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Von der heimischen Küche in die Produktion: Zwischen Großküche und Etikettiermaschine

 
Quelle: pixabay.com © lbokel (CC0 Public Domain)

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Die Foodbranche oder besser gesagt die Food-Startup-Szene boomt. Der Bundesverband Deutscher Startups hat bereits im Januar 2017 eine eigene Fachgruppe zum Thema Food gegründet.

Die Initiatorin, Jewell Sparks, erklärt die Gründung so: „Wir wollen mit dieser neuen Plattform die Lücken zwischen Gründern, Investoren, Regierung und Konzernen schließen, um Markenbildung, Wachstum und Entwicklung für Startups aus dem Food-Bereich zu ermöglichen.“ Welche Schritte klassische Food-Startups gehen müssen, um sich von der heimischen Küche loszusagen und was neben dem Gang in die Großküche darüber hinaus dahintersteckt, zeigt dieser Beitrag.

Die Zeit der privaten Küche ist vorbei. Eine Großküche oder ein Partner müssen her

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, um den Schritt von den ersten Gehversuchen als Food-Startup hin zur Fertigung in einer Großküche zu gehen:

  1. Die Küche als Fertigungsstätte vergrößert sich.
  2. Ein Partner für die Fertigung muss her.

Beide Varianten bringen Vor- und Nachteile mit sich. Ein Gründer, der beruflich aus dem Bereich Küche oder Gastronomie stammt, wird vielleicht die Fertigung lieber unter seine eigenen Fittiche nehmen. Der Vorteil: Der Aufwand, Partner einzulernen entfällt. Allerdings ist es mitunter schwierig, als Unternehmer zu agieren und gleichzeitig in der Küche das zu verkaufende Produkt herzustellen. Idealer ist hier die Konstellation aus zwei Gründern: einer für die Fertigung, der andere für den kaufmännischen Part. Wer die Produktion komplett ausgliedert, muss nur noch entscheiden, ob auch der Einkauf und die Verhandlungen mit den Lieferanten in Gründerhand bleibt oder ebenfalls dem Produktionspartner obliegt.

Tipp: Besonders günstig kann der Schritt in die Großküche umgesetzt werden, wenn eine bestehende Küche dann benutzt werden darf, wenn diese selbst nicht hochfrequentiert ist. Das heißt: Wer beispielsweise die Chance hat, sich in einer Firmenkantine einzumieten, kann hier vor allem die Nachmittagszeit und vermutlich auch die Abende vergleichsweise ungestört verbringen. Die Stoßzeiten in einer Firmenkantine enden meist nach dem Mittagessen.

Bye, bye, Heimarbeit. Mit der Etikettiermaschine zieht Professionalität ein

Es gehört zur Wachstumskurve eines Gründers, am Anfang zuhause vor den selbst gefertigten Gewürzen, Müsli-Mischungen oder anderen Foodprodukten zu sitzen und diese nach einem langwierigen Fertigungsprozess in der eigenen Küche manuell mit dem passenden Etikett zu versehen. Auf Dauer und vor allem dann, wenn die Nachfrage steigt und die Produktion entsprechend erhöht werden muss, ist das Bekleben der gefertigten Produkte nicht mehr manuell möglich. Die SRD Maschinenbau GmbH bringt sich genau an dieser Stelle mit den passenden Worten ins Geschehen ein: „Unser Etikettenspender eco für Ihren industriellen Dauerbetrieb.“ Was sich dahinter verbirgt, zeigt die folgende Beschreibung.

Der besagte Etikettenspender automatisiert das manuelle Aufkleben von Etiketten und bringt das Food-Startup auch produktionstechnisch auf ein neues Level. Möglich wird so das Aufbringen von Funktions- und Schmucketiketten. Ein Beispiel für ein Funktionsetikett ist das Gefahrstoffetikett. Das Schmucketikett dient auch Werbezwecken. Dank der Möglichkeit, große Stückzahlen in hohen Geschwindigkeiten aufzubringen, wird der Produktionsprozess deutlich dynamisiert. Das bedeutet auch, das mehr Zeit frei wird, um sich als Unternehmer um die Weiterentwicklung des Geschäfts und den Vertrieb zu kümmern. Wer ein größeres Produktportfolio hat, wird ebenfalls von einem Special dieser Maschine profitieren: Einmal gefertigte Etiketten können abgespeichert werden. So kann sich eine regelmäßige Produktionsabfolge einstellen, die pro Tag ein anderes Produkt fertigen lässt – ohne umfangreiche Umrüstarbeiten an der Etikettiermaschine.

Das muss aufs Lebensmitteletikett

Bevor die Etikettiermaschine in Betrieb genommen wird, muss der Gründer eines festlegen: Das Design des Etiketts. Je nach Verpackung, auf die das Etikett mit der Etikettiermaschine oder – in größerem Format mit einem Palettenetikettierer – aufgebracht wird, muss auch das Etikett gestaltet sein.

Aus Marketingsicht gibt es eine grafische Grundregel: Wird das Etikett auf eine Verpackung ohne Aussage aufgebracht – beispielsweise auf ein Glas oder eine Papiertüte – dann muss das Etikett auch werbend wirken. Das bedeutet, dass neben den Kennzeichnungsvorschriften aus dem Lebensmittelbereich auch das Logo, der Markenname und die entsprechenden Unternehmensformen aufs Etikett müssen. Übernimmt bereits die Verpackung die werbende Botschaft, muss der Inhalt des Etiketts nur noch lebensmittelrechtlich relevante Daten beinhalten.

„Die Pflichtangaben sind auf der Verpackung oder einem mit ihr verbundenen Etikett an gut sichtbarer Stelle in deutscher Sprache, leicht verständlich, deutlich lesbar und unverwischbar anzubringen“, heißt es dazu vom Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V. Im Einzelnen ist darauf zu achten:

  • eindeutige Sachbeschreibung des Produkts
  • ein-eindeutige Losnummer (wichtig im Falle einer Rückrufaktion)
  • exakte Füllmenge
  • Kontaktdaten von Hersteller, Verkäufer oder Verpacker
  • Mindesthaltbarkeitsdatum
  • Nährwertkennzeichnung (pro 100 ml/100 g), mindestens Kennzeichnung von Brennwert, Fett (und gesättigten Fettsäuren), Kohlenhydraten (und den Zuckeranteil davon), Eiweiß und Salz; mittlerweile werden immer häufiger auch Nährwerte pro Portionsgröße angegeben
  • Zutatenverzeichnis in absteigender Gewichts-Reihenfolge, inkl. Liste der 14 relevantesten Allergene

In der Nähe des Produkts ist die Angabe des Grundpreises Pflicht. Über 1,2 Volumenprozent ist das Ausweisen des Alkoholgehalts Pflicht.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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