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Die Vorschriften der Fahrpersonalordnung – insbesondere die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten – haben schon so manchen Fahrzeugverantwortlichen...

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Vorsicht bei der Fahrerauswahl - sonst müssen Sie bei Warendiebstahl selber zahlen

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Wussten Sie, dass pro Jahr Waren im Wert von 8 Milliarden Euro auf dem Transportweg verschwinden? Noch schlimmer ist, dass häufig das eigene Fahrpersonal in solche Diebstähle verwickelt ist. Dies berichtet der Fachinformationsdienst "Logistikmanager" In diesen Fällen verweigern die Versicherungen dann oft die Schadensregulierung, indem sie Ihnen Fehler bei der Fahrerauswahl ankreiden. Doch wenn Sie einige Tipps beachten, läuft dieser Trick der Assekuranzen ins Leere.

Sie als Logistiker wissen, wie schwer es in der heutigen Zeit ist, qualifiziertes und zuverlässiges Fahrpersonal zu finden. Trotzdem sollten Sie sich Bewerber immer genau anschauen, sonst können Sie schneller, als Ihnen lieb sein kann, auf einem Diebstahlschaden sitzenbleiben.

So ging es nämlich einem Logistik- Verantwortlichen, der einen Fahrer etwas voreilig unter Vertrag nahm. Dieser hatte vor seiner Anstellung bei besagtem Transportunternehmer bei einem anderen Arbeitgeber mehrfach ihm anvertrautes Transportgut gestohlen, worauf er vom Amtsgericht Saarbrücken wegen Unterschlagung in 16 Fällen rechtskräftig zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten verurteilt wurde. Diese Strafe verschwieg der Fahrer jedoch seinem neuen Arbeitgeber und machte auch hier lange Finger.


Die Diebstähle zeigte der neue Arbeitgeber seiner Versicherung mit der Bitte um Schadensregulierung an. Die Assekuranz verwies bei ihrer Ablehnung auf die im Versicherungsvertrag verankerte Regelung, dass ein Arbeitgeber verpflichtet sei, das Fahrpersonal sorgfältig auszuwählen. Das sei im vorliegenden Fall offensichtlich nicht der Fall gewesen. Die Firma war anderer Meinung und zog vor Gericht. Doch das Landgericht Saarbrücken gab der Versicherung in der ersten Instanz genauso Recht (Urteil vom 30.11.2004, LG Saarbrücken, Az.: 7 II O 79/04) wie das Oberlandesgericht des Saarlands (rechtskräftiges Urteil vom 13.7.2005, OLG Saarbrücken, Az.: 5U 689/04-70). Nach Ansicht der Gerichte war die Versicherung berechtigt, die Regulierung abzulehnen. Der neue Arbeitgeber hätte sich durch die Vorlage von Arbeitszeugnissen, Nachfragen beim vorherigen Arbeitgeber oder auch mithilfe eines polizeilichen Führungszeugnisses von der Unbescholtenheit des Fahrers überzeugen müssen

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