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Mit einem Liquiditätsplan Zahlungsprobleme verhindern

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Eine Unternehmensgründung will gut geplant sein. Dafür ist nicht nur ein Businessplan hilfreich, sondern auch ein Liquiditätsplan von Nutzen. Auf diese Weise können Sie nämlich Liquiditätsengpässe vermeiden oder sich bestens darauf vorbereiten.

Eine detaillierte finanzielle Planung hilft dabei, Probleme zu vermeiden. So bleibt Ihnen noch Zeit, um Steuerungsmaßnahmen einzuleiten und z.B. mit der Bank über eine Ausweitung der Kreditlinie zu verhandeln oder Anschaffungen zu verschieben. Laut den Experten von kreditrechner.com ist die Nachfrage für Privat- und Unternehmenskredite auf 2467.1 Milliarden gestiegen. Diese Kredite müssen natürlich bedient werden.

Liquidität - Was ist das?

Als Liquidität wird die Fähigkeit eines Unternehmens bezeichnet, allen bestehenden Zahlungsverpflichtungen beizukommen. Diese Zahlungen müssen natürlich fristgerecht erfüllt werden. Um die Liquidität eines Unternehmens zu sichern, ist es notwendig, dass genügend Gelder oder Wert- und Vermögensgegenstände vorhanden sind, die zum passenden Zeitpunkt liquidiert werden können um Kapital zu beschaffen.

Warum drei Liquiditätsgrade?

LiquiditätsgradErläuterung
1. GradAlle flüssigen Zahlungsmittel, also Guthaben auf dem Konto und Bestände in der Kasse, um eiligen und kurzfristigen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Zum Beispiel: Tilgungsraten oder Zahlungen für Lieferungen und andere Dienstleistungen.
2. GradHierunter fallen alle Zahlungsmittel der Liquidität 1. Grades. Unter die Liquidität 2. Grades fallen darüber hinaus Wertpapiere, die kurzfristig im Notfall verkauft werden können, um Zahlungen nachzukommen. Wertpapiere können bei einem kurzfristigen Verkauf an Wert verlieren.
3. GradUmlaufvermögen, das kurzfristig liquidiert werden kann. Hierzu gehören auch Vorräte, wie z.B. unfertige Leistungen oder Erzeugnisse, Betriebs- oder Rohstoffe, Waren und Erzeugnisse. Dabei ist es unerheblich, ob diese Vorräte wichtig für den Produktionsprozess, oder das Unternehmen sind. 


Was ist ein Liquiditätsplan?

Ein Liquiditätsplan stellt eine Finanzprognose für einen bestimmten Zeitraum für ein Unternehmen dar. Diese beinhaltet Einzahlungen und Auszahlungen, die das Unternehmen tätigen muss, um finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Warum ist ein Liquiditätsplan wichtig?

Egal ob es sich um ein großes oder kleines Unternehmen handelt, es ist wichtig, immerzu einen Überblick über Zahlungseingänge und -ausgänge zu haben. Wenn diese nicht sorgfältig geplant werden, kann es schnell zur Zahlungsunfähigkeit kommen. Das heißt, dass das Unternehmen Zahlungsverpflichtungen für Banken, Kreditoren, Sozialkassen, Finanzamt u.v.m. nicht mehr nachkommen kann.

Was ein Liquiditätsplan beinhaltet

Ein Liquiditätsplan beinhaltet neben Gewinnen und Verlusten auch Zahlungstermine. Eingänge und Ausgänge sollten dabei zeitlich genau festgehalten werden. Auch wenn sich die Zahlungseingänge, also Gelder, die Sie von Kunden oder Auftraggeber verspäten können, sollten zumindest Ihre eigenen Zahlungsziele immer pünktlich stattfinden. Dafür müssen genügend finanzielle Mittel vorhanden sein. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen solchen Plan zeitlich zu gestalten:

  • wöchentlich
  • monatlich
  • jährlich
  • Fünf-Jahresplan

Insbesondere Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten bzw. Liquiditätsengpässen sollten den Plan so präzise wie möglich gestalten. Eine wöchentlich oder monatliche Planung ist in diesem Fall durchaus sinnvoll.

Wie erstellt man einen Liquiditätsplan?

