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Qualitätsmanagement: Drei Tipps zur Verbesserung der Fehlerkultur in Ihrem Unternehmen

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Qualitätsmanagement Fehlerkultur

Von Günter Stein,

Je schneller Fehler intern aufgedeckt werden, umso besser. Je kürzer die Rückmeldezeiten, umso wirkungsvoller die getroffenen Verbesserungsmaßnahmen. Doch das geht nur, wenn Sie gleichzeitig die Fehlerkultur in Ihrem Unternehmen optimieren.

 

Suchen Sie bei Fehlern nach Lösungen, nicht nach Schuldigen. Dabei helfen Ihnen die folgenden Tipps:

Tipp 1: Verkürzen Sie die Durchlaufzeiten eines Auftrags

Bleiben einzelne Fertigungsaufträge zwischendurch lange unbearbeitet, dann fällt es der Abteilung, die einen Fehler gemacht hat, schwer, sich an den Vorgang zu erinnern, wenn sie von der nächsten Abteilung darauf hingewiesen wird. Die Fehlermeldung kann dann kaum noch dazu genutzt werden, den Prozess zu verbessern, weil die genauen Umstände nicht mehr bekannt sind, wie der Fehler aufgetreten ist. Machen Sie die Fehlermeldezeit daher zu einer wichtigen Kennzahl. Damit erleichtern Sie, dass Fehler zu Lösungen führen.

 

Tipp 2: Messen Sie Verbesserungen und nicht Fehlerreduktion

Solange Fehler als Zeichen schlechter Leistung gesehen werden, neigen Mitarbeiter dazu, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Auch wenn Sie als Qualitätsmanager offiziell einen offenen Umgang mit Fehlern fordern, bleibt bei vielen Menschen das Gefühl eines Makels zurück. Zählen Sie daher nicht die Fehler, sondern die Wirkung der Verbesserungsmaßnahmen infolge eines Fehlers. Jeder Fehler ist ein Hinweis darauf, wo der Prozess verbessert werden kann. Wenn jede Abteilung an der Wirkung der Verbesserungen gemessen wird, dann dienen Fehler als wichtige Informationsquellen.

Tipp 3: Fragen Sie 5-mal warum

Fehler werden nicht dadurch reduziert, dass mehr geprüft wird, sondern dadurch, dass die Ursachen beseitigt werden. In vielen Fällen liegen die Ursachen für Fehler aber an unvermuteten Stellen. Trainieren Sie Ihre Mitarbeiter, bei Fehlern 5-mal warum zu fragen, um die tiefer liegenden Ursachen zu erforschen. Die Grundhaltung ist: Es gibt einen guten Grund, warum es zu diesem fehlerhaften Schritt kam.

Beispiel: Ein Teil wurde fehlerhaft montiert. Warum wurde es fehlerhaft montiert? Weil die Arbeitsschrittfolge unklar war. Warum war die Arbeitsschrittfolge unklar? Die Teilebehälter wurden unsystematisch aufgestellt. Warum wurden die Teilebehälter so aufgestellt? Weil die Konstruktion nachträglich verändert wurde. Warum wurde die Konstruktion nachträglich verändert? Es sollte ein Produktionsschritt eingespart werden. Warum sollte ein Produktionsschritt eingespart werden? Ein Vorgesetzter hat dies gefordert.

Jetzt sehen Sie, dass es viele Möglichkeiten gibt, den Fehler in Zukunft zu vermeiden: Sie können die Schrittfolge besser aufschreiben und nach jeder Montage vom Mitarbeiter prüfen lassen. Sie können aber auch die Aufstellung der Behälter an die Konstruktionsänderungen anpassen oder überprüfen, ob die Einsparung des Produktionsschritts sich wirklich lohnt. Entscheidend für Ihre Fehlerkultur: Sie suchen nach Lösungen, nicht nach Schuldigen.

Tipp 4: Reden Sie offen über „den Bock der Woche“

Über Fehler offen zu sprechen, lernen Ihre Mitarbeiter am besten durch Vorbilder. Vielleicht berichten Sie in der wöchentlichen Qualitätsrunde selber über „den Bock der Woche“: ein dummer Fehler, der Ihnen unterlaufen ist, weil Sie gerade mit anderen Dingen beschäftigt waren oder weil Sie 2 Abläufe verwechselt haben. Berichten Sie, wie Sie daraufhin eine Sicherung eingebaut haben, damit Sie in Zukunft den Vorgang so kontrollieren, dass Ihnen eventuelle Fehler selbst auffallen. So machen Sie deutlich: Es geht nicht darum, keine Fehler zu machen, sondern darum, sie selbst zu kontrollieren und zu verbessern.

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