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Energiekosten senken: Machen Sie jetzt den Anfang

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Einsparkonzepte

Von Günter Stein,

Ohne Energie geht gar nichts. Deshalb ist die Versorgung Ihres Unternehmens mit der notwendigen Energie eine Kernaufgabe. Diese Herausforderung erfordert jedoch eine enorme Fachkompetenz, wenn sie effizient durchgeführt werden soll. Die Praxis zeigt, dass es bei Preissteigerungen immer wieder zu vereinzelten isolierten Einsparmaßnahmen kommt, die dann bei Preisrückgängen wieder im Sande verlaufen.

Eins ist sicher: Die Energiepreise werden weiter steigen

Als Betriebsleiter wissen Sie ganz genau: Wenn das Angebot zurückgeht, steigen die Preise. Preisschwankungen und sogar drastische Preissenkungen wie in den letzten Monaten beim Heizöl sind nur kurzfristige Erscheinungen. Selbst wenn hier und da noch größere Vorkommen an fossilen Brennstoffen gefunden werden – auch diese sind begrenzt.

Aber es geht nicht darum, Horrorszenarien zu entwerfen, die unsere Kreativität blockieren. Es ist eine neue Herausforderung und mit den richtigen Werkzeugen ist sie auch zu meistern. Das effizienteste Werkzeug für Ihren Betrieb ist konsequentes Energiemanagement. Es teilt sich in die folgenden Aufgabenbereiche auf:

1. Schritt Energiekosten senken: Schlüsseln Sie den Energieumsatz auf

Zunächst benötigen Sie eine Aufstellung aller Energieformen, mit denen Ihr Betrieb versorgt wird. Das können im Einzelnen sein:

  • Strom
  • Erdgas
  • Flüssiggas
  • Heizöl
  • Diesel
  • Benzin
  • Fernwärme

Für diese Energieträger ermitteln Sie nun die gesamten Verbrauchswerte. Das sollte kein Problem sein, denn diese Zahlen hat Ihre Buchhaltung. In der Regel gibt es unterschiedliche Lieferanten, für die dann wiederum einzelne Kreditorenkonten bestehen.

Interessant für Sie sind sowohl die Verbrauchswerte als auch die entstandenen Kosten. Betrachten Sie nur die Verbrauchswerte, können Sie zwar erkennen, ob eine Einsparmaßnahme Wirkung zeigt, nicht aber, ob sie sich auch gelohnt hat. Schauen Sie nur auf die Kosten, wissen Sie nicht, ob der gestiegene Preis oder der gestiegene Verbrauch die Mehrkosten produziert hat.

Unterscheiden Sie bei Energiekosten zwischen verbrauchsabhängigen und fixen Kosten.

Beispiel: Sie haben im Jahr 2008 300.000 l Heizöl verbraucht. Für den Energieträger Heizöl ergeben sich somit 168.000 € als verbrauchsabhängige Kosten bei einem Literpreis von 0,56 Cent/l. Hinzu kommen Abschreibungen, Wartungs- und Reparaturkosten für die Tankanlage.

Die Erfassung der fixen Kosten gestaltet sich oft kompliziert, da sie nicht immer sofort ersichtlich sind. Hier hilft die Fragestellung: Lassen sich diese Kosten mit einer anderen energetischen Lösung umgehen oder reduzieren?

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Beispiel: Sie haben 5.000 € für die Instandsetzung der Hallenheizung bezahlt. Die Wärmetauscher in der Produktionshalle mussten komplett gereinigt werden. Das System wird mit Öl betrieben. Eine Umstellung auf Hell-/Dunkelstrahler im Gasbetrieb würde die Wärmetauscher vollkommen überflüssig machen. In diesem Fall sind die Kosten auf die Energieform zurückzuführen und müssen berücksichtigt werden.

2. Schritt Energiekosten senken: Verfeinern Sie die Verbraucherstruktur

Mit dem Ergebnis aus dem ersten Schritt können Sie schon eine Vielzahl Fragen beantworten:

  • Für welche Energieform geben Sie das meiste Geld aus?
  • Welche Energieform hat besonders hohe verbrauchsunabhängige Kostenanteile (hier lohnt vielleicht ein Umstieg, Einsparmaßnahmen bringen weniger)?
  • Wie war die Preisentwicklung in den einzelnen Bereichen?
  • Wie hat sich der Verbrauch pro Energieform entwickelt?

Gehen Sie nun weiter ins Detail und schlüsseln Sie die Verbrauchsketten weiter auf. Die konkrete Messung aller einzelnen Verbraucher wäre zwar besonders aufschlussreich, scheitert aber in der Regel an 2 Problemen:

  1. Es fallen Unmengen von Daten an, die ausgewertet werden müssen.
  2. Der Aufwand und die Kosten sind enorm und das Verhältnis zur möglichen Einsparung zunächst nicht absehbar.

3. Schritt Energiekosten senken: Ermitteln Sie die optimale Strategie für Ihren Betrieb

Nun haben Sie ein optimales Fundament, das Sie für die Entwicklung von wirkungsvollen Strategien nutzen können. Dazu fügen Sie in der Dokumentation Ihres Energiemanagements die folgenden Kriterien und Informationen hinzu:

  • Geschätztes Einsparpotenzial
  • Geplanter Austausch
  • Maßnahmen
  • Alternativen

Um das Einsparpotenzial zu schätzen, können Sie sich z. B. mit verbundenen Unternehmen (Lieferanten, Kooperationspartner, Kunden) vergleichen. Eine Erstberatung ist auch über diverse Stellen teilweise kostenlos möglich (siehe Kasten „Mein ,Betriebsleitung konkretAngebot für Sie“).

Besonders interessant sind die Anlagen, bei denen Sie eh einen Austausch planen. Dadurch verringert sich der Investitionskostenanteil.

Unter Maßnahmen und Alternativen sollten Sie zunächst alle Möglichkeiten sammeln, die zum gewünschten Ergebnis führen können. Es ist leichter für Sie, aus einem bestehenden Katalog auszuwählen und diese dann mit einem Experten zu besprechen. Externe Berater schießen sich gern auf ihre speziellen Methoden ein, die aber auch nicht immer die optimale Lösung bieten. Allgemein lässt sich der Energieumsatz nur durch 3 (eng verwandte) Maßnahmen reduzieren:

1. Erhöhung der Energieeffizienz

Durch organisatorische und/oder technische Maßnahmen erhöhen Sie den Wirkungsgrad.

Beispiel: Sie stellen Ihre kompletten konventionellen Antriebe auf Regelungen mit Frequenzumrichter um.

2. Reduzierung der Nutzungsdauer

Sie betreiben bestimmte Maschinen und Anlage wirklich nur, wenn sie tatsächlich benötigt werden, oder verzichten auf bestimmte Geräte ganz.

3. Reduzierung der Leistung

Nicht immer wird die volle Leistung für einen bestimmten Prozess oder Zustand benötigt.

Vorsicht: Eine Reduzierung der Leistung führt nicht immer zur Einsparung, denn sie kann auch eine Verschlechterung des Wirkungsgrades zur Folge haben.

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