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Instandhaltung: Prüfbelastungen bei Kranprüfungen sind unverzichtbar

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Instandhaltung Kranprüfungen

Von Günter Stein,

Für die ordnungsgemäße Durchführung von Kranprüfungen sind die Betreiber verantwortlich. Die Prüfung eines Kranes mit Prüflasten ist eine wichtige Teilaufgabe im Rahmen der Gesamtprüfung.

 

Denn nicht alle Aspekte der Sicherheit des Kranes können durch Besichtigung ausreichend geprüft werden. Deshalb werden Prüflasten benötigt. Durch Nutzung von Prüflasten kann und soll u.a. festgestellt werden, dass der Kran/die Krankonstruktion ausreichende Steifigkeit und ausreichende Stabilität und Standsicherheit besitzt. Ebenfalls kann das dynamische Verhalten eines Kranes beurteilt werden, etwa die Wirksamkeit der Bremsen und das Maß der Nachlaufwege, ebenfalls auftretende Schwingungen, die Wirksamkeit der Überlastsicherungen und Begrenzungen. Zudem lassen sich ungewollte Kranbewegungen durch nicht ordnungsgemäße Kranmontage oder mangelnde Dimensionierung feststellen.

 

Prüflasten müssen frei bewegliche Lasten sein

Um die Prüfaufgaben erfüllen zu können, müssen Prüflasten frei bewegliche Lasten sein. Keinesfalls genügt es, eine Last nur teilweise anzuheben oder gegen einen Festpunkt/Anschlag zu ziehen. Weil die Prüflasten bewegt werden müssen, sollten sie möglichst kompakt ohne große horizontale Ausdehnung sein. Sonst besteht die Gefahr des Anstoßens und damit von Beschädigungen.

Wie ist eine Kranprüfung nun auszuführen?

Bei neu errichteten Hallen ist es empfehlenswert, die Krane sofort zu installieren und vor der Halleneinrichtung mit Maschinen und Anlagen die Krane prüfen zu lassen, da die Prüfung mit Prüflasten dann problemlos erfolgen kann. Dies hat für den Unternehmer den Zusatzvorteil, dass die Prüfung ohne Störung der Produktion durchführbar ist und diese geprüften Krane dann gleich auch zur Einrichtung der Halle nutzbar sind. Die Durchführung der Prüfung erstreckt sich auf

  • Funktionsprüfungen ohne Prüflast
  • Statische Prüfungen, die möglichst bodennah auszuführen sind. Die Mindestprüfzeit in jeder kritischen Stellung beträgt 10 Minuten.
  • Dynamische Prüfungen für den gesamten Bewegungsablauf entsprechend der vorgesehenen und bestimmungsgemäßen Verwendung auch mit kombinierten Bewegungen.
  • Prüfung einer Rutschkupplung mit besonderer Prüflast (nur bei wiederkehrenden Prüfungen, sofern kein Rutschkraftprüfgerät verfügbar ist).

Die Ergebnisse der Prüfung sind zu dokumentieren. Dazu gehört auch, das Gewicht der verwendeten Prüflasten zu dokumentieren. Stehen bei einer Kranprüfung vor der ersten Inbetriebnahme oder bei wiederkehrenden Prüfungen keine Prüflasten zur Verfügung, so ist die Prüfung noch nicht abgeschlossen! Eine Prüfplakette darf in einem solchen Fall nicht am Kran angebracht werden.

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