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Qualitätskosten: Mit der Prozesskostenrechnung finden Sie Kostenfresser in 4 Schritten

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Qualitätskosten

Von Günter Stein,

Bestimmte Leistungen, die Ihren Betrieb Geld kosten, kommen allen Abteilungen und Kostenträgern zugute. Bei diesen Gemeinkosten ist es üblich, dass sie durch Zuschlagssätze auf die einzelnen Kostenstellen verteilt werden. Dies ist für einige Kostenarten auch die einzig realisierbare Methode.

 

Nachteil: Bei der Methode der Zuschlagssätze wissen Sie nicht, wer tatsächlich welche Kosten hervorruft. Sie können also auch nicht gezielt ansetzen, wo Sie einsparen könnten. Am Beispiel der Kosten zur Qualitätssicherung, die in Ihrem Unternehmen anfallen, können Sie Einblick in die Prozessrechnung nehmen.

1. Schritt der Prozesskostenrechnung: Benennen Sie die Prozesskategorien

Im Qualitätsmanagement können Sie folgende Hauptprozessgruppen oder Prozesskategorien definieren:

  • Prüfverfahren
  • Reparaturen
  • Störungsmeldung
  • Inspektionen
  • Logistik
  • Wartungen
  • Prävention
  • Verwaltungsprozesse

 

 

2. Schritt der Prozesskostenrechnung: Betrachten Sie Teilprozesse isoliert

In jeder Prozesskategorie gibt es mehr oder weniger viele einzelne Prozesse. Unter Verwaltungsprozessen würden Sie z. B. die Erstellung der Qualitätskontrollpläne einordnen, der Einkauf von Ersatzteilen ist ganz klar ein Beschaffungsprozess.

Je einfacher ein Prozess strukturiert ist, desto leichter fällt die Zuordnung der Kosten. Unterteilen Sie deshalb komplexe Prozesse in kleinere Teilprozesse.

Praxis-Tipp: Immer wenn ein Prozess mehreren Kategorien entspricht, sollte er zerlegt werden. So gehören zu einer Reparatur auch die Bereitstellung von Werkzeugen und Ersatzteilen. Das sind aber logistische Prozesse, die deshalb als einzelne Teilprozesse zu betrachten sind.

3. Schritt der Prozesskostenrechnung: Stellen Sie die Kosten für jeden Teilprozess zusammen

Ermitteln Sie nun alle Kosten, die für die Ausführung eines Teilprozesses notwendig werden. Das können unter anderen sein:

  • Personalaufwand (Zeit und Tarifgruppe),
  • Energie (Strom, Gas),
  • Hilfsstoffe (Öle, Fette, Lacke),
  • Ersatzteile,
  • Entsorgungskosten,
  • Fremdleistungen, Miet- und Leasinggebühren,
  • Abschreibungen auf Werkzeuge und Messgeräte.

Rechnen Sie alle Beträge zusammen und Sie erhalten die Kosten für den Durchlauf eines Teilprozesses. Addieren Sie nun alle Teilprozesse und Sie haben die Kosten für den entsprechenden Gesamtprozess.

Kontrolle: Sie können exakt kontrollieren, wie die Kosten Ihrer Abteilung vom firmeninternen Controlling erfasst werden. Die Gesamtkosten aller Ihrer Prozesse plus der Zuschlagssätze müssen in etwa dem Betrag entsprechen, der z B. der Kostenstelle „Instandhaltung“ zugerechnet wird.

4. Schritt der Prozesskostenrechnung: Identifizieren Sie die Kostentreiber

Im letzten Schritt geht es nun darum, die wichtigsten Kostentreiber zu ermitteln. Konzentrieren Sie sich bei Optimierungen und Einsparungen auf diese kostenintensiven Prozesse und überlegen Sie, was Sie dort ändern könnten. Vielleicht ist es kostengünstiger, seltene Prüfverfahren an Spezialisten auszulagern, statt kostenintensive Messapparaturen selbst vorzuhalten.

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