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Ist Leasing eine Option für Sie und Ihr Unternehmen?

 
Quelle: Pixabay.com/AutoPhotography (CC0 1.0)

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Wirtschaftlich betrachtet kann „leasen statt kaufen“ eine gute Entscheidung für Unternehmen sein. Die Leasing-Branche verzeichnete zuletzt ein Umsatzplus von 13 Prozent und gehört damit zu einer der wichtigsten Formen der Fremdfinanzierung für Unternehmen. Allerdings sollte man nicht zu überstürzt einen Leasing-Vertrag abschließen, denn damit bindet man sich in der Regel für einen längeren Zeitraum. Was es zu beachten gibt und wann sich Leasing lohnt, kann man hier erfahren.

Leasing – was ist das eigentlich?

Den Begriff Leasing kennt vermutlich jeder. Besonders auch dann, wenn man selbst ein Unternehmen führt. Wer sich aber mit dem Thema Leasing eingehender beschäftigt, wird schnell merken, dass es vielfältiger ist, als man vielleicht zunächst dachte, denn Leasing kommt in zwei verschiedenen Spielarten daher.

Im privaten Bereich kommt wohl das Fahrzeugleasing am häufigsten vor, wenn sich Privatpersonen ein Auto mieten, statt gleich eins zu kaufen. Fahrzeugleasing gibt es natürlich auch im geschäftlichen Bereich (unten dazu mehr), daneben kann man aber auch Maschinen für sein Unternehmen leasen. Auch das kann große Vorteile mit sich bringen. Aber auch IT und Bürogeräte können mittlerweile auf diese Weise im Unternehmen genutzt werden, ohne dass man sie sofort kaufen müsste. Bei beiden Arten des Leasings bleibt immer das Leasingunternehmen der Eigentümer des Fahrzeugs oder der Maschine, lediglich der Besitz geht für den Zeitraum der Vertragslaufzeit an den Leasingnehmer über.

Leasing schont die Bilanz

Wer least, möchte vermutlich in erster Linie seine Bilanzen schonen. Gerade das funktioniert mit Leasing außerordentlich gut, denn das neue Objekt wird in der Bilanz des Entleihers, also des Leasing-Unternehmens, aufgenommen. Der Grund: Das Eigentum verleibt bei dem Leasing-Unternehmen, das damit auch die Risiken wie Reparaturen oder Obsoleszenz trägt. Die Verbindlichkeiten desjenigen Unternehmens, das Fahrzeuge oder andere Produkte least, bleiben somit unangetastet, was wiederum den Spielraum für andere Anschaffungen oder Investitionen vergrößert. 

Die Vorteile des Leasings für Unternehmen

Mit einem Leasing-Vertrag hat man monatlich einen genauen Überblick über die Kosten, denn diese hat man im Voraus bereits festgelegt. Weitere Vorteile: Die Raten sind flexibel planbar, so dass es nicht zu Überraschungen kommt. Und genau das bringt noch einen weiteren Pluspunkt. Da beim Leasing nur monatliche Raten bezahlt werden, verbleibt eine höhere Liquidität im Unternehmen, als es bei einem Kauf der Fall wäre. So hat man die Möglichkeit, diese freien Beträge in andere Zweige des Unternehmens zu investieren.

Mit Leasing kann man sich außerdem hochwertigere Maschinen, Fahrzeuge oder IT-Infrastruktur leisten, als man es könnte, wenn man die gleichen Produkte kaufen müsste. Außerdem bleibt man technisch auf dem neuesten Stand. Beim Leasing kann man nach Ablauf der Vertragslaufzeit ganz einfach auf ein neues Gerät oder Auto umsteigen, das up-to-date ist. Gerade bei Produkten, die einer schnellen Weiterentwicklung unterliegen, wie z.B. die meisten Dinge aus dem IT-Bereich, kann man damit mit der neuesten Entwicklung Schritt halten, ohne alle paar Jahre kostenintensive Anschaffungen machen zu müssen.

So sollten Sie beim Leasing vorgehen

Sollten Sie die Vorteile des Leasing überzeugt haben und Sie nun mit dem Gedanken spielen, Leasing auch in Ihrem Unternehmen einzusetzen, sollten Sie sich in einem ersten Schritt mit verschiedenen Anbietern befassen. Denn wie so häufig, gibt es auch auf diesem Gebiet große Unterschiede zwischen den einzelnen Leasinggebern. Unternehmen, die leasen wollen, können dabei sogar zwischen einem größeren Angebot wählen, als es Privatpersonen können: Banken, Leasingunternehmen, aber auch die Hersteller der gewünschten Produkte sollten kontaktiert und nach einem Angebot befragt werden.

Die verschiedenen Angebote sollten dann dezidiert überprüft und verglichen werden. Hierbei sind vor allem die folgenden Fragen zentral:

  • Welches Leasingmodell passt zu unserem Unternehmen?
  • Wie schnell gibt es ein neues Innovationsmodell und ist uns eine Erneuerung wichtig?
  • Welche Finanzierungslaufzeit ist sinnvoll?
  • Gibt es Serviceleistungen, die direkt vom Leasinggeber zu inkludieren sind?
  • Sind die Einnahmen saisonalen Schwankungen unterworfen? Welcher Betrag steht grundsätzlich immer zur Verfügung?
  • Besteht ein grundsätzliches Interesse an der Übernahme des Leasingobjekts?
  • Gibt es speziell zugeschnittene Leasingmodelle, die in meiner Branche besonders sinnvoll sind?

Erst wenn diese Fragen geklärt und beantwortet wurden, können Sie mit geschärftem Blick auf Vergleichssuche gehen. Welcher Leasingpartner der richtige ist, kann dabei nur jeder für sich entscheiden. Grundsätzlich sollten aber Service, Laufzeit, Kosten und natürlich das Leasingobjekt selbst den eigenen Vorstellungen entsprechen, denn nur dann schöpfen Sie die Vorteile von Leasing voll aus. Hochrechnungen über Kosten und Nutzen helfen natürlich ebenfalls bei der Entscheidungsfindung.

Wer dabei erstmal testen möchte, ob Leasing im eigenen Unternehmen Sinn macht, der fängt am besten klein an und probiert sich erst einmal an kleineren Leasingobjekten. Passt das Modell auch mittelfristig gesehen, können vielleicht auch andere Bereiche des Unternehmens durch Leasing vereinfacht werden. Wichtig ist vor allem: Vertrauen zu haben und lieber etwas länger zu vergleichen, als sich an ein unpassendes Modell zu finden. Vergleichen lohnt sich!

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Egal ob es um korrekte und günstige Abrechnung Ihrer Reisekosten, die Abschreibung und Besteuerung Ihres Firmen-Pkws, die richtige Vorgehensweise beim Führen eines Fahrtenbuchs oder anderer betrieblich genutzter Wirtschaftsgüter geht. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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