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Fuhrpark: Versicherungsansprüche durchsetzen – so geht es!

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LKW
Urheber: industrieblick | Fotolia

Von Uwe E. Wirth,

Der Betrieb von Fahrzeugen ist immer mit einem Schadenrisiko verbunden. Gut, dass es Versicherungen gibt. Eine Versicherung zu bekommen ist gemeinhin leicht. Etwas von der Versicherung zu bekommen ist jedoch manchmal schwer. Insbesondere bei Fuhrparkversicherungen kommt es immer wieder zu unnötigen Verzögerungen bei der Schadenregulierung.

Eine Versicherung schließt man ab, damit diese einspringt, wenn es einen Schaden gegeben hat. Doch wer zahlt schon wirklich gern? Das ist auch bei Assekuranzen so. Diese drücken sich zwar nicht grundsätzlich vor der Regulierung, aber sie prüfen genau, ob der Schaden auch von der Police gedeckt ist. Verständlich, dass die Versicherung zur Prüfung auch einige Fakten braucht. Deshalb sollten Sie immer die folgenden Punkte bei einer Schadenmeldung berücksichtigen, wenn es keine vermeidbaren Verzögerungen und Nachfragen geben soll:

  • Beachten Sie immer die Meldefristen für Schäden. Bei Kfz-Versicherungen muss die Meldung innerhalb einer Woche nach Schadeneintritt vorliegen.
  • Nachen Sie immer klare und nachvollziehbare Angaben über den Schadenhergang. Erklären Sie in der Meldung auch, warum Ihrer Meinung nach der Schaden von der Versicherung abgedeckt ist.
  • Vermeiden Sie geschönte oder unvollständige Angaben. Andernfalls wird die Assekuranz eine Regulierung mit ziemlicher Sicherheit ablehnen.

Wenn keine Regulierung erfolgt ist

Nach der Meldung müssen Sie der Versicherung etwa 2 bis 3 Wochen Zeit geben, um den Vorgang zu bearbeiten. Ist die Regulierung nach dieser Zeit nicht erfolgt, sollten Sie den folgenden Stufenplan abarbeiten:

  • Ist der Schaden nach oben genannten Zeitraum noch nicht beglichen, sollten Sie zunächst schriftlich die Bezahlung des Schadens einfordern.
  • Fließt danach immer noch kein Geld, können Sie auf die Schadensumme
4 % Verzugszinsen aufschlagen. Auch hierüber sollten Sie Ihre Versicherung schriftlich hinweisen.
  • Entstehen Ihnen durch die Verzögerungen weitere unvermeidbare Kosten, etwa Kredite oder auch Anwaltsgebühren, müssen diese auch von der Versicherung getragen werden.
  • Lehnt Ihre Versicherung die Regulierung ab oder sind Die mit der Höhe der Regulierung nicht einverstanden, können Sie vor Gericht ziehen oder ein Schiedsgutachten verlangen.

So verhalten Sie sich bei Regulierungsverweigerung

Lehnt der Versicherer die Regulierung ganz ab, haben Sie 2 Möglichkeiten:

  • Sie erwirken einen Mahnbescheid
  • beim zuständigen Gericht oder llSie reichen eine Klage ein.

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Sie wollen klagen? Dann beachten Sie die folgenden Punkte


Wollen Sie klagen, können Sie dies entweder beim zuständigen Gericht der Versicherung, einer ihrer Niederlassungen oder – wenn Sie über eine Agentur abgeschlossen haben – auch an deren Sitz tun.

Bevor Sie vor Gericht ziehen, sollten Sie aber in jedem Fall noch einmal Ihre Chancen eingehend abschätzen. Es gibt nämlich eine Reihe von Gründen, warum die Versicherung die Regulierung mit gutem Recht ablehnen kann. Im Fall einer Kfz-Kasko-Versicherung wären dies grobe Fahrlässigkeit wie beispielsweise: Alkoholfahrt, Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Liegt ein solcher Vorgang bei Ihrem Schaden vor, sollten Sie sich den Gang vor Gericht wirklich noch einmal überlegen.

Grundsätzlich können beide Parteien eine Versicherung nach einer Schadenregulierung ordentlich kündigen. Wenn Sie dies tun wollen, müssen Sie dies innerhalb eines Monats mit sofortiger Wirkung tun, sonst kann die Kündigung nur zum Ende des Versicherungsjahres erfolgen.

Tipp: Die alte Fassung des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG), die bis zum 31.12.2007 galt, sah noch vor, dass Sie als Versicherungsnehmer, wenn der Versicherer die Leistung schriftlich ab- lehnt, innerhalb von 6 Monaten Ihren Anspruch durch Klage gerichtlich geltend machen müssen. Wurde diese Frist versäumt, wurde der Versicherer von der Leistungspflicht frei.

Diese Klagefrist von 6 Monaten ist im VVG in der ab 1.1.2008 geltenden Neufassung nicht mehr enthalten. Damit ist eine einseitige Verkürzung der Verjährungsfrist durch den Versicherer nicht mehr möglich.

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