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Referenzvergleich: Optimieren Sie Ihre Anlagen mit diesen 3 Schritten

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Anlagen in Betrieben
Urheber: industrieblick | Fotolia

Von Werner Böckler,

In den meisten Betrieben gibt es technische Systeme, die mehrfach vorhanden sind. Motoren, Pumpen, Beleuchtungsanlagen und technische Gebäudeinstallationen gehören z. B. in diese Kategorie. Solche Gruppen gleichartiger Systeme bieten Ihnen eine große Chance, das Verhalten unter unterschiedlichen Bedingungen zu analysieren.

Gleichartige oder sogar identische Produkte sollten sich eigentlich auch identisch verhalten. Tun sie das nicht, kann das nur 2 mögliche Gründe haben:

  1. Mindestens eines der Systeme ist defekt, oder

  2. die Einsatzbedingungen wirken sich unterschiedlich auf die Systeme aus.

Durch Vorgabe einer bestimmten Eingangsgröße wird eine gewünschte Ausgangsgröße hervorgerufen. Störeinflüsse führen zu einer Differenz zwischen der gewünschten Soll- und der tatsächlichen Ist-Ausgangsgröße. Die Beziehung zwischen Ein- und Ausgang wird als Systemfunktion bezeichnet.

Nutzen Sie den Vorteil identischer Systeme

Wie wir später sehen werden, bieten identische Systeme bei der Schwachstellenanalyse und der späteren Optimierung enorme Vorteile. Daher sollten Sie, wo immer es möglich ist, identische oder sehr ähnliche Systeme einsetzen. Neben der strategischen Nutzung als Referenzsysteme bietet das viele weitere Vorteile, z. B.:

  • Sie benötigen weniger Werkzeuge und Messsysteme.
  • Die Abläufe bei Reparaturen, Wartungen und Inspektionen sind gleich, und Ihre Mitarbeiter müssen sich nicht umstellen.
  • Das Ersatzteillager wird reduziert.

1. Schritt: Legen Sie die Einflussgrößen fest

Ob sich bei einer bestimmten Eingangsgröße der gewünschte Ausgangwert einstellt, hängt maßgeblich von den äußeren Einflussgrößen (Störfaktoren) ab. Deshalb müssen Sie für jedes zu betrachtende System diese Kriterien festlegen (z. B. Temperatur, Luftdruck, Feuchte, Vibrationen).

Ideal ist es, wenn Sie alle ermittelten Einflussgrößen auch tatsächlich messtechnisch erfassen können. Wo das nicht möglich ist, sollten Sie aber auf jeden Fall dokumentieren, dass es den Einfluss gibt und wie er sich Ihrer Meinung nach auswirken könnte.

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2. Schritt: Dokumentieren Sie die Eingangs- und Ausgangsgrößen

Nicht nur die äußeren Einflussgrößen, sondern auch die Art der Eingangsgröße können den Zustand eines Systems verändern.

Beispiel – konstante Belastungen verringern die Abnutzung: Ein Motor, der ständig mit einer konstanten Eingangsgröße eine ebenfalls konstante Ausgangsgröße erzeugt, wird nicht so stark belastet wie ein Motor, der unter Wechsellast betrieben wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, diese Werte kontinuierlich zu erfassen. Das ist in der Regel nicht schwierig, denn die Eingangsgröße geben Sie ohnehin vor, und auch die Ausgangsgröße wird sich direkt oder indirekt darstellen lassen.

3. Schritt: Vergleichen Sie die Systeme und ermitteln Sie ein Referenzsystem

Bei allen Reparaturen, Wartungen und Inspektionen sollten Sie den Zustand der identischen Systeme vergleichen. Das Objekt mit den besten Zustandswerten wird Ihr Referenzsystem. Sie können jetzt untersuchen:

  • Welche Faktoren unterscheiden sich von den anderen Systemen?
  • Wie können Sie die Faktoren so angleichen, dass sie denen des Referenzsystems ähneln?
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