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Teilwertabschreibung nur im Ausnahmefall

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Von Midia Nuri,

Wenn Sie für Ihr Unternehmen ein Grundstück kaufen, wagen Sie sich gewissermaßen auf ein Minenfeld. Dabei muss nicht einmal ein Mensch ums Leben kommen. Neben Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg finden sich bei Bauarbeiten immer wieder auch andere Altlasten: mit PCB versetzter Dünger etwa oder auch die glücklicherweise weniger explosiven, aber eben geschützten Feldhamster.

Auch wenn sich das makaber anhört: Aber auch ein süßer kleiner Feldhamster ist aus wirtschaftlicher Sicht eine Altlast, die den Wert des Grundstücks einschränkt.

Tipp: Am besten, Sie lassen den Untergrund vor einer Baumaßnahme kontrollieren und machen den Kauf des anvisierten Grundstücks davon abhängig, was die Bodenproben ergeben. Für den Fall, dass sich eine Altlast findet, sollten Sie ein Rücktrittsrecht vereinbaren.

So ist die Rechtslage

Grundsätzlich haben Sie zwei Möglichkeiten, finanziell mit einem solchen Fund umzugehen: Sie

  1. nehmen eine Teilwertabschreibung vor oder
  2. setzen eine Rückstellung für Sanierungsverpflichtungen an.

Eine Teilwertabschreibung nur im Ausnahmefall zulässig

Das Bundesfinanzministerium (BMF) weist darauf hin, dass eine Teilwertabschreibung nur dann zulässig ist, wenn die Voraussetzungen für eine Rückstellung für Sanierungsverpflichtung nicht vorliegen (Schreiben vom 11.5.2010, Az. IV C 6 – S 2137/07/10004, Dok 2010/0367322). Wann diese Voraussetzungen vorliegen, legt das BMF in seinem Schreiben fest.

Eine Rückstellung müssen Sie danach spätestens dann bilden, wenn die zuständige Behörde von der Schadstoffbelastung Kenntnis erlangt. Denn: Ab diesem Zeitpunkt muss Ihr Unternehmen ernsthaft damit rechnen, für die Beseitigung der Altlasten in Anspruch genommen zu werden.

Und das sind die konkreten Voraussetzungen für eine Rückstellung. Sie bilden sie, wenn

  • es sich um eine Verbindlichkeit gegenüber einer anderen Person handelt,
  • eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung besteht,
  • die Verpflichtung vor dem Bilanzstichtag wirtschaftlich verursacht worden ist,
  • die Aufwendungen für die Beseitigung der Altlasten in späteren Jahren nicht zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Wirtschaftsgütern führen.

Achtung: Das „Gesetz zum Schutz vor schädlichen Bodenveränderungen und zur Sanierung von Altlasten“ (BBodSchG) – so der offizielle Name – führt für sich allein genommen noch nicht dazu, dass Sie eine Rückstellung für Sanierungsverpflichtungen bilden dürfen.

Der Grund: Das BBodSchG enthält keine Sanktionsvorschriften. Erst wenn Sie von der zuