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Richten Sie Ihre Prozesse sowohl in der Produktion als auch bei Planungsaktivitäten qualitätsorientiert aus. Falls bei Ihnen dennoch Qualitätsprobleme...

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Mit Qualitätszielen unterstützen Sie die Umsetzung Ihrer Qualitätspolitik auf operativer Ebene

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Qualitätsziele
Urheber: Olivier Le Moal | Fotolia

Von Mikko Börkircher,

Die Anforderungen an Qualitätsziele haben in der Novellierung zur DIN EN ISO 9001:2015 einen hohen Stellenwert bekommen. Ihre zukünftigen Qualitätsziele stellen damit das Bindeglied dar zwischen Ihrer Qualitätspolitik und -strategie einerseits sowie der Leistungserbringung auf dem Shopfloor andererseits. Wie zeigen Ihnen nachfolgend, wie Sie erreichen können, dass Ziele Ihren Mitarbeitern eine Qualitätsorientierung geben, verständlich sind und von Ihren Mitarbeitern akzeptiert werden.

Für die motivierte, fristgerechte Umsetzung von Zielen sorgt zumeist die Art und Weise, wie Ziele von Ihnen gesetzt und formuliert werden. Durch die Anwendung der SMART- Methode können Sie sehr systematisch und vollständig die Ziele für Ihre Mitarbeiter formulieren.

S - Seien Sie Spezifisch: Jedes Ziel, das Sie formulieren, muss eindeutig sein. Am besten fixieren Sie Ihre konkreten Vorgaben schriftlich und gehen diese dann mit Ihren Mitarbeitern durch. Wichtig ist hierbei, dass wirklich jeder Ihrer Mitarbeiter die Vorgaben vollständig verstanden hat.

M - Geben Sie Messbare Ziele vor: Stellen Sie bei jedem Ziel sicher, dass dieses auch messbar ist. Idealerweise formulieren Sie dazu eine einfach zu prüfende Größe, wie z. B. die Anzahl der zu prüfenden Teile bei einem Qualitätstest. Legen Sie dabei auch fest, wann und wie Sie die Ziele messen wollen.

A - Geben Sie Attraktive Ziele vor: Damit Ihre Mitarbeiter voll motiviert an einer Aufgabe arbeiten, setzen Sie immer anspruchsvolle und für den Unternehmenserfolg relevante Ziele. Außerdem zeigen Sie Ihren Mitarbeitern stets den Zusammenhang ihrer jeweiligen Ziele mit denen Ihrer Abteilung oder Ihres Unternehmens auf. Verdeutlichen Sie Ihren Mitarbeitern klar und verständlich den Mehrwert, der durch das Erreichen des Ziels geschaffen wird.

R - Setzen Sie Realistische Ziele: Jedes Ziel, das Sie setzen, sollte für den jeweiligen Mitarbeiter natürlich auch erreichbar sein. Denken Sie immer daran, welche Ressourcen, z. B. zeitlich oder monetär, verfügbar sind, und orientieren Sie die Ziele daran. Kontrollieren Sie anschließend auch, ob durch geänderte Rahmenbedingungen ein Ziel unerreichbar geworden ist und umformuliert werden muss.

T - Terminieren Sie richtig: Abschließend ist es noch wichtig, dass Sie die Ziele entsprechend terminieren. Vereinbaren Sie dazu mit Ihren Mitarbeitern ein Datum, an dem ein vereinbartes Ziel erreicht sein soll. Hilfreich ist es dabei, ebenfalls Termine für einzelne Teilschritte bzw. -ziele festzulegen.

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An einem Beispiel zeigen wir Ihnen, wie Sie die SMART-Methode für Ihre Qualitätspolitik gewinnbringend einsetzen können. Gehen Sie dieses Beispiel mit Ihren operativ zuständigen Mitarbeitern durch. Zeigen Sie in diesem Zusammengang auf, wie geeignete Qualitätsziele definiert werden können.

1. Zur Bestimmung von Zielen richten Sie den Blick auf Ihre Qualitätspolitik. Sie leiten nämlich idealerwiese Ihre Qualitätsziele aus Ihrer Qualitätspolitik ab. Beispiele:

  • „Wir erwarten von unseren Lieferanten den gleichen Qualitätsanspruch, den wir auch an uns selbst stellen.“
  • „Wir wollen mit unseren hochwertigen Produkten in Zukunft auch auf dem chinesischen Markt überzeugen.“
  • „Was zeichnet eine gute Teilefertigung und Montage aus?“

2. Leiten Sie Kennzahlen ab, die Ihrer Qualitätspolitik gerecht werden. Bezüglich der oben genannten Beispiele könnten Sie sich folgende Kennzahlen überlegen:

  • „Performance Ihres Lieferanten“
  • „Mehr Geschäftsabschlüsse/Steigerung unserer Kundenaufträge in China“
  • „OEE-Kennzahlen“

3. Leiten Sie aus Ihren formulierten Kennzahlen geeignete messbare Qualitätsziele ab, welche Sie an der SMART- Regel „ausrichten“:

  • „Das Ziel ist es, die Quote der Wareneingangsbefunde von jetzt 2,9 % auf 2,5 % abzusenken.“
  • „Das Ziel ist es, das Verhältnis abgegebener Angebote zu abgeschlossenen Geschäften von derzeit 10 % auf 15 % zu steigern.“
  • „Das Ziel ist es, unsere Produkte ohne Nacharbeit sowie mängelfrei und ohne zeitliche Verzögerung auszuliefern, also Nacharbeit = 0 %.“

Praxistipp: Beachten Sie generell, dass die Kennzahlen, die Sie definieren, leicht zu erheben, frei von verzerrenden Einflüssen und für die Adressaten, also z. B. Ihre Mitarbeiter, hilfreich sind.

 

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