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Die Vorschriften der Fahrpersonalordnung – insbesondere die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten – haben schon so manchen Fahrzeugverantwortlichen...

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Mythen zum Wochenendfahrverbot und Ferienfahrverbot für Lkw

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Urheber: Gina Sanders | Fotolia

Von Friedhelm Kring,

Frage: Ich dachte bisher, Lkw dürften grundsätzlich nicht an Sonntagen unterwegs sein und auch nicht an den Wochenenden während der Sommerferien. Nun hörte ich, das sei gar nicht der Fall.

Antwort: Die Sache ist in der Tat ein wenig kompliziert. Oft hört oder liest man von einem pauschalen Wochenendfahrverbot, das für alle Lastkraftwagen (Lkw) über 7,5 t zulässige Gesamtmasse gilt. Das ist aber genau genommen nicht der Fall. Man muss ganz genau hinschauen und findet dann folgende Sachverhalte:

  1. Es besteht ein Sonntagsfahrverbot an allen Sonntagen von 0.00 bis 22.00 Uhr.
  2. Dazu kommt ein Feiertagsfahrverbot an den in § 30 III, IV StVO genannten Feiertagen von 0.00 bis 22.00 Uhr.
  3. Das sogenannte Ferienfahrverbot gilt an allen Samstagen vom 1. Juli bis 31. August jeden Jahres von 7.00 bis 20.00 Uhr für bestimmte belastete Streckenabschnitte.

Damit gibt es streng genommen weder ein Wochenendfahrverbot noch ein Samstagsfahrverbot für Lkw, denn bis Samstag früh um 7.00 Uhr und am Samstagabend von 20.00 Uhr bis Mitternacht sind Fahrten erlaubt.

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Die genannten Verbote gelten für alle Lkw über 7,5 t sowie immer für Lkw mit Anhänger (auch wenn das zulässige Gesamtgewicht unter 7,5 t liegt). Sie gelten selbst für Pkw mit Lkw-Zulassung, die zu gewerblichen Zwecken einen Anhänger ziehen. Mal eben mit Kombi und Anhänger an einem Sonntag Baumaterial auszufahren ist nicht zulässig.

Info: Die vom Ferienfahrverbot betroffenen Strecken veröffentlicht das Bundesverkehrsministerium jedes Jahr neu:

Von diesen generellen Regelungen gibt es diverse Ausnahmen. Alle oben genannten Fahrverbote gelten nicht für:

  • Lkw, die leicht verderbliche Waren und Lebensmittel transportieren wie frische Milch, frisches Fleisch, frischen Fisch, frisches Obst und Gemüse oder deren Erzeugnisse.
  • reine Zugmaschinen oder Sattelzugmaschinen ohne Ladung und ohne Auflieger oder Anhänger.
  • für Zugmaschinen, die andere Fahrzeuge ziehen.
  • Fahrzeuge für Bergungs-, Abschlepp- und Reparatureinsätze.
  • Übertragungswagen von Rundfunk- oder Fernsehanstalten.
  • Fahrzeuge von Schaustellern, bei denen die Ladung zum Inventar gehört wie Lkw für Volksfeste, Kirmessen, Zirkusse usw.
  • selbstfahrende Arbeitsmaschinen wie etwa Mähdrescher und andere Erntemaschinen aus der Landwirtschaft.
  • Wohnwagenanhänger und Anhänger für Sport- und Freizeitzwecke bis zu 3,5 t, etwa zum Transport von Turnierpferden.
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