So bringt die Rechnungslegung Licht ins Dunkel

Immer wieder ist es notwendig, dass Personen oder Institutionen über die aktuelle Lage und Entwicklung eines Unternehmens informiert werden. Seien es Eigentümer, Gläubiger, der Staat, die Arbeitnehmer oder andere Adressaten. Im Rahmen der sogenannten Rechnungslegung wird mithilfe der Buchhaltung und der entsprechenden Unterlagen Rechenschaft hierüber abgelegt. Sie fasst in Dokumenten wie dem  Jahresabschluss und dem Lagebericht ihre Ergebnisse zusammen.

Wie die Rechnungslegung im betrieblichen Alltag geregelt ist

Inhalt und Umfang der handelsrechtlichen Vorgaben sind von der Rechtsform des Unternehmens, der Unternehmensgröße und der Branche abhängig. Aus diesen ergeben sich auch die unterschiedlichen Rechnungslegungsvorschriften, den sogenannten Buchführungs- und Bilanzierungsvorschriften.

Wie Sie Ihren Pflichten nachkommen

Im Großen und Ganzen gibt es drei Verfahren, um den Pflichten zur Rechnungslegung (z. B. gegenüber dem Staat)  nachzukommen. Neben der Kameralistik, die in öffentlichen und kirchlichen Verwaltungen eingesetzt wird, dokumentieren Unternehmen der freien Wirtschaft ihre wirtschaftliche Entwicklung entweder über die doppelte Buchführung oder die Einnahmen-Überschuss-Rechnung.

Grundlegende Regelungen, wie die Rechnungslegung auszugestalten ist, finden Sie im Handelsgesetzbuch. Hier wird unterschieden zwischen „Allgemeinen Vorschriften“, die für alle Kaufleute gelten (HGB  §§ 238 bis 261) und „Ergänzenden Vorschriften", die für Kapitalgesellschaften gelten (§§ 264 bis 335).

Form der Rechnungslegung wird durch unterschiedliche Faktoren bestimmt

Mit der Einnahmen-Überschuss-Rechnung dürfen Freiberufler und Kleingewerbetreibende ihren Gewinn, bzw. Verlust ermitteln. Hierbei handelt es sich gegenüber der Bilanzierung um ein vereinfachtes Verfahren, bei dem Ausgaben und Einnahmen miteinander verrechnet werden dürfen.

Übersteigen Umsatz oder Gewinn bestimmte Grenzen oder sind die Unternehmen im Handelsregister eingetragen, sind sie zur doppelten Buchführung verpflichtet. Und auch hier unterscheiden sich die Pflichten je nach Größe der Gesellschaft. So haben kleine Kapitalgesellschaften die Möglichkeit, Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) sowie den Anhang verkürzt darzustellen und sind von der Abschlussprüfung und der Erstellung eines Lageberichtes befreit. Für mittlere Kapitalgesellschaften besteht die Möglichkeit die GuV und den Anhang zu verkürzen.

Was aus der Rechnungslegung ableitbar ist

Um den Empfängern der Rechnungslegung als fundierte Entscheidungsgrundlage zu dienen, muss sie Aussagen über bisherige Entwicklungen, das aktuelle Vermögen und künftige Chancen und Risiken treffen. Zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit werden die Ergebnisse häufig von unabhängigen Gutachtern wie Wirtschaftsprüfern überprüft und testiert.

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