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Mehr Power und weniger Verbrauch: Instandhaltung durch gepulste Druckluftsysteme

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Instandhaltung Druckluft

Von Günter Stein,

Frage: Wir reinigen Maschinenteile mit Druckluftpistolen. Unser Industrievertreter hat uns geraten, auf gepulste Systeme umzusteigen. Wie unterscheiden sich solche Pistolen von herkömmlichen, und welche Vorteile bringen sie?

Beim Verbrauch ist ein Vorteil noch einigermaßen nachvollziehbar, aber geht dieser Vorteil nicht durch eine geringere Reinigungswirkung wieder verloren?

Geringerer Verbrauch durch gepulste Druckluftsysteme in der Instandhaltung

Der Chefredakteur von "Instandhaltung in der Praxis“ , Werner Böcker, meint hierzu: Wie Sie richtig schreiben, ist der Verbrauch bei gepulsten Druckluftpistolen wesentlich geringer. Bei einer Pulsrate von 50 % liegt der Druckluftverbrauch bei gleichem Druck tatsächlich bei der Hälfte. Was aber noch viel entscheidender und ausschlaggebend für die Entwicklung dieser Technologie war, ist das Reinigungsverhalten.

Höhere Wirksamkeit beim Reinigen von gepulsten Druckluftsystemen

Im Moment des Einschaltens ist der Druck wesentlich höher als im Dauerbetrieb. Denn bei großer Luftmenge kommt es zu einem enormen Druckabfall. Sie blasen also nur noch mit halber Kraft. Hinzu kommt, dass sich um die Schmutzpartikel herum Wirbel bilden. Diese Wirbel bremsen den auftreffenden Luftstrom ebenfalls ab. Dieser Effekt tritt bei gepulsten Druckluftsystemen durch das permanente Ein- und Ausschalten kaum auf. Ein 3. Faktor ist die auftreffende Druckfront. Das können Sie sich an einer Welle bildhaft vorstellen. Wenn Sie von der Wellenfront erfasst werden, kommt es zu einem heftigen Schlag. Der dann folgende gleichmäßige Wasserschwall hat bei weitem nicht mehr diese Kraft. Gepulste Druckluftsysteme vereinigen also 2 Vorteile in einem: Einsparung und höhere Wirksamkeit. Es gibt allerdings einen Punkt, den Sie berücksichtigen müssen:

Höhere Beanspruchung der Leitungen durch gepulste Druckluftsysteme

Das Pulsen hat eine Rückwirkung auf das gesamte Druckluftsystem. Durch das permanente Ein- und Ausschalten entstehen auch im Puffer Druckluftschwingungen, die eine höhere Belastung an den Leitungen oder im Speicher nach sich ziehen können. Außerdem ist eine Auswirkung auf andere Luftdruckverbraucher (Farbspritzsysteme oder Prozessanlagen) nicht auszuschließen. Diese Wirkungen sollten im Vorfeld abgeklärt werden. Schon aus diesem Grund ist eine Aufteilung des Druckluftsystems von einem großen, zentralen Kompressor auf mehrere kleine Anlagen sinnvoll.

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