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Labor-Informations- und Managementsystem, LIMS: So bereiten Sie die Einführung richtig vor

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Labor-Informations- und Managementsystem

Von Günter Stein,

Die Beschaffung eines LIMS wird häufig von der Laborleitung – also von Ihnen – initiiert. Um die breite Unterstützung des Managements sicherzustellen, ist es jedoch sinnvoll, die Einführung eines solchen Systems als zentrales Projekt zu etablieren.

So planen Sie Ihr LIMS-Projekt

Einer Ihrer ersten Schritte sollte die Bildung eines Projektteams aus fachlich kompetenten Mitarbeitern sein. Achten Sie darauf, dass das Team nicht nur das Labor repräsentiert, sondern auch Vertreter aus anderen beteiligten Bereichen und der IT-Abteilung umfasst. Nur so können Sie gewährleisten, dass die Interessen aller Nutzergruppen sowie die IT-Strategie Ihres Unternehmens adäquat berücksichtigt werden. Diese Aufgaben geht Ihr Projektteam nun schrittweise an:

  • Festlegung der Projektziele
  • Projektplanung und Steuerung (Zeit, Budget, Ressourcen)
  • Konzeptionelle Vorbereitung und Auswahl des Systems
  • Begleitung der Systemeinführung
  • Abnahme und Überführung in den Routinebetrieb

 

 

 

SystemklasseMögliche Vorgehensweise
Systeme mit einfacher LIMS-Funktionalität ohne IT-Vernetzung
Geringe Abhängigkeit vom LIMS
Auswahl über Anforderungs-Checkliste und Produktpräsentation
Geringe Anpassung der Funktionalität bei der Inbetriebnahme des LIMS
Systeme mit LIMS-Funktionalität mittlerer Komplexität und geringer IT-Vernetzung
Mittlere Abhängigkeit einzelner Unternehmensprozesse vom LIMS
Auswahl über ein kompaktes Lastenheft und technische Anforderungs-Checkliste, Produktpräsentation und Referenzkundenbefragung
Funktionale Konkretisierung und Anpassung in der Inbetriebnahmephase
Systeme mit umfangreicher, komplexer LIMS-Funktionalität und hoher IT-Vernetzung
Systeme im geregelten Bereich bzw. bei größeren Einrichtungen der öffentlichen Hand
Hoher Integrationsgrad und starke Abhängigkeit der Unternehmensabläufe vom LIMS
Auswahl über Anforderungs-Checkliste und Produktpräsentation
Geringe Anpassung der Funktionalität bei der Inbetriebnahme des LIMS

Konzeptionelle Vorarbeiten und Auswahl von LIMS

Eine professionelle Systemauswahl umfasst nicht nur die Auseinandersetzung mit dem LIMS-Markt und den spezifischen Softwareprodukten auf Fachmessen oder individuellen Produktpräsentationen. Zur Absicherung der Entscheidung für einen Anbieter ist es wesentlich, dass Sie Ihre eigenen Anforderungen genau kennen und mit den Möglichkeiten eines LIMS abgleichen. Dazu eignet sich eine vorgeschaltete Analysephase, in der Sie die Arbeitsabläufe betrachten und im Dialog mit den zukünftigen Nutzern die Anforderungen genau festlegen. Konzeptionsschritte können beispielsweise sein:

  • Prozessanalyse: Aufnahme der Arbeitsabläufe mit dem Ziel der Optimierung im Hinblick auf den LIMS-Einsatz
  • Lastenheft/Anforderungscheckliste: Erhebung der funktionalen Anforderungen aus Benutzersicht, um die Arbeitsabläufe zu unterstützen und das nötige Datenmanagement zu etablieren
  • Technische Vorgaben: Festlegung der technischen Randbedingungen und IT-Vorgaben zur Sicherstellung der Kompatibilität mit der vorhandenen Systemlandschaft

Die Analyse und die Erarbeitung der Konzeptteile sind Aufgabe des Projektteams. Mit einer temporären Einbeziehung von Spezialisten aus der IT-Abteilung oder dem Einsatz externer Berater können Sie gegebenenfalls Fachkompetenz ergänzen und die Bearbeitungszeit abkürzen. Planen Sie für die Auswahl und die Entscheidung für ein LIMS mehrere Wochen ein. Der Vorauswahl von Anbietern anhand von Marktübersichten oder Messen folgt im Allgemeinen eine formale Ausschreibung, die auf dem erarbeiteten Lastenheft basiert. Dies vereinfacht Ihnen die Kalkulation der Kosten und ermöglicht es, die Abnahme des fertigen Systems auf Grundlage des vorliegenden Ausschreibungskonzepts durchzuführen.

Führen Sie Ihr LIMS systematisch ein

Um den Erfolg Ihrer LIMS-Einführung abzusichern, existieren seit Jahren anerkannte standardisierte Vorgehensmodelle, wie beispielsweise das V-Modell (www.v-modell.iabg.de), die Sie bei der Auswahl und Systemeinführung unterstützen. Die Abbildung zeigt den schematischen Aufbau eines Vorgehensmodells, das beispielsweise für die Einführung konfigurierbarer LIMS geeignet ist. Vorgehensmodelle eignen sich insbesondere für größere Projekte und bieten einen Handlungsrahmen für eine konsistente dokumentierte Durchführung. Sie ersetzen jedoch nicht Erfahrung und Engagement des Projektteams.

(Autor: Rainer Jonak, IMCOR GmbH, www.imcor.de)

 

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