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Die Ausfallzeiten von Maschinen und Anlagen gehören zu den wichtigsten Kenngrößen Ihrer Instandhaltung. Besonders aussagekräftig sind nicht nur die...

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Beweisen Sie jetzt auf den Euro genau, welche Kosten durch Instandhaltungsmängel entstehen

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Instandhaltung Mängel

Von Günter Stein,

Die Instandhaltung wird in den meisten Unternehmen als reiner Kostenfaktor betrachtet. Dieses Schicksal teilen Sie mit allen Abteilungen, deren Tätigkeiten nicht zu den wertschöpfenden Prozessen zählen.

Wenn Sie nun eine neue Strategie planen, in Messgeräte investieren wollen oder einen neuen Mitarbeiter benötigen, wird es häufig schwer, die Notwendigkeit betriebswirtschaftlich nachzuweisen.

In der Instandhaltung wird häufig nur qualitativ argumentiert

„Mit dem neuen Schwingungsmessgerät können wir drohende Ausfälle schon im Vorfeld erkennen und vermeiden“. Aber wie sicher ist diese Annahme, wie teuer sind die Ausfälle und wie hoch ist im Verhältnis dazu die Investition? Um ein funktionierendes Bewertungssystem für Instandhaltungsmaßnahmen zu entwickeln, müssen Sie Folgendes beachten:

  1. Versuchen Sie nicht, mit hypothetischen Annahmen zukünftige Ereignisse zu bewerten. Das ist enorm aufwendig und endet in reiner Spekulation.
  2. Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass Sie Ihr System nicht in einem Schritt realisieren können. Berücksichtigen Sie zunächst nur die Faktoren, die greifbar sind, und optimieren Sie Ihre Methode im Laufe der Zeit.

 

Nutzen Sie Reparaturen als Basis für Ihre Analyse der Instandhaltung

Die Folgen einer Reparatur können Sie am einfachsten greifen, da Sie eine reale Situation vor sich haben. Beantworten Sie bei jeder Störung die folgenden Fragen:

1. Welche Anlagen / Maschinen waren vom Ausfall direkt betroffen?

Listen Sie alle Systeme auf, die entweder ganz ausgefallen sind oder deren Qualität durch den Fehler beeinträchtigt war.

2. Sind auch fehlerfreie Folgeanlagen betroffen?

Wenn ein System innerhalb einer Produktionslinie ausfällt, kann es zum Ausfall der gesamten Produktionslinie kommen, wenn die Pufferlager nicht groß genug sind.

3. Werden Nacharbeiten an den schon gefertigten Produkten erforderlich?

Beim Erkennen einer Störung kann es möglich sein, dass der Fehler schon vorher zu Qualitätseinbußen geführt hat. Dies muss durch Prüfungen ausgeschlossen werden. Im schlimmsten Fall müssen Halbzeuge nachgearbeitet oder gar entsorgt werden.

1. Kostenanteil: Absoluter und relativer Produktionsausfall

Mit den Antworten auf diese Fragen ermitteln Sie die Ausfallkosten, die durch den Fehler hervorgerufen werden. Dazu benötigen Sie Angaben vom Controlling oder der Kalkulationsabteilung, wie hoch eine Produktionsstunde für eine bestimmte Maschine oder Anlage veranschlagt wird.

Hinweis: Relativieren Sie diese Größe mit der Produktionsauslastung. Bei 100 % Auslastung gilt: tatsächlicher Produktionsausfall = absoluter Produktionsausfall. Arbeiten Sie mit einer Auslastung von 80 %, und ist es Ihnen möglich, den Rückstand ohne Terminverzug später nachzuholen, dann gilt: Produktionsausfall = 0.

2. Kostenanteil: Absolute und relative Instandsetzungskosten

Erfassen Sie alle Kosten, die Sie für die Reparatur aufbringen mussten (absolute Instandsetzungskosten IKabs):

  • Ersatzteile
  • Hilfsstoffe
  • Abschreibungen für Messgeräte
  • Hilfsenergie
  • Personal

Wählen Sie nun einen Faktor zwischen 0 und 100 %, um den sich der Wert bei einem frühzeitigen Erkennen gemindert hätte (relative Instandsetzungskosten IKrel).

Beispiel: Der Keilriemen einer Stanzanlage ist gerissen und der Stempel ungebremst auf den Sattel geschlagen. Dieser wurde dadurch verformt und muss ausgetauscht werden.

Den Mehraufwand, der dadurch entstanden ist, dass der Fehler nicht entdeckt wurde, ermitteln Sie aus: IKabs – IKrel

3. Kostenanteil: Nebenaufwand

Im letzten Teil fassen Sie nun alle Kosten zusammen, die zusätzlich entstanden sind. Dies kann z. B. die Reinigung nach einem Ölaustritt sein. Auch Ordnungsund Vertragsstrafen fallen in diese Rubrik.

Aus allen drei Kostenanteilen können Sie nun sehr realistische Werte ermitteln, die ein unentdeckter Fehler hervorruft. So lässt sich die Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen stichhaltig begründen.

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