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Gebäudetechnik: Schluss mit den Insellösungen mit Hilfe einer Gebäudesystemtechnik

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Gebäudetechnik

Von Günter Stein,

Genau wie in der Produktion, dem Fuhrpark und allen betriebstechnischen Nebenbereichen gilt auch für die Gebäudeinstandhaltung das Prinzip der vorbeugenden Instandhaltung als das effizienteste Konzept.

 

Um Schäden zu vermeiden, brauchen Sie als Leiter der Instandhaltung:

  • den Überblick über den Zustand aller Komponenten und
  • den nötigen Einfluss auf mögliche Schädigungsfaktoren.

Nutzen Sie am besten eine Gebäudetechnik mit einem möglichst hohen Grad an Eigenintelligenz.

 

Was genau bedeutet Gebäudetechnik?

Zur Gebäudetechnik gehören alle Systeme der technischen Infrastruktur, die nicht spezifisch dem Betriebszweck zugeordnet werden können. Diese sind:

  • Heizung,
  • Elektroversorgung,
  • Beleuchtung,
  • Klima,
  • Lüftung,
  • Druckluft,
  • Torsysteme,
  • Be- und Entwässerung,
  • Aufzuganlagen

Wenn Sie eine leere Gebäudehülle mit der notwendigen Gebäudetechnik ausstatten, können Sie diese Anlage für die unterschiedlichsten Betriebszwecke nutzen. Die Gebäudetechnik umfasst somit die „betriebsneutralen“ Anlagen und Ausstattungen.

Aus Insellösungen wird die Gebäudesystemtechnik

Die oben genannten Gewerke werden im Allgemeinen von den unterschiedlichsten Büros und Unternehmen geplant, installiert und gewartet. Dadurch entsteht eine sehr hohe Redundanz und die Kommunikation der einzelnen Systeme ist nur schwer möglich.

Beispiel: Wenn Sie Räumlichkeiten nur bei Anwesenheit beheizen und beleuchten wollten, brauchen Sie bei konventionellen Systemen 2 unterschiedliche Ansätze. Personen müssen über einen Sensor erfasst werden. Eine separate Steuerung schaltet das Licht, ein vollkommen anderes System regelt die Heizung. Bei der Gebäudesystemtechnik würde das folgendermaßen aussehen: Auch hier erfasst ein Sensor die Anwesenheit von Personen, aber über ein und dieselbe Leitungsstruktur wird z. B. der Befehl „Gerät A, B und C einschalten“ ausgegeben. Worum es sich bei den Geräten handelt, ist für das Steuerungssystem nicht relevant. Die Gebäudesystemtechnik ist also sowohl für die Beleuchtung wie auch für die Heizung zuständig.

Die entscheidenden Vorteile der Gebäudesystemtechnik

Für jeden Bereich und jede Abteilung hat die intelligente Gebäude-systemtechnik Vor- und Nachteile. Die 3 wichtigsten Unterschiede zu konventionellen Lösungen:

1. Vorteil der Gebäudesystemtechnik: Weniger Leitungen, weniger Kontaktstellen

Bei der herkömmlichen Installationstechnik wird der Energiefluss im Aktor geschaltet.

Beispiel: Der Strom fließt von der Unterverteilung über eine Verteilerdose zum Schalter, über die geschlossenen Schaltkontakte wieder zur Verteilerdose, dann zum Verbraucher und vom Verbraucher zurück über die Verteilerdose in die Unterverteilung.

In der Gebäudesystemtechnik werden Steuer- und Lastsignale getrennt. Daher verkürzt sich der Energiefluss und Sie können die Anzahl der Leitungen verringern. Sie haben nur noch eine Steuerleitung, an die alle Aktoren und Sensoren angeschlossen werden. Das System lässt sich bei Bedarf beliebig erweitern und verändern.

2. Vorteil der Gebäudesystemtechnik: Sie nutzen den Vorteil von Rückkopplungen

Wenn Sie in einem herkömmlichen Schaltungsaufbau Rückkopplungen von den zu schaltenden Komponenten auswerten wollen, sind zusätzliche Leitungen erforderlich. Bei einer einfachen Ausschaltung an einem Lüfter können Sie nicht sicher sein, ob der Lüfter wirklich läuft, geschweige denn, wie schnell er läuft und welche Temperatur er erreicht.

Diese Informationen können Sie mit einer intelligenten Gebäudesystemtechnik nutzen, denn über dieselbe Leitung wie der Ein-/Ausschaltbefehl lassen sich auch beliebige Datensignale übertragen.

3. Vorteil der Gebäudesystemtechnik: Einsparung und vorbeugende Instandhaltung

Sicherlich einer der Hauptgründe für den Einsatz von Gebäudesystemtechnik ist die Möglichkeit zur Energieeinsparung. Wo Energie verbraucht wird, entsteht auch immer eine Abnutzung. Wenn Sie in der Lage sind, die Verbraucher in einem optimalen Wirkungsbereich zu betreiben und längere Ausschaltphasen zu nutzen, erhöht sich die Lebensdauer oft um ein Vielfaches.

Der prinzipielle Aufbau einer Gebäudesystemtechnik

Alle Verbraucher werden mit der notwendigen elektrischen Energie versorgt. Die Leitungsführung ist dabei unabhängig vom funktionalen Aufbau. Vorausgesetzt, die Absicherungen erlauben dies, können Sie die Versorgung von jedem beliebigen Punkt heranziehen.

Die Steuerung übernimmt ein einziger Steuerbus. Je nach System handelt es sich dabei um eine 2- oder 4-adrige Leitung, mit der alle Aktoren (z. B. Relais) und Sensoren (z. B. Temperatur- und Helligkeitsfühler) verbunden werden. Im einfachsten Fall genügt eine einzige Leitung, an die alle Komponenten parallel angeschlossen werden. Die Schalt- und Regelbefehle und auch die zu übertragenden Daten werden dann in Form von Protokollen gesendet. Welche Funktion dabei jeweils ausgeführt wird, können Sie programmieren.

Beispiel: Sie wollen eine einfache Ausschaltung realisieren. Der Schalter A1 schaltet die Lampe L1. Der Befehl würde dann die folgenden Informationen enthalten: Absender, Funktion und Empfänger.

A1 ON L1 (einschalten)

A1 OFF L1 (ausschalten)

Für dieses einfache Beispiel scheint der Aufwand sehr hoch. Aber was tun Sie in der herkömmlichen Schaltungstechnik, wenn Sie anstelle eines Schalters nun einen Dimmer benötigen oder gar eine andere Lampe mit ein- und ausschalten wollen? Sie müssten neue Komponenten installieren oder die Leitungsführung ändern. Beim Einsatz der Gebäudesystemtechnik erledigt hingegen eine einfache Änderung des Steuerbefehls diese Aufgabe:

A1 DIM_UP L1 (Aufdimmen der Lampe)

A1 ON L1,L2 (Einschalten der Lampen L1 und L2)

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