll die Förderung fortgesetzt werden. Satte 30 Milliarden Euro an Fördermitteln hatte die Bundesregierung 2015 bereitgestellt, um damit die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit Rußpartikel-Filtern zu beschleunigen. Vor allem für Diesel-Pkws der Schadstoff-Klasse Euro 3 wäre das von großem Vorteil, denn sie könnten mit dem neuen Partikelfilter in die Schadstoff-Klasse Euro 4 eingestuft werden und damit die grüne Plakette erhalten.

Dank der Verlängerung können Besitzer von Dieselfahrzeugen, die vor dem 1.1.2007 zugelassen wurden, weiterhin eine Förderung in Höhe von 260 Euro beantragen. Die Gesamtkosten der Umrüstung belaufen sich laut Zentralverband des Deutschen Kfz-Gewerbes auf 650 Euro.

Gut, wenn Sie sich auf einen Vertrag berufen können, der Rechte und Pflichten genau festschreibt. Denn so können Sie Ihre Rechte leichter einfordern und Ihr Gegenüber wird sich schwertun, sich herauszureden. Ein guter Logistikvertrag sollte immer folgende Fragen möglichst genau konkretisieren:

  • Welche konkreten Dienstleistungen werden zwischen welchen Parteien vereinbart?
  • Auf welchem Weg erfolgt die Auftragserteilung?
  • Welche Regeln bezüglich von Ablauf- und Mengenänderungen werden festgelegt?
  • Was geschieht bei Störungen in der Lieferkette?
  • Wie sieht es mir der Haftung aus? Diese Frage sollte sehr eingehend geklärt werden.
  • Welche Möglichkeiten haben Sie, wenn ein Partner seinen Pflichten nur schlecht oder gar nicht nachkommt?
  • Welche Vergütung wird für welche Dienstleistung vereinbart?
  • Wie sieht die IT-technische Abwicklung aus?
  • Wer muss also welche Daten in welcher Form wann und an welche Stelle liefern?
  • Welche Laufzeit hat die Vereinbarung?

Darüber hinaus dürfen in Ihrem Vertrag Passagen über eventuelle Vertragsstrafen, der Hinweis auf Ihre AGB und natürlich auch genaue Verjährungsfristen niemals fehlen.

Logistikverträge sind oft individuelle Vereinbarungen und lassen sich deshalb nur bedingt mit beispielsweise den ADSp oder den DTLB der jeweiligen Verbände als Standardvereinbarungen befriedigend umschreiben.

Schreiben Sie diese Punkte in Ihren Logistikvertrag


Grundsätzlich gehören in jeden Individualvertrag Punkte, die leider bei aller Detailausarbeitung oft sträflich vernachlässigt werden. Das sind beispielsweise allgemeine Vertragsgrundlagen, die die Vertragsparteien, den Vertragszweck und eine möglichst genaue Aufgabenbeschreibung umfassen.

Legen Sie darüber hinaus die Art der zu erbringenden Logistikdienstleistung genau fest. Das heißt: Mengen- und Leistungsbeschreibungen und Beschreibungen, wer was wann wo und wie zu erledigen hat.

Legen Sie besondere Sorgfalt an den Tag, wenn Sie beispielsweise einer Spedition auch speditionsunübliche Aufgaben wie etwa Montagetätigkeiten übertragen wollen. Beschreiben Sie alle Tätigkeiten und auch die geforderten Qualitätsmerkmale ganz genau.

Tipp: Solche Tätigkeitsbeschreibungen, Qualitätsstandards und zu erfüllende Normen können Sie auch in einem Pflichtenheft festschreiben. Dieses Heft muss allerdings im Vertrag explizit als verpflichtend erwähnt werden.

Sehen Sie ein klares Schnittstellenmanagement vor


Je stärker Sie Ihre Partner in Ihre Logistikkette einbinden, umso wichtiger wird eine genaue Beschreibung und Festlegung der jeweiligen Schnittstellen.

Stellen Sie sich vor: Was passiert, wenn beispielsweise ein Dienstleister Material nicht nur anliefern, sondern montagegerecht verpackt in Ihre Produktion und im richtigen Takt ans Band bringen soll, und hierbei geht etwas schief ?

Widmen Sie deshalb diesen Punkten immer besondere Aufmerksamkeit:

  • Definition klarer Verantwortungsbereiche bei der Vertragspartner
  • klare Festlegung, wer was wann an wen kommunizieren muss und wer hier die Verantwortung trägt

Tipp: Bestehen Sie hier auf der Festlegung/Benennung von Personen. Nur so sind persönliche Verantwortlichkeiten eindeutig geregelt und damit kurze Informationswege möglich.

Arbeiten Ihre Mitarbeiter intensiv mit Kollegen des Partnerunternehmens bei Ihnen vor Ort zusammen, legen Sie klare Regelungen der gegenseitigen Weisungsbefugnisse fest. Dies gilt insbesondere für den organisatorischen Bereich.

Definieren Sie auch, wie und in welcher Form Dokumentationen der Arbeiten auszusehen haben.

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So wenden Sie bei Leistungsstörungen die schlimmsten Folgen ab

Insbesondere wenn Ihr Partner auch nichtlogistische Aufgaben übernimmt, müssen Sie für klare Regelungen im Falle von Leistungsstörungen sorgen. Hierzu zählen Regeln

  • zu gegenseitige Schadenersatzansprüchen,
  • zur Vergabe an Subunternehmen,
  • zum Verhalten bei drohenden Leistungsstörungen

Insbesondere die Subunternehmerfrage wird in Logistikverträgen oft nicht eindeutig geklärt. Das kann zur Folge haben, dass Sie es plötzlich mit mehreren Partnern zu tun bekommen.

Die Vergütung muss stets eindeutig festgelegt sein


Machen Sie sich unbedingt auch Gedanken über die konkrete Vergütung eines externen Partners.

Beantworten Sie zunächst folgende Fragen, bevor Sie in die Vertragsverhandlungen einsteigen:

  • Werden Vertragsdauer und Bezahlung aneinander gekoppelt?
  • Soll es Preisanpassungsklauseln geben, und wie sehen diese aus?
  • Gibt es eine Vergütung für die Angebotserstellung? Bei komplexen Vergaben müssen Sie auch darüber nachdenken. Oft wollen Dienstleister diese gerade bei größeren Projekten - nicht kostenfrei leisten.

Tipp: Verlangt ein Unternehmen eine Kostenübernahme für die Angebotserstellung, muss das nicht unbedingt ein Nachteil sein. Denn so kann der zukünftige Vertragspartner ein wirklich tragfähiges Konzept anfertigen. Dennoch: Akzeptieren Sie eine solche Vorgehensweise nur bei wirklich großen Projekten.

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