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So reduzieren Sie die Energiekosten in Ihrem Labor

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Energie Management

Von Günter Stein,

In schwierigen Zeiten ist es doppelt wichtig, überflüssige Kosten zu erkennen und auszumerzen. Stromfresser gehören dazu und solche befinden sich garantiert auch noch in Ihrem Labor. Z. B. empfiehlt sich spätestens jetzt der Umstieg auf Energiesparlampen.

Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen Sie Laborkosten wo immer möglich reduzieren. Auch Stromkosten sind Laborkosten. Diese 3 Einsparmöglichkeiten können Sie in Ihrem Labor ganz einfach und schnell umsetzen:

Sie wollen Ihre Energiekosten senken? Rechnen Sie mit den richtigen Lampen-Kenngrößen

Die Lampenleistung in Watt (W) liefert Ihnen keine Aussage über die Helligkeit. Jedoch ermöglicht Ihnen diese Angabe, den Stromverbrauch und damit die Betriebskosten einzuschätzen. Der Lichtstrom in Lumen (lm) beschreibt das Licht, das durch die gesamte Lampe erzeugt wird. Setzen Sie den Lichtstrom in Bezug zur Leistung, erhalten Sie die Lichtausbeute (lm/W).

Senken Sie Ihre Energiekosten mit den richtigen Lampen

Rechenbeispiel: Gesamtkosten Glühlampe versus Energiesparlampe

Das folgende Beispiel vergleicht die Kosten für beide Varianten über eine Betriebsdauer von 8.000 Stun-den. Bei täglich 3 Stunden Betrieb sind das 8 Jahre Nutzungsdauer:

  • Glühlampe: Lebensdauer = 1.000 Stunden, 100 W, Preis: 1 €
  • Leuchtmittel: 8 * 1 € = 8 €
  • Stromkosten: 8.000 Stunden * 100 W * 0,2 €/kWh = 160 €
  • Gesamtkosten: 168 €
  • Hochwertige Energiesparlampe: Lebensdauer = 8.000 Stunden, 20 W, Preis: 15 €
  • Leuchtmittel: 1 * 15 € = 15 €
  • Stromkosten: 8.000 Stunden * 20 W * 0,2 €/kWh = 32 €
  • Gesamtkosten: 47 €

Während der Betriebsdauer können Sie durch den Einsatz einer hochwertigen Energiesparlampe also 121 EUR einsparen.

Wollen Sie Energiekosten senken, dann schalten Sie den Standbybetrieb dauerhaft ab

Vermeiden Sie unnötige Standby-Kosten bei Laborgeräten und PCs. Aus Kostengründen werden viele Netzteile als externe Netzteile ausgeführt, die wiederum keinen Netzschalter besitzen. Gleiches gilt für viele Geräte, deren Stromversorgung auf der Sekundärseite (Ausgangsseite) des Netzteils eingeschaltet wird (z. B. Halogen-Schreibtischlampen). Die gleiche Problematik finden Sie bei allen Ladegeräten. Die einzige Maßnahme, wie Sie hier Strom sparen können, ist, die Netzteile nach ihrer Benutzung aus der Steckdose zu ziehen oder aber eine schaltbare Steckdosenleiste einzusetzen.

Wollen Sie Ihre Enegiekosten senken, dann müssen Sie Ihre energiebetriebenen Geräte kennen

Ist aber der Standby-Modus eines Laborgerätes grundsätzlich erforderlich, können Sie nur dann etwas ausrichten, wenn Sie sich sparsame Geräte anschaffen. Dies überprüfen Sie am besten mit einem Energiemessgerät, das Sie für etwa 20 € kaufen können. Hiermit können Sie auch abschätzen, ob sich der Ersatz eines alten Laborgerätes für Sie lohnt. Achten Sie darauf, dass das Gerät auch kleine Leistungen unter 2 bis 3 W anzeigt.

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Energiekosten senken mit Neuanschaffungen? So rechnen Sie!

Rechenbeispiel: 2 Geräte A und B stehen zur Auswahl.

Gerät A: 10 W Standby-Verbrauch, Anschaffungskosten 179 €

Gerät B: 1 W Standby-Verbrauch, Anschaffungskosten 239 €

Die Anschaffungskosten beim Kauf des Gerätes A sind um 60 € geringer, die jährlichen Ausgaben für Strom liegen aber etwa 18 € (9 W Differenz = 9 x 2 € pro Jahr) höher als bei Gerät B. Nach etwa 3,5 Jahren hat sich der höhere Kaufpreis für das Gerät B amortisiert, danach fahren Sie sogar kostengünstiger.

Energiekosten senken, nur wenn der Sterilisator kein Stromfresser ist!

Ist Ihr Sterilisator ein Stromfresser? Ein Wasserdampfsterilisator ist und bleibt ein großer Energieverbraucher. Achten Sie bei einer Neuanschaffung daher unbedingt auf diese 3 wichtigen Punkte:

Energiekosten reduzieren - Problemfall Sterilisator: Achten Sie auf die Dampfreserve

Ein weniger großer Dampfvorrat im Generator (Generatoren mit kleinen Kapazitäten, Druck immer leicht über dem in der Kammer), wirkt sich auf den Stromverbrauch günstig aus, da eine geringere Menge Wasser aufgeheizt werden muss (früher 12 L, heute 6 bis 9 l). Bei neuen Geräten wirkt sich die doppelte Kammerwand als Isolator günstig auf eine Verringerung der Dampfreserve aus. Die heutigen reaktionsschnellen Heizwiderstände („Schlangen“) ermöglichen Ihnen, den Dampfreservedruck so an die Verhältnisse der Sterilisationskammer anzupassen, dass Sie den geforderten Druck innerhalb kürzester Zeit energiesparend erreichen.

Energiekosten reduzieren - Problemfall Sterilisator: Achten Sie auf die Heizwiderstände

Die Aufteilung der Heizelemente in separat ansteuerbare Heizgruppen ermöglicht Ihrem Labor eine bessere Dosierung der Leistung. So kann es genügen, nur eine von 3 Heizgruppen in der Sterilisationsphase mit Strom zu versorgen und dadurch wieder Energie einzusparen.

Energiekosten reduzieren - Problemfall Sterilisator: Achten Sie auf gute Isolierung

Achten Sie auf eine gute Isolierung von Sterilisationskammer, Dampfgenerator und Abwasserleitung. Machen Sie einen einfachen Test: Können Sie nach einem Sterilisationszyklus bestimmte Gehäuseteile (vorzugsweise solche aus Edelstahl) und die Abwasserleitung Ihres Gerätes aufgrund starker Wärmeentwicklung nicht schmerzfrei berühren, ist das Gerät nicht ausreichend isoliert. Die damit verbundenen Wärmeverluste kosten Energie.

Praxis-Tipp: Fragen Sie den Gerätehersteller nach den Verbrauchswerten von Strom und Wasser seiner Autoklaven und lassen Sie sich die Kosten pro Sterilisationszyklus errechnen. Leider ist es, im Gegensatz zu Konsumartikeln, bei Laborgeräten noch nicht üblich, die Verbrauchswerte anzugeben.

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