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Mit der Stichprobeninventur sparen Sie bis zu 90 % Aufwand

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Urheber: savoieleysse | Fotolia

Von Uwe E. Wirth,

In vielen Unternehmen wird jetzt die Inventur vorbereitet. Das ist oft mit erheblichem Aufwand - und hohen Kosten verbunden.

Es mag zunächst paradox klingen - aber auch bei der Stichprobeninventur werden Waren komplett gezählt. Das hat folgenden Hintergrund: In jedem Unternehmen ist es so, dass ein zahlenmäßig recht geringer Anteil von Waren einen relativ hohen Wert des Warengesamtwerts ausmacht. Kleinteile, die die Produktion in großer Stückzahl benötigt, wie beispielsweise Schrauben, haben auch in großen Mengen nur einen geringen Wert. Komplexe Maschinenbauteile oder Komponenten, die in der Regel zugeliefert werden, kommen in den meisten Lagern nur in vergleichsweise geringen Stückzahlen vor, haben aber einen oft recht hohen Einzelwert.

Tipp: Generell lässt sich bei vielen Unternehmen sagen, dass im Durchschnitt 3 bis 4 % der Gesamtpositionen im Lager bereits 50 % des Gesamtwerts des kompletten Lagers repräsentieren. Und genau diesen Unstand macht sich eine geschickte Inventur zunutze: Die wertvollen Lagerteile werden komplett gezählt - schließlich gibt es davon nicht allzu viele, der Zählaufwand hält sich also in Grenzen -, und bei den Massenteilen werden die Bestände mittels Stichprobenverfahren bestimmt.

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Denn oft ist es so, dass beispielsweise diese Klein- und Massenteile etwa 40 % der gesamten Lagermenge, jedoch nur rund 1 bis 2 % des Gesamtwerts der Waren ausmachen. Mit diesem Trick erreichen Sie also recht elegant und schnell die geforderte Inventurgenauigkeit von 99 %.

Die verschiedenen Modelle der Stichprobeninventur
Übrigens muss eine Inventur - auch eine Stichprobeninventur - nicht immer zwingend zu einem festgelegten Stichtag durchgeführt werden. Hier gibt es Alternativen:

  • Die Stichtagsinventur. Bei dieser Inventurart wird der Warenbestand zu einem festgelegten Termin erfasst. Auch hier müssen Sie aber nach den oben genannten Erkenntnissen nicht alle Waren einzeln körperlich und wertmäßig aufnehmen, sondern Sie können sich bei vielen geringerwertigen Positionen auf Stichproben beschränken.
  • Die Permanentinventur. Hier werden - insbesondere bei hoch automatisierten Logistikanlagen - die Bestände permanent und automatisch erfasst. Um den Regeln der anerkannten Inventur zu entsprechen, muss aber durch stichprobenartige Warenentnahme mit Zählung genau festgestellt werden, ob die im System verzeichnete Warenmenge in der Stichprobe enthalten ist. Wird also beispielsweise eine Verpackungseinheit mit Kleinteilen wie Schrauben entnommen und gezählt, muss festgestellt werden, ob die angegebene und im System verzeichnete Menge auch wirklich vorhanden ist.

Achtung: Gibt es hierbei Abweichungen, müssen immer weitere Stichproben herangezogen werden und die Werte der Einzelzählungen gemittelt werden.

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