Gratis-Download

Die Ausfallzeiten von Maschinen und Anlagen gehören zu den wichtigsten Kenngrößen Ihrer Instandhaltung. Besonders aussagekräftig sind nicht nur die...

Jetzt downloaden

So erhöhen Sie die Zuverlässigkeitskiller Ihrer Maschinen

0 Beurteilungen
Maschinen
Urheber: industrieblick | Fotolia

Von Werner Böckler,

Die Zuverlässigkeit eines technischen Systems hängt von einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren ab. Die gute Nachricht: Die meisten davon können Sie beeinflussen. Um dies gezielt tun zu können, müssen Sie jedoch alle Einflusskriterien, aber auch die Maßnahmen kennen, mit denen Sie sie verändern können.

Warum reißt ein Keilriemen bei einer bestimmten Maschine in kurzen Abständen und hält bei einer anderen 3-mal so lange? Liegt es am Keilriemen? Natürlich gibt es auch bei hochwertigen Bauteilen Qualitätsunterschiede, doch merklich auswirken sollten sich diese nicht. In der Regel liegen solch gravierende Unterschiede in den verschiedenen Einsatzbedingungen begründet. Einflüsse, die sich negativ auf den Betrieb eines Systems auswirken, werden als Stressfaktoren bezeichnet.

Stressfaktor 1: Lastspitzen

Von jedem mechanischen oder elektrotechnischen System wird eine bestimmte Leistung gefordert. Je höher die Leistung, desto stärker ist auch die Beanspruchung. Bei der Mechanik resultiert dies in hohen Kräften, die wiederum enorme Energien freisetzen, bei der Elektrotechnik sind thermische und magnetische Phänomene eine Folge hoher Leistungen.

Doch eine gleichbleibende Belastung ist nicht die kritischste Situation – viel negativer wirken sich sogenannte Laständerungen aus. Um von einem Leistungsniveau auf ein anderes zu wechseln, muss der Leistungsunterschied in kurzer Zeit ausgeglichen werden. Die dazu benötigte oder dabei frei werdende Energie muss in diesen sehr kurzen Zeiträumen zu- bzw. abgeführt werden. Daraus resultieren sehr hohe Kräfte (Beschleunigung) und Temperaturen (Bremsen).

Gegenmaßnahmen: Analysieren Sie alle Prozesse, und versuchen Sie, erforderliche Lastwechsel möglichst stark zu glätten. Verlängern Sie dazu Brems- und Anfahrvorgänge, soweit es eben geht. Nutzen Sie ausschließlich Motorregler mit sogenanntem Sanftanlauf. Auch beim Bremsen sollte der Vorgang nie ruckartig eingeleitet werden.

Stressfaktor 2: Hitze und Kälte

Bei hohen oder sehr niedrigen Temperaturen verändern sich Materialeigenschaften wie Geometrien, Viskositäten und sogar Aggregatzustände. Wird der empfohlene Bereich für die Betriebstemperatur über- oder unterschritten, kann sich das System unvorhersehbar verhalten. Flüssigkeiten können verdampfen oder gefrieren, und die damit verbundene Funktionalität kann komplett ausfallen.

Gegenmaßnahmen: Dokumentieren Sie für jedes System den angegebenen empfohlenen Temperaturbereich, und messen Sie die Temperatur kontinuierlich. Versuchen Sie, möglichst die Mitte des empfohlenen Bereichs einzuhalten. Achten Sie auf ausreichende Luftzirkulation und Füllstände von Kühlmitteln. Lüfter, Lüftungsgitter und Filter sind regelmäßig zu säubern und zu prüfen und dürfen nicht zugestellt oder abgedeckt werden.

Anzeige

Stressfaktor 3: Feuchtigkeit

Zu hohe Luftfeuchtigkeit oder eindringende Nässe (z. B. durch Leckagen) können ein System vorzeitig altern lassen (Korrosion) oder einen Ausfall hervorrufen (Kurzschlüsse). Sie kann aber auch eine Veränderung der konstruktiven Eigenschaften hervorrufen.

Gegenmaßnahmen: Reduzieren Sie durch geeignete Maßnahmen (z. B. Lufttrockner) die Luftfeuchtigkeit, und beseitigen Sie Leckagen unverzüglich. Stressfaktor 4: Stoßimpulse und Vibrationen Werden große Massen ruckartig abgebremst (z. B. Absetzen schwerer Getriebe mit dem Gabelstapler), entstehen sehr hohe Stoßimpulse. Diese können Brüche oder Verformungen zur Folge haben. Aber auch schwache und regelmäßige Impulse (Vibrationen) können zu vorzeitiger Materialermüdung führen. Gegenmaßnahmen: Analysieren Sie Prozesse auf diese Gefährdung, und führen Sie regelmäßig Schwingungsanalysen durch. Installieren Sie Dämpfungssysteme, die Vibrationen und Stöße absorbieren.

Produktions- & Projektmanagement aktuell

Sichern Sie sich die besten Praxistipps zur Planung, Überwachung und ständigen Optimierung Ihrer Produktionsprozesse. Sie erfahren frühzeitig alle für Sie wichtigen technischen Entwicklungen und profitieren von Impulsen zur Ressourcen- und Zeitersparnis.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Qualität steigern - Kosten senken - QM-Bewusstsein schärfen

Mit einfachen Werkzeugen und Methoden zu nachhaltigem Unternehmenserfolg. Leicht verständlich und sofort umsetzbar.

Berufsbegleitender Fernkurs mit 10 Lektionen in nur 7 Monaten

Die neuesten Praxistipps zur Planung, Überwachung und ständigen Optimierung Ihrer Produktionsprozesse

Das praxisnahe und kompetente Nachschlagewerk für Ihren erfolgreichen Einsatz von Excel

Betriebsabläufe optimieren, Störungen reduzieren, vorausschauend planen

Jobs