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Lastwechsel – so verhindern Sie in der Instandhaltung diese große Gefahr für Ihre Antriebe

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Instandhaltung Antriebe

Von Günter Stein,

Bei jedem Antrieb entsteht ein Drehmoment zwischen dem Motor und dem angetriebenen System. Je nach Größe des Drehmoments können erhebliche Belastungen an den Lagerungen, der Welle, dem Getriebe und weiteren beteiligten Bauteilen entstehen.

Während der reguläre Betrieb eine gleichmäßige und verhältnismäßig geringe Belastung darstellt, sind Lastwechsel für einen Antrieb eine wahre Herausforderung. Ein Lastwechsel kann sowohl antriebs- als auch lastseitig entstehen.

Lastwechsel kann sowohl antriebsseitig als auch lastseitig entstehen

Beispiel:

Lastseitig: Der Generatorstrom wird durch gleichzeitiges Zuschalten mehrerer großer Verbraucher extrem erhöht. Diese Schaltspitze führt zu einem regelrechten Schlag in der Antriebseinheit. Antriebsseitig: Das Regelprogramm einer Antriebseinheit erhöht prozessbedingt die Drehzahl des Antriebsmotors.

Einen besonders extremen Lastwechsel stellt das plötzliche Anfahren oder Abbremsen dar.

Vermeiden Sie bei der Instandhaltung Lastwechsel im Prozess

Analysieren Sie die Fertigungsprozesse und ermitteln Sie die jeweiligen Belastungsstufen des Antriebs. Lassen sich Stufen mit ähnlicher Belastung zusammenfassen? Die Produktionsprozessplanung berücksichtigt in der Regel solche Phänomene nicht, und es kommt immer wieder vor, dass sich in einem Prozess Bearbeitungsschritte mit unterschiedlichsten Laststufen abwechseln.

Beispiel: Ein schweres Maschinenteil wird beim Abdrehen gebremst, gemessen und für den weiteren Abdrehprozess wieder auf Drehzahl gebracht. Hier kann ein messtechnisches Verfahren, das die Messung während des Abdrehens durchführt, den Lastwechsel verhindern.

Nutzen Sie technische Einrichtungen, um Lastwechsel zu reduzieren

Eine besonders effiziente Methode, um die Auswirkung von Lastwechseln zu reduzieren, sind Sanftanläufe. Die Soll-Drehzahl wird nicht stoßartig erhöht, sondern langsam. Eine besonders einfache Methode ist die Verwendung von Hardyscheiben zwischen Antrieb und angetriebenem System. Auch ölgefüllte Wandler reduzieren die stoßartigen Drehmomente beim Ein- und Ausschalten. Am wirkungsvollsten sind intelligente Regelanlagen, in denen das Lastprofil des Prozesses hinterlegt ist. So weiß die Regelung, ob in kurzer Zeit mit einem hohen Drehmoment zu rechnen ist, und schaltet den Antrieb erst gar nicht aus, selbst wenn er kurzfristig nicht benötigt wird. Wenn es Ihnen möglich ist, können Sie auch die Prozesse selbst glätten. Damit sparen Sie auch noch Energie.

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