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Die Ausfallzeiten von Maschinen und Anlagen gehören zu den wichtigsten Kenngrößen Ihrer Instandhaltung. Besonders aussagekräftig sind nicht nur die...

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Strategische Instandhaltung im Kontext „Industrie 4.0“ so wichtig wie nie

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Industrie 4.0
Urheber: Bounlow-pic | Fotolia

Von Werner Böckler,

Die Instandhaltung ist in vielen Betrieben immer noch als reaktive Abteilung organisiert. Sie wird erst dann tätig, wenn Probleme auftauchen. Doch Ausfälle lassen sich nur dann sicher verhindern, wenn Sie schon im Vorfeld mitreden können. Sie wissen schließlich am besten, wo sich die möglichen Schwachstellen befinden. Doch ist das auch in Bezug auf Industrie 4.0 der Fall?

Wenn es um die Möglichkeiten der zunehmenden Digitalisierung in Industriebetrieben geht, hören sich die Beschreibungen sehr vielversprechend an:

  • Ersatzteile kennen ihren eigenen Zustand und melden sich, wenn Grenzwerte erreicht werden.
  • Produkte kontrollieren entlang des Fertigungsprozesses alle Arbeitsschritte und fordern die einzelnen Teile für die Montage selbsttätig an.
  • Prozesse, die Energie freisetzen, signalisieren diesen Überschuss, der dann von anderen Prozessen genutzt werden kann. Das sind nur wenige Beispiele für die vielfältigen Möglichkeiten, die uns Industrie 4.0 verspricht. Doch eine derart intensive Vernetzung kommt ohne Funktechnologien nicht aus. Kämen dafür Leitungen zum Einsatz, würde sich ein Industriebetrieb schnell in ein Spinnennetz verwandeln.

Was passiert, wenn die Netze ausfallen?

Doch in der ersten Euphorie geht die Frage nach der Ausfallsicherheit schnell unter. Wenn alles mit allem kommuniziert, ist in vielfältiger Art und Weise auch alles von allem abhängig. Was passiert in einem solchen Szenario, wenn ein Netz ausfällt? Diese Frage wird in der nächsten Zukunft eine der elementaren Herausforderungen der strategischen Instandhaltung sein.

Industrie 4.0 wird eine intensive Verlagerung der größtenteils mechanischen über die elektronischen hin zu rein informationstechnischen Technologien und Strategien bedeuten.

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Resilienz: Schwierige Situationen ohne bleibende Schäden überstehen

Je komplexer ein System wird, desto schwerer lassen sich mögliche Bedrohungen identifizieren und konkrete Gegenmaßnahmen ergreifen. Das heißt aber nicht, dass wir die daraus resultierenden Risiken tatenlos hinnehmen müssen. Ein Schlagwort, das in diesem Zusammenhang immer häufiger fällt, ist „Resilienz“.

Auf den Menschen bezogen könnte dieser Begriff am einfachsten mit Stressresistenz übersetzt werden. Im technischen Bereich geht es um die Frage: Wie reagiert ein System, wenn es verschiedenen und unterschiedlich starken Belastungsfaktoren ausgesetzt wird?

Resilienz beinhaltet immer Flexibilität

Starre Reaktionen haben den Vorteil, schnell zu sein, sie funktionieren aber nur in wenigen, vorhersehbaren Situationen.

Beispiel – feste Prioritäten ermöglichen schnelle, aber unflexible Reaktionen:

Die Bearbeitung wichtiger Netzwerkaktionen wird häufig über hohe Prioritäten sichergestellt. Kommt es innerhalb eines solchen Prozesses aber zu einer Blockade, wäre das ganze Netz blockiert. Hier helfen nur adaptive Strategien, z. B. das sukzessive Herabsetzen der Priorität.

VDE-Studie: Resiliente Netze mit Funkzugang

Resilienz bezeichnet aber nicht nur die Widerstandsfähigkeit gegen externe und interne Störeinflüsse, sondern auch die Regenerationsfähigkeit und Lernfähigkeit der benötigten sicheren Kommunikationsinfrastruktur. Experten des VDE untersuchen in der Studie „Resiliente Netze mit Funkzugang“ den Bedarf und die Anforderungen exemplarisch für die Bereiche Automotive, Industrie 4.0, eHealth, Logistik 4.0, Luft- und Raumfahrt und Baustelle 4.0, aber auch Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmeversorgung, Kommunikationsnetze für die öffentliche Sicherheit und die Umweltüberwachung. Wir werden die Ergebnisse der Studie für Sie unter die Lupe nehmen und Sie über das Wichtigste informieren.

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