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Außenhandelsdokumente auf den Punkt gebracht: Ursprungszeugnis Form A

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Außenhandel
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Von Anja Huelmann,

Um Entwicklungsländern einen besseren Zugang zum europäischen Markt zu ermöglichen, gewährt die EU vielen Entwicklungsländern Zollpräferenzen (einseitig). Für bestimmte Warengruppen gelten Zollvergünstigungen (Zollfreiheit oder Gewährung niedrigerer Zollsätze). Hier wird das Ursprungszeugnis Form A verwendet.

Den Länderkreis der Entwicklungsländer/APS-Staaten finden Sie unter folgendem Link: www.wup-zoll.de, geben Sie hier als ISO-Alpha-Code „APS“ ein.

Das müssen Sie zur Ausstellung des „Form A“ wissen

Ausgefüllt wird das Ursprungszeugnis Form A vom im Entwicklungsland ansässigen Exporteur – er beantragt dies bei seiner zuständigen Behörde, die das Formular ausstellt (Verzeichnis darüber in der Vorschriftensammlung der Finanzverwaltung). Der Nachweis wird nach den Grundsätzen des geltenden Ursprungsrechts erstellt. In der Regel (es gibt auch hier einige Besonderheiten) kann man das wie folgt definieren:

Eine Ware gilt als Ursprungsware, wenn sie vollständig in dem betreffenden Entwicklungsland erzeugt worden ist oder in dem Entwicklungsland unter Verwendung verschiedener Vormaterialien in ausreichendem Maße beoder verarbeitet wurde. Das Formular wird in englischer oder französischer Sprache ausgestellt und hat eine Gültigkeit von 10 Monaten.

Die Formulare sind bei den herkömmlichen Formularverlagen oder bei Ihrer zuständigen Industrie- und Handelskammer erhältlich.

Besonderheit: Wird die Ware unverändert weitergeliefert und befand sich in zollamtlicher Überwachung, ist die Ausstellung eines Ersatz-Ursprungszeugnisses Form A auch durch den Zoll in Deutschland (oder anderen Industrieländern) möglich.

Für Sie als Exporteur wichtig: Für die Ausfuhr aus dem Zollgebiet der EU ist das Form A als Ursprungsnachweis von Bedeutung, wenn Sie die Ware unverändert weiterliefern und alle Voraussetzungen erfüllt sind.

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UZK – Ursprungszeugnis Form A wird spätestens 2020 vom „Registrieren Ausführer – REX“ abgelöst


Den „Registrierten Ausführer“ und das dazugehörige elektronische REX-System waren ursprünglich bereits zum 1.1.2017 geplant. Die betroffenen Entwicklungsländer sind aber durch den vorliegenden Zeitplan derzeit überfordert und konnten die Maßnahmen nicht so schnell umsetzen.

Aus diesem Grund wurden mit der Durchführungsverordnung (EU) 2015/428 Übergangsmaßnahmen für eine schrittweise Einführung bis zum 31.12.2019 eingeleitet. Da auch dieser Termin schon jetzt kritisch gesehen wird, ist bereits ein zusätzlicher Verlängerungszeitraum von 6 Monaten mit eingeplant worden.

„Registrierte Ausführer“ sollen selbst erstellte Erklärungen zum Ursprung vorlegen dürfen. Das REX-System ersetzt damit die Ausstellung des bisherigen Ursprungszeugnisses Form A. Ab dem 30.6.2020 kommen Lieferungen mit Ursprungserzeugnissen im Gesamtwert von mehr als 6.000 € nur dann für eine APS-Zollpräferenzbehandlung in Betracht, wenn ihnen eine von einem „Registrierten Ausführer“ ausgefertigte Erklärung zum Ursprung beiliegt. Das System soll ebenfalls von der Schweiz, Norwegen und der Türkei genutzt werden.

So können Sie sich registrieren lassen

Auch Sie als Exporteur in einem europäischen Mitgliedstaat können den Status des „Registrierten Ausführers“ beantragen. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie Ausfuhren zum Zweck der bilateralen Ursprungskumulierung durchführen.

Eine Registrierung soll in dem begünstigten Land ab dem 1.1.2017 möglich sein. Ist das Land dazu nicht in der Lage, kann dies nach Mitteilung an die Europäische Kommission auf den 1.1.2018 bzw. 1.1.2019 verschoben werden.

Möchten Sie sich als „Registrierter Ausführer“ registrieren lassen, müssen Sie einen Antrag (gemäß Anhang 22-06 Durchführungsverordnung zum Unionszollkodex (UZK)) bei Ihrem zuständigen Hauptzollamt stellen. Auf der Internetseite des Zolls steht Ihnen das elektronisch ausfüllbare Antragsformular (0442) zur Verfügung.

Nachdem Sie das Formular ausgefüllt haben, drucken Sie dieses aus und unterschreiben es – legen Sie es dann Ihrem zuständigen Hauptzollamt zur Bearbeitung vor.

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