Gratis-Download

Waren wollen nicht nur kostengünstig transportiert, sondern auch möglichst optimal ein- und ausgelagert werden. Überflüssiger Lageraum durch zu hohe...

Jetzt downloaden

Diese 10 Verpackungsregeln verhindern Transportschäden sicher

5 1 Beurteilungen

Erstellt:

Ladungssicherung beginnt schon bei der Verpackung. Nur wenn Sie und Ihre Mitarbeiter hier mit der nötigen Umsicht arbeiten, funktioniert die Ladungssicherung innerhalb der ganzen Transportkette richtig.

Eine ausreichende Ladungssicherung beginnt nicht erst bei der Verladung auf das Transportfahrzeug, sondern bereits bei der richtigen Verpackung der Waren. Dieser Grundsatz hat für Versender wie für Transporteure gleichermaßen eine wichtige Bedeutung. Haben Sie oder Ihre Mitarbeiter nämlich nicht alle Regeln beachtet, passiert es nach einem Transportschaden schnell, dass Sie auf dem Schaden sitzen bleiben, weil der Transporteur auf eine nicht ausreichende Warenverpackung verweist.

Anzeige



In der Praxis werden Waren als Stückgüter, wie in Kartons, Behältern oder Kanistern und Tanks, häufig auf Paletten gestellt und dabei außer einer Umwicklung mit Stretchfolie oder Bändern nicht besonders gesichert. Unter Ladungssicherungs-Gesichtspunkten ist das aber nicht ausreichend, denn dies ist nur eine Umschlagssicherung, die dem Transporteur keine Gegebenheiten bietet, mit denen er die ausreichende Ladungssicherung bewerkstelligt.

Beherzigen Sie und Ihre Mitarbeiter deshalb bei der Warenverpackung die 10 goldenen Verpackungsregelungen, die Ihnen Uwe E. Wirth, Chefredakteur des Fachinformationsdienstes LogistikManager, heute vorstellt:

  1. Packen Sie das Packgut spielfrei in die Verpackungsmedien. Hat die Ware innerhalb der Verpackung Raum, kann sie sich während des Transports unkontrolliert darin bewegen und so beschädigt werden.
  2. Passen Sie die Polsterungen dem Gewicht der Waren an. Solche Polster bieten mit ihrer Nachgiebigkeit einen Puffer für Waren bei unvorhergesehenen Beschleunigungen während des Transports. Weiche Polster können das nur bei leichten Waren sicherstellen, denn bei größeren Beschleunigungen ist ihr Bremsvermögen schnell unzureichend – die schweren Waren würden durchschlagen und fast ungebremst auf die Verpackung treffen.
  3. Sorgen Sie für eine ausreichende Fixierung des Packguts zu allen Seiten der Verpackung. Oft ist nicht sicher, wie – also in welcher räumlichen Orientierung – eine Ware auf dem Transport gelagert wird. Machen Sie es sich deshalb zur Regel, dass alle Seiten der Ware entsprechend in der Verpackung fixiert werden.
  4. Vermeiden Sie, dass sich Waren innerhalb der Verpackung selbstständig machen. Widmen Sie der Fixierung der Waren innerhalb der Verpackung besondere Aufmerksamkeit. In der Praxis finden Sie häufig, dass Waren einfach mit Flocken aus EPS oder Maisstärke fixiert werden. Dies ist meistens unzureichend, da Vibrationen beim Transport leicht dazu führen können, dass die Ware sich in Richtung Außenverpackung verschiebt.
  5. Achten Sie bei der Verpackungsauswahl auf den empfindlichsten Teil der Ware
    . Verpacken Sie verschiedene Waren gemeinsam, gilt es bei der Verpackungsauswahl, immer auf das empfindlichste Teil zu achten. Berücksichtigen Sie auch, dass die Waren untereinander getrennt werden, um vor Druck und Stößen zu schützen.
  6. Schaffen Sie immer Federwege innerhalb der Verpackung; füllen Sie diese nie mit starren Materialien aus. Viele Waren werden in speziell dafür konstruierten Verpackungshilfsmitteln wie EPS-Halbschalen verpackt. Diese weisen Hohlräume zwischen den Versteifungsrippen auf, die als Federweg bei Beschleunigungen dienen und keinesfalls mit anderen Materialien gefüllt werden dürfen.
  7. Greifen Sie bei besonders empfindlichen Waren immer zu Spezialverpackungen. Setzen Sie insbesondere bei sehr empfindlichen Waren nicht auf Universalverpackungen, sondern wählen Sie Spezialverpackungen. Hier bieten sich besonders Materialien wie Halbschalen oder Tragrahmen aus EPS, PE/PU/PP-Schaum oder mehrlagige Wellpappepolster an.
  8. Prüfen Sie Verpackungen immer auf ihre Tauglichkeit. Gerade mit Spezialverpackungen für besonders empfindliche Waren führen Sie am besten immer Tests durch. Denn nur ein Falltest unter kontrollierten Bedingungen zeigt, ob die Spezialverpackung auch hält, was sie verspricht.
  9. Verschließen Sie alle Verpackungen stets gründlich. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass jede Umverpackung immer sicher geschlossen wird. Doch auch hier zeigen sich in der Praxis oft abschreckende Beispiele. Deshalb gilt: Kartons müssen zusätzlich zum Klappverschluss auch immer mit Klebeband verschlossen werden.
  10. Achten Sie auf ausreichende und gut leserliche Beschriftung und Kennzeichnung. Eine gute und vor allem gut leserliche Beschriftung ermöglicht allen am Transport Beteiligten ein sicheres und schnelles Arbeiten
Logistik & Export aktuell

Praxis-Informationen für Logistiker und exportierende Unternehmen zu Lagerverwaltung, Exportkontrolle, Haftung, zum richtigen Umgang mit Ihrem Personal und zur Senkung von Treibstoffkosten.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Bewährtes Praxis-Knowhow für Logistikprofis

Verantwortung übernehmen | Betriebskosten senken | Sicherheit schaffen

Nutzen Sie jetzt die besten Praxistipps für Ihren Erfolg in der Transport- und Logistikwelt.

Bewährtes Praxis-Knowhow für Logistikprofis

Verantwortung übernehmen | Betriebskosten senken | Sicherheit schaffen