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Die Vorschriften der Fahrpersonalordnung – insbesondere die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten – haben schon so manchen Fahrzeugverantwortlichen...

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Logistik: Lenken Sie ruhiger

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Von Martin Weyde,

Auf Platz 1 der Verstöße gegen das Fahrpersonalrecht, die bei Straßenkontrollen festgestellt werden, steht „Nichteinhalten der Ruhezeiten“, wie beim Bundesamt für Güterverkehr nachzulesen ist. Und auf Platz 2 folgt: „Nichteinhalten der Lenkzeiten“. Damit fällt mehr als die Hälfte der Verstöße in den Bereich Lenk- und Ruhezeiten. Und wer ist schuld? Der Kunde, also letztlich der Verbraucher, der angeblich alles immer schneller haben will.

 

Am Samstagabend vor Weihnachten klingelt es um 21 Uhr an der Tür, und draußen steht der Postbote und bringt das Päckchen. So sehe die heutige Arbeitswelt in vielen Bereichen aus, sagt Ursula Höfer von der Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz. Keine Frage, aber muss sie wirklich so aussehen? Will der Kunde das wirklich?
Nein, sagt die Studie „Versand- und Retourenmanagement im E-Commerce“, die ECC Köln und EHI Retail Institut gemeinsam mit der Management-Beratung Capgemini Anfang Juni in Köln vorgestellt hat. Was die meisten B2C-Kunden tatsächlich wollen, ist:

  • Sie wollen kostenfrei beliefert werden.
  • Und sie wollen, dass die Lieferung zum vereinbarten Termin eintrifft.

Aber nur 16 Prozent der Online-Shopper legen Wert auf die Lieferung binnen 24 Stunden. „Unsere Konsumentenbefragung zeigt, dass die Händler in Bezug auf die Liefergeschwindigkeit teilweise über das Ziel hinaus schießen“, sagt Aline Eckstein vom ECC Köln. Die Versandhändler Amazon und Otto differenzieren schon seit längerer Zeit wieder zwischen der 24-Stunden-Lieferung und dem Normalversand, der ein paar Tage dauert.

 

64 Prozent dagegen wünschen sich versandkostenfreie Lieferungen und Retouren, und 42 Prozent möchten gerne zwischen alternativen Lieferterminen und -orten wählen können. Das anzubieten, haben sich auch 24 Prozent der Online-Händler bereits für die nächsten ein bis drei Jahre vorgenommen, berichtet die Studie.
Doch auch im B2B-Bereich herrscht oft unangemessene Eile. Denn längst nicht alle Kunden brauchen ihre Lieferung auf der Stelle, weil die Regale leer sind. Und wer immer alles sofort liefern will, der verschenkt einiges an Potenzial:

  • Einerseits sorgt die Hektik für Stress und führt dadurch zu Fehlern.
  • Andererseits verursachen Überstunden und unnötige Schichtarbeit Mehrkosten.
  • Auch die Chance, Aufträge zu bündeln, wird durch die Priorität möglichst schneller Lieferung vertan.

Wer seine Aufträge hingegen gezielt abwickelt und nicht alle über den Geschwindigkeitskamm schert, der kann sowohl sein Personal als auch seine Technik effizienter einsetzen. Und wer die Lieferketten nicht allein nach Lieferzeiten organisiert, der kann nicht zuletzt auch Transportkosten sparen und dafür sorgen, dass Lenk- und Ruhezeiten eingehalten werden.

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