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Versuchsplanung: So erkennen Sie schneller den Kern der Fehlerursache

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Versuchsplanung

Von Günter Stein,

Die Shainin-Methode eignet sich besonders für die Optimierung laufender Prozesse mit einer großen Zahl von Einflussgrößen. In einem mehrstufigen Verfahren reduzieren Sie die Einflussgrößen auf die wichtigen 3 bis 4 Faktoren. Diese letzten 3 bis 4 Einflussgrößen - die sogenannten Roten X - testen Sie dann in allen Wechselwirkungskombinationen.

 

1. Schritt zur Versuchsplanung: Grenzen Sie die Ursachen mit einer Multivariationskarten ein

Klassifizieren Sie Einflussfaktoren. Entnehmen Sie aus der laufenden Produktion Stichproben und gruppieren Sie die Messwerte der problematischen Qualitätsmerkmale nach Stichproben. So erkenne Sie, ob Schwankungen über die Toleranzgrenzen hinaus innerhalb einer Stichprobe auftreten oder ob zwischen den einzelnen Stichproben große Schwankungen auftreten (zeitlicher Einfluss). Im ersten Fall spricht dies für einen teilebedingten Einfluss, der sich zyklisch verändert. Im zweiten Fall ist der Einfluss zeitlich bedingt: Bestimmte Chargen sind betroffen, andere nicht.

 

2. Schritt zur Versuchsplanung: Vergleichen Sie paarweise

Bei Produkten, die sich nicht weiter in kleinere Einheiten lassen, vergleichen Sie gleichgroße Mengen von Gut- und Schlechtteilen. Suchen Sie solche Merkmale, die sich besonders häufig zwischen Gut- und Schlechtteil unterscheiden. Je häufiger sich ein bestimmtes Merkmal unterscheidet, um so mehr deutet es auf einen wesentliche Haupteinfluss hin.

3. Schritt zur Versuchsplanung: Tauschen Sie Komponenten paarweise aus

Bei Einheiten mit mehreren Komponenten, tauschen Sie nacheinander die Komponenten einer Baugruppe aus, bis das kritische Qualitätsmerkmal der Baugruppe (z.B. Funktionsfähigkeit) sich verändert: Die Baugruppe mit den anfänglich guten Ergebnissen liefert dann schlechte und die ursprünglich schlechte zeigt gute Ergebnisse. So findet Sie die ausschlaggebenden Komponenten.

4. Schritt zur Versuchsplanung: Variablensuche durch schrittweise Veränderung der Faktoren

Bleiben die Versuchsergebnisse gleich, dann sind die Faktoren nicht relevant. Erhalten Sie unterschiedliche Versuchsergebnisse, dann ermitteln Sie den oder die tatsächlichen Faktoren, in dem Sie Gut- und Schlechtbedingungen nur für diesen Faktor austauschen.. Kommt es bei einem dieser Versuche zu dem gleichen Unterschied wie im ersten Versuchspaar (alle Faktoren auf gut verglichen mit alle Faktoren auf schlecht), so hat dieser eine auf schlecht gestellte Faktor offenbar großen Einfluss auf das Versuchsergebnis.

5. Schritt zur Versuchsplanung: Sie vergleichen alle Haupteinflussgrößen

In vielen Fällen können Sie bereits durch die dargestellten Versuche die gewünschte Optimierung durchführen. Ansonsten müssen Sie nun die 4 Roten X - die Haupteinflussgrößen - in allen Wechselwirkungen kombinieren und testen.

6. Schritt zur Versuchsplanung: Verifizieren Sie die Optimierung

Sie vergleichen den neuen Prozess nach Veränderung der entscheidenden Einflussgrößen mit dem ursprünglichen Prozess.

Nutzen Sie das Prinzip des praktischen Vergleichens um die Faktoren zu identifizieren, die tatsächlich die Differenzen hervorrufen.

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