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Waren wollen nicht nur kostengünstig transportiert, sondern auch möglichst optimal ein- und ausgelagert werden. Überflüssiger Lageraum durch zu hohe...

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In 3 einfachen Schritten mindern Sie die Fehlzeiten Ihres Lagerpersonals

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Lagerpersonal
Urheber: industrieblick | Fotolia

Von Uwe E. Wirth,

Fehlzeiten beim Lagerpersonal kosten unnötig Geld. Doch mit einigen wenigen Maßnahmen können Sie die Fehlzeiten dauerhaft reduzieren. Neben dem Spareffekt erreichen Sie sogar noch einen angenehmen Nebeneffekt: Wenn Sie unsere Tipps beachten, steigt die Leistungsbereitschaft Ihrer Mitarbeiter spürbar.

Es ist gar nicht so schwer, unnötigen Fehlzeiten gegenzusteuern. Sie müssen eigentlich nur das tun, was Sie z. B. auch bei der Verbesserung Ihrer Pick- und Packleistung tun. Hier wie da gehen Sie in 3 Schritten vor:

  1. Feststellung und Erhebung der Daten
  2. Analyse des erhobenen Datenmaterials
  3. Ableitung von Maßnahmen

Schritt 1: Erfassen Sie alle Fehlzeiten und die Gründe dafür

Fehlzeiten können viele Gründe haben; Sie sollten also genau erfassen, warum es zu Ausfällen kam. Ordnen Sie am besten jeden einzelnen Fall einer der folgenden Kategorien zu:

  • Krankmeldung mit oder ohne ärztliche Bescheinigung
  • Krankmeldung nach Arbeitsunfall
  • Kur
  • Mutterschutz
  • Arztbesuch während der Arbeitszeit

Diese Statistik sollten Sie übrigens immer auf jeden einzelnen Mitarbeiter beziehen, denn es nützt nichts, wenn Sie nachher zwar feststellen, dass der „blaue Montag“ bei Ihren Mitarbeitern sehr beliebt zu sein scheint, Sie müssen die Missetäter auch persönlich feststellen.

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Schritt 2: So werten Sie die Daten richtig aus


Die rohen Daten nützen Ihnen noch gar nichts, erst bei einer umfassenden Analyse können Sie die Ursachen herausbekommen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

Dabei sollten Sie jeden Fall von Fehlzeiten dem betreffenden Mitarbeiter und den folgenden Punkten zuordnen:

  • Anzahl der Fehltage pro Mitarbeiter
  • Vergleich der mitarbeiterbezogenen Fehlzeiten zum Abteilungsdurchschnitt
  • Anzahl der Fehlzeitenereignisse pro Erfassungszeitraum
  • Anzahl der Fehlzeitendauer pro Fehlzeitereignis
  • Fehlzeiten ohne Arztbescheinigung
  • Anzahl der Fehlzeiten am Montag, Freitag oder Brückentagen

Untersuchen Sie darüber hinaus die folgenden Punkte:

  • Gibt es bei einzelnen Mitarbeitern häufiger Fehlzeiten vor und nach regulären Urlaubszeiten?
  • Gibt es Mitarbeiter, die Arztbesuche überproportional oft während der normalen Arbeitszeiten wahrnehmen?
  • Gibt es einzelne Mitarbeiter, die sich auffällig oft krankmelden?

Wenn Sie die Antworten auf diese Fragen ausgewertet haben, sehen Sie zwar recht schnell, wer wann und wie häufig fehlt. Aber Vorsicht: Wenn Sie jetzt gleich versuchen, aufgrund dieser Daten aktiv zu werden, können Sie schnell mehr kaputt machen, als Ihnen lieb sein kann. Denn alle Werte müssen immer auch im Gesamtzusammenhang betrachtet werden, wenn Sie kein verzerrtes Bild bekommen wollen.

Das vermeiden Sie, indem Sie die personenbezogenen Daten mit dem Durchschnittswert vergleichen. Achten Sie hierbei darauf, dass Sie nie alle Bereiche wie Warenannahme, Kommissionierung etc. in einen Topf werfen, sondern auch nach den einzelnen Arbeitsbereichen aufschlüsseln. Denn nur so können Sie herausbekommen, dass z. B. körperliche Überlastung in der Warenannahme zu einem hohen Krankenstand führt.

Stellen Sie Auffälligkeiten fest, müssen Sie analysieren, woran dies liegen könnte. Mögliche Ursachen sind:

  • besonders gesundheitsgefährdende Faktoren wie schwere Hebelasten
  • Nichteinhaltung von Sicherheitsvorschriften
  • schlechtes Arbeitsklima im Team

Stellen Sie einen oder mehrere der genannten Gründe fest, gibt Ihnen das eindeutige Hinweise darauf, wie Sie den Ursachen gegensteuern können.

Schritt 3: Führen Sie Rückkehrgespräche nach Fehlzeiten


Über alle Statistik hinaus können Sie nämlich in solchen Gesprächen wertvolle Hinweise bekommen, die Ihnen helfen, die Ursachen für Fehlzeiten zu ermitteln. Doch solche Gespräche haben nur einen Sinn, wenn Sie dabei einige Spielregeln befolgen:

  • Führen Sie die Gespräche möglichst zeitnah.
  • Versuchen Sie, die Dauer auf 10 Minuten zu beschränken.
  • Fertigen Sie von jedem Gespräch ein Protokoll an. 

 

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