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Qualitätsüberwachung: Mit einem Netzdiagramm haben Sie alle Qualitätsparameter im Blick

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Projektmanagement

Von Günter Stein,

Temperatur, Druck, Schwingung, Leistungsaufnahme … Es gibt viele physikalische Größen für die Beurteilung eines Maschinenzustands oder eines Prozesses. Doch je mehr Faktoren Sie berücksichtigen, desto schwieriger ist es für Sie, eine schnelle Aussage zu treffen.

 

Mit einem Netzdiagramm können Sie den Zustand der Produktion oder deren Änderung sofort erfassen.

1. Schritt der Qualitätsüberwachung: Bestimmen Sie die zu erfassenden Größen

Legen Sie fest, welche Messwerte Sie für eine Aussage über die Qualität eines Prozesses oder den Zustand einer Maschine benötigen.

Beispiel:

Sie überwachen einen Elektromotor und messen dazu die folgenden 4 Messwerte:

  • Drehzahl
  • Leistungsaufnahme
  • Schwingungsenergie
  • Lagertemperatur

 

 

2. Schritt der Qualitätsüberwachung: Erstellen Sie ein Koordinatensystem

Jede Größe erhält nun eine eigene Achse ausgehend von Mittelpunkt. Im Beispiel wären das 4 Achsen. Auf Grund des Aufbaus eines Netzdiagramms müssen es minimal 3 Größen sein, nach oben ist theoretisch keine Grenze gesetzt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sollten Sie maximal 10 Kenngrößen verwenden.

3. Schritt der Qualitätsüberwachung: Übertragen Sie die Messwerte auf die Achsen

Für jeden Kennwert haben Sie nun eine eigene Achse. Der gemeinsame Nullpunkt ist der Mittelpunkt des Diagramms. Damit die Figuren gut erkennbare Proportionen erhalten, normieren Sie die Messwerte. Eine Nenndrehzahl von 1.500 pro Minute entspricht z. B. 100 % und einer Achsenlänge von 10 cm. Es ist nicht wichtig, ob es zwischen Messwert und Zustand eine direkt proportionale Verbindung gibt. Die Änderung des Musters ist trotzdem eindeutig.

Beispiel:

Für die Motorenüberwachung ergeben sich bei gleicher Belastung folgende Zusammenhänge:

  • Je höher die Drehzahl, desto besser der Zustand.
  • Je höher die Leistungsaufnahme, die Schwingungsenergie und die Temperatur, desto schlechter der Zustand.

4. Schritt der Qualitätsüberwachung: Verbinden Sie die Messpunkte

Im letzten Schritt verbinden Sie nun die Messpunkte, die Sie auf den einzelnen Achsen eingetragen haben. Dadurch entsteht eine geschlossene Figur, die Sie mit Farbe ausfüllen. Die Form dieser Figur ist ein Maß für den Zustand des zu überwachenden Objektes. Welche Formen sind charakteristisch für mögliche Störungen oder gar Ausfälle? Bei welchen Formen muss eine Warnung an alle Akteure gehen? Durch diese Vorgaben erleichtern Sie die schnelle Datenauswertung.

5. Schritt der Qualitätsüberwachung: Beobachten Sie die Veränderungen der Netzgrafik

Sie können von ein- und derselben Maschine zu unterschiedlichen Zeitpunkten Messwerte aufnehmen und die Veränderungen untersuchen oder mehrere Maschinen miteinander vergleichen. Als weitere Verfeinerung können Sie auch Toleranzgrenzen in die Grafiken aufnehmen. Wenn Sie anstelle von physikalischen Größen Kennwerte wie Ausfallzeiten, Ersatzteilkosten, Reparaturdauer einsetzen, sind Sie in der Lage, mit einer Netzgrafik auch Prozesse wie Reparaturabläufe, Inspektionen und Wartungen zu bewerten.

Praxis-Tipp:

Ganz besonders komfortabel können Sie Netzdiagramme mit einer Tabellenkalkulation wie Excel erstellen:

  • Geben Sie in der oberen Zeile die Bezeichnungen der Kenn- oder Messwerte ein.
  • In der 2. Zeile platzieren Sie die dazugehörigen Werte.
  • Dann markieren Sie beide Zeilen und klicken auf den Diagramm-Assistenten.
  • Wählen Sie „Netz“ als Diagrammart.

 

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