Vor dem Liquiditätsplan sollten Sie zunächst einen Gewinn- und Verlustplan erstellen. Dieser beinhaltet Umsatz und Ausgaben, also Einnahmen und Kosten. Den Gewinn- und Verlustplan und später den Liquiditätsplan können Sie mit einem standardmäßigen Tabellenkalkulationsprogramm wie z.B. Excel (für Windows) oder Numbers (für Apple) erstellen. Nachdem Sie die Gewinn-/Verlustkalkulation erstellt haben, müssen Sie für den Liquiditätsplan nur noch den Cashflow (Zahlungsfluss) hinzufügen. Ein solcher Plan beinhaltet also:

  • Bank- und Barguthaben: Kontostand, Bargeld in der Kasse, Portokasse
  • Einzahlungen: Provisionen, Vorauszahlungen, Umsätze, Einnahmen aus Mieten (Zahlungsverzögerungen sollten mit einkalkuliert werden), Aufnahme von Krediten, Eingänge aus anderen Finanzbereichen wie z.B. Steuerrückzahlungen, Zinsen etc.
  • Auszahlungen: Gehälter (auch Sonderzahlungen wie z.B. Weihnachts- und Urlaubsgeld etc.), Sozialversicherungszahlungen, Miete, Leasing, Betriebskosten, Abonnements, Literatur, Steuerberater, Anwalt, Reisekosten, Marketing und Werbung, Reisekosten, Fracht, Porto, Leistungen für Garantie, Vertragsstrafen, Kongresse, Weiterbildungen und Schulungen, Provisionen, Beteiligungen am Umsatz, Umsatzsteuervorauszahlungen, Kreditzahlungen, Zinsen, Gebühren etc.

Warum ist Liquidität für ein Unternehmen wichtiger als Rentabilität?

Es trifft nicht unbedingt zu, dass Liquidität unbedingt besser für ein Unternehmen ist als Rentabilität. Das Unternehmen sollte liquide sein, also bestenfalls stets in der Lage sein, allen Zahlungsforderungen nachzukommen. Darüber hinaus ist es vorteilhaft, wenn die Firma rentabel ist. Kosten müssen zwar abgedeckt werden, aber Unternehmen sollten auch den Gewinn maximieren. Banken fokussieren sich nach der Finanzkrise bei der Kreditvergabe allerdings mehr auf Liquidität als auf Rentabilität.

Wie Liquidität erhöhen?

Sollten Sie trotz aller Planung in einen Liquiditätsengpass kommen, gibt es neben dem oben genannten Weg noch andere Möglichkeiten, die in einem solchen Fall helfen können: 

EigenkapitalerhöhungUnternehmer können dem Unternehmen selbst Kapital hinzufügen und so dafür sorgen, dass finanzielle Verpflichtungen fristgerecht eingehalten werden.
Langfristige DarlehenDarlehen z.B. in der Form von Krediten, können aufgenommen werden, um kurzfristigen Verpflichtungen nachzukommen. Auch hierbei müssen für den oder die Gläubiger die langfristigen Erfolgsaussichten des Unternehmens erkennbar sein. Denn auch diese Kreditgeber möchten in ferner Zukunft wieder zufrieden gestellt werden.
Forderungsverkauf (Factoring)Das Unternehmen kann eine Forderung an einen Kunden an eine Factoring-Gesellschaft verkaufen, falls der Kunde der Zahlungsaufforderung erst später nachkommt. Die Factoring-Gesellschaft bezahlt einen Anteil des Forderungsgegenwerts (z.B. den Teil einer Rechnung, die das Unternehmen an den Kunden gestellt hat). Die Factoring-Gesellschaft prüft auch hier die Bonität des Endkunden oder Abnehmers. Dieser muss den vollen Betrag der Factoring-Gesellschaft zahlen, welche wiederum den Betrag an das Unternehmen minus einer Factoringgebühr bezahlt. Auf diese Weise kann ein Unternehmen kurzfristig an Geld kommen, um ebenso kurzfristige Zahlungen zu begleichen.
Fremdkapital zu EigenkapitalGesellschafter investieren in das Unternehmen. Auch hier muss die langfristige Wirtschaftlichkeit des Unternehmens gesichert sein. Außerdem haben die Gläubiger Mitspracherecht bei Geschäftsentscheidungen. Für die Kapitalzufuhr wird meist eine entsprechende Dividende erwartet.
Verkauf und mieten (Sale-and-lease-back)Mit dem Verkauf von z.B. Gebäuden oder Grundstücken kann kurzfristig die Liquidität gesichert werden. Diese können nach dem Verkauf einfach wieder vom Käufer gemietet werden.
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