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Sammelposten-Abschreibung: Lassen Sie nichts hintenüber fallen

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Von Midia Nuri,

Mit der Abschreibung von Sammelposten ist es so eine Sache, das zeigt die Frage eines Unternehmers. Er wollte wissen, wie er sicherstellt, bei den ganzen Änderungen und Wenn-dies-dann-das-Bedingungen keine Abschreibung zu vergessen.

 

Antwort: Am besten, Sie gehen systematisch vor. Wie, das sehen Sie gleich. Doch zuvor zur Erinnerung: So geht das mit den Sammelposten.

  1. Normalerweise schreiben Sie Ihre Wirtschaftsgüter über die Nutzungsdauer ab – streng nach AfA-Tabelle.
  2. Eine Erleichterung genehmigt der Fiskus für die geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG).
  3. Und dann gibt es da noch eine preisliche Sandwichzone, die Sie in Sammelposten packen.

So ist die Rechtslage:

  • Bei einem Anschaffungspreis bis 410 €: Geringwertige Wirtschaftsgüter, die nicht mehr als 410 € kosten, dürfen Sie auf einen Schlag abschreiben. 2008 und 2009 lag die Grenze bei 150 €.
  • Bei einem Anschaffungspreis zwischen 410 € und 1000 €: Güter, die zwischen 410 € und maximal 1000 € kosten bzw. zwischen 150 € und 1000 €, bündeln Sie in einem Sammelposten und lösen diesen gleichmäßig über 5 Jahre auf.

Tipp: Die Beträge verstehen sich jeweils netto, ohne Umsatzsteuer.

So funktioniert das mit dem Sammelposten

Sie nehmen alle Ihre Rechnungen über Wirtschaftsgüter zum Preis von 410 € bzw. 150 € und 1000 € zusammen, die Sie in dem betreffenden Wirtschaftsjahr angeschafft haben. In diesem so entstehenden Sammelposten dürfen Sie beliebig viele Wirtschaftsgüter dieser Preisklasse bündeln. Den Sammelposten lösen Sie im Jahr der Bildung und den darauffolgenden 4 Jahren zu jeweils 1?5 gewinnmindernd auf.

Für jedes Jahr bilden Sie einen eigenen Sammelposten – insgesamt könnte es Ihnen also passieren, dass Sie bei Ihrer Steuererklärung mit bis zu fünf verschiedenen Sammelposten hantieren – beziehungsweise: mit Rechnungen aus bis zu fünf Jahren.

Beispiel: Den Sammelposten 2011 lösen Sie in der Steuererklärung 2011 und in den 4 darauffolgenden Jahren jeweils zu 1?5 auf, sodass Sie den Sammelposten 2011 am 31.12.2015 mit einem Wert von 0 Euro ausweisen.
Den Sammelposten 2010 haben Sie ja bereits mit der Steuererklärung 2010 zum ersten Mal aufgelöst. Dieses Jahr lösen Sie ihn also zum zweiten Mal auf, sodass er am 31.12.2014 einen Wert von 0 Euro ausweist.

 

So verschaffen Sie sich den Überblick

Checken Sie für die Steuererklärung 2011 als erstes Ihre alten Sammelposten – ruhig bis zurück ins Jahr 2007. Vielleicht finden Sie ja noch die eine oder andere Rechnung für ein Wirtschaftsgut in Ihren Steuerunterlagen, das Sie

  • entweder wegen des Preises nicht sofort auf einen Schlag steuerlich geltend machen konnten
  • oder das Sie vielleicht einmal angesetzt und danach vergessen haben.

Setzen Sie sie in Ihrer nächsten Steuererklärung auf jeden Fall noch in Ihrem Sammelposten an oder bilden Sie einen neuen.

Reichen Sie die Belege für das betreffende Jahr ein, falls der jeweilige Bescheid noch nicht bestandskräftig ist.

So stellen Sie sicher, dass nie wieder eine Rechnung verschütt geht

Wenn Sie erstmals einen Sammelposten bilden, sollten Sie

  1. die Rechnung viermal kopieren.
  2. Das Original kommt in den Ordner des Jahres, in dem Sie den Sammelposten gebildet haben.
  3. Die übrigen Belege heften Sie in den Folgejahren ab.

Tipp: Heften Sie Ihre vier Kopien einfach im Ordner für das laufende Steuerjahr unter „Sammelposten“ ab, mit Büroklammern verbunden. Endet das Steuerjahr, nehmen Sie die überzähligen Kopien raus und heften die Kopien für die Folgejahre in den Ordner für das dann anlaufende Wirtschaftsjahr.

Wirtschaftsgut schon abgeschafft?

Sie brauchen Ihren Sammelposten nicht aufzulösen, nur weil Sie ein oder mehrere der darin gebündelten Wirtschaftsgüter nicht mehr nutzen. Sie lösen weiter jeweils zum Ende des Wirtschaftsjahres den Sammelposten mit 1/5 gewinnmindernd auf. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der einzelnen Wirtschaftsgüter ist für die Auflösung des Sammelpostens völlig irrelevant.

Achtung: Prüfen Sie, ob eine Sonderabschreibung in Frage kommt.

Tipp: Wenn Sie einen Betrieb gekauft haben, gehen dessen Sammelposten auf Sie über. Sie können sie unverändert fortführen.

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Egal ob es um korrekte und günstige Abrechnung Ihrer Reisekosten, die Abschreibung und Besteuerung Ihres Firmen-Pkws, die richtige Vorgehensweise beim Führen eines Fahrtenbuchs oder anderer betrieblich genutzter Wirtschaftsgüter geht. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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