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Finden Sie Ihren passenden Roboter

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Roboter
Urheber: Thomas Söllner | Fotolia

Von Matthias Pfeffer,

Es existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Roboter am Markt. Wie finden Sie nun den passenden Roboter für Ihre Aufgabenstellung? Diese Liste mit Leitfragen hilft Ihnen, Ihre Anforderungen zu formulieren.

Die folgenden 3 Aspekte, mit denen Sie sich im Zusammenhang mit der Planung des Robotereinsatzes auseinandersetzen sollten, zielen auf

  • die Reichweite des Roboters: Wie groß ist der Arbeitsraum, in dem der Roboter seine Aufgaben erledigen soll? Welche Form hat der Raum (z. B. Halbkreis, Kugel, Quader)?
  • die Anzahl der Bewegungsachsen des Roboters: Muss jeder Punkt im Raum erreicht werden? Benötigen Sie spezielle Werkzeuge oder Werkstückausrichtungen? Mit 3 Achsen erreichen Sie jeden Punkt im Raum, benötigen Sie spezielle Werkzeugorientierungen, dann werden zusätzliche Achsen benötigt.
  • die Tragfähigkeit des Roboters: Wie schwer sind die Lasten, die der Roboter transportieren muss? Werden zusätzliche Kräfte auf den Roboter im Prozess ausgeübt? Hier ist es ganz wichtig, dass Sie abklären, ob das Werkzeug oder das Werkstück vom Roboter bewegt wird.

Sie erhalten nun ein erstes Bild Ihrer möglichen Roboteranwendung. Nach diesen groben Einstiegsfragen folgen Fragen, die konkreter in die Anwendung und deren spezielle Anforderungen vorstoßen:

Genauigkeit des Roboters: Wie genau müssen vorgegebene Punkte angefahren werden? Muss der Roboterarm einer genauen Bahn folgen? Wie genau müssen die Bewegungen wiederholt werden? Die Antworten zeigen, ob Sie eine Bahnsteuerung benötigen und wie genau die einzelnen Achsen des Roboters angesteuert werden müssen. Ein Fräsroboter oder ein Schweißroboter für komplexe Geometrien benötigen eine genaue Bahnsteuerung. Ein Pick & Placer hingegen braucht lediglich genaue Punkte, die angesteuert werden müssen.

Geschwindigkeit des Roboters: Wie lang ist die Taktzeit des Prozesses? Wie schnell muss der Roboter einzelne Positionen erreichen? Kurze Taktzeiten und hohe Geschwindigkeiten bedeuten schnelles Beschleunigen und Abbremsen. Die Kräfte auf den Roboter steigen, der Roboter wird schwerer und er muss leistungs- fähiger sein. Ggf. lohnen sich da eher 2 kleinere Roboter, die sich die Arbeit teilen. Auch steigt die Genauigkeit bei langsamer Fahrt und der Energiebedarf sinkt.

Positionierung des Roboters: Steht der Roboter auf dem Boden? Hängen Sie den Roboter an die Wand oder Decke? Ist es eine mobile Roboteranwendung (frei oder auch schienengeführt)? Hier müssen Sie auf Tragfähigkeit der Konstruktion sowie die Versorgung mit Energie und Daten achten. Auch das Sicherheitskonzept (Bremsen, Zäune, Sensorik) müssen Sie an die Anwendung anpassen und den Platz dafür vorsehen.

Betriebssicherheit und Wartbarkeit: Setzen Sie den Roboter unter speziellen Arbeitsbedingungen ein (z. B. Ex-Geschützter Bereich, Lackierung)? Wie gut sind die Verschleißteile des Roboters erreichbar? Besondere Einsatzzwecke benötigen spezielle Roboterkonstruktionen, die im Vorfeld geklärt werden müssen.

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Tipp: Planen Sie den Robotereinsatz an einem konkreten Anwendungsfall im Team. Diskutieren Sie dabei unterschiedliche Anwendungsfälle mit unterschiedlichen Roboterkonzepten. Schnell schärft sich Ihr Bild über die Anforderungen an das Robotersystem.

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