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Lieferantenaudit: So machen Sie sich ein Bild von der Qualitätssicherung Ihres Lieferanten

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Schärfen Sie „immer mal wieder“ das Qualitätsbewusstsein Ihres Lieferanten. Machen Sie sich vor Ort ein Bild von seinen Fertigungsprozessen und der hieraus resultierenden Qualität. Nehmen Sie so wesentlich Einfluss auf die Qualität Ihrer hergestellten Produkte und die Kosten- und Ertragssituation Ihres Unternehmens.

Ich empfehle Ihnen – auch vor dem Hintergrund längerfristiger Verträge –, Ihrem Lieferanten des Öfteren einen Besuch abzustatten. Machen Sie insbesondere Halt an diesen 4 Stationen „Versand (Reklamationsbearbeitung)“, „Labor (Endkontrolle)“, „Produktion“ und „Einkauf“:

Station 1: Prüfen Sie, wie Ihr Lieferant Reklamationen bearbeitet

Lassen Sie sich anhand von konkreten Reklamationen zeigen, wie diese bei Ihrem Lieferanten erfasst und bearbeitet werden. Geben Sie sich nicht mit mündlichen Erläuterungen über die generelle Vorgehensweise Ihres Lieferanten bezüglich seines Reklamationsmanagements zufrieden. Haken Sie gegebenenfalls nach, und gehen Sie so tief, wie es für Sie erforderlich ist. Damit sind insbesondere die Analyse der Fehlerursache gemeint und die Frage, was Ihr Lieferant unternommen hat, damit diese Fehler nicht ein weiteres Mal auftreten können.

Station 2: Nehmen Sie die Qualitätsprüfung im Labor Ihres Lieferanten in Augenschein

Kontrollieren Sie das Prüflabor sowie die Prüf- und Messmittel Ihres Lieferanten, um dem Lieferanten grundsätzlich „auf den Zahn zu fühlen“. Lassen Sie sich von ihm folgende Fragen beantworten bzw. Punkte erläutern oder zeigen: Ÿ

  • „In welchem Turnus werden Ihre Prüf- und Messmittel kontrolliert bzw. kalibriert und wie wird das dokumentiert?“ Ÿ
  • „Finden Sie die Ausstattung an Prüf- und Messmitteln für Ihre eigenen und produktspezifischen Anforderungen für angemessen?“ Ÿ
  • „Führen Sie Prüfungen nach einem definierten Plan durch, d. h. sind Untersuchungsumfang („was“), Methode („wie“), einzuhaltender Prüfrhythmus („wie oft“), Ort der Probenahme („wo“) und der für die Prü- fung Verantwortliche („wer“) genau festgelegt?“ Ÿ
  • „Gibt es exakte Festlegungen von Grenzen, innerhalb derer sich die Prüfergebnisse bewegen dürfen („SollBereich“) und wie wird bei Abweichungen verfahren?“

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Station 3: Prüfen Sie die Qualität Ihres Lieferanten während seiner Produktion

Informieren Sie sich, wie ausgeprägt die Qualitätssicherung während der Produktion tatsächlich stattfindet. Die besten, weil vorbehaltlosen Informationen erhalten Sie von Produktionsmitarbeitern. Sprechen Sie bei Ihren Besuchen z. B. direkt den Maschinenbediener Ihres Lieferanten mit folgenden Beispielfragen an: Ÿ

  • „Woher wissen Sie, welcher Rohstoff für dieses Produkt verwendet werden muss?“ Ÿ
  • „Welche Maschinenparameter müssen wie für diese Produktion eingestellt werden?“ Ÿ
  • „Kennen Sie unsere Kundenanforderungen?“ Ÿ
  • „Wo sind die Fertigungs- und Montageschritte für unsere Produkte beschrieben?“

Leiten Sie aus der Kompetenz der Mitarbeiter und der Qualität ihrer Antworten ab, wie die vorgefundene Situation die Qualität Ihrer Produkte beeinflusst bzw. beeinflussen könnte und ob Handlungsbedarf zu einer genaueren Nachfrage – jetzt beim Vorgesetzten des Maschinenbedieners – notwendig ist.

Lassen Sie sich vom Produktionsleiter möglichst genau erläutern, auf welche Art und Weise Fehler erkannt werden und wie mit diesen umgegangen wird.

Sie fragen ihn, Ÿ

  • wie lückenlos bzw. zweifelsfrei Fehler während der Produktion erkannt werden. Beispiele: Ÿ
    • 100%ige und vollautomatische Prüfung,
    • geeignete Prüfmittel; Ÿ
  • welche Konsequenzen aus der Produktion eines oder mehrerer fehlerbehafteten Teile(s) gezogen werden. Beispiele:
    • automatische Abschaltung der Produktionsmaschine bei Fehlererkennung,
    • rechtzeitiges Unterbrechen des Produktionsprozesses, wenn die produzierten Ist-Werte sich kontinuierlich vom Sollwert entfernen.

Station 4: Schauen Sie dem Einkauf Ihres Lieferanten über die Schulter

Fragen Sie den Einkaufsleiter Ihres Lieferanten nach einem Bericht über ein durchgeführtes Audit bei einem seiner Vorlieferanten, und lassen Sie sich zeigen, wie wichtig ihm die Qualität seiner Vorlieferanten ist. Fragen Sie den Einkaufsleiter, ob: Ÿ

  • regelmäßig Audits durchgeführt werden, Ÿ
  • maßgebliche Qualitätsparameter geprüft werden oder ob es sich nur um Pro-forma-Aktionen handelt, Ÿ
  • Verbesserungsmaßnahmen vereinbart und deren Umsetzung nachverfolgt wird.
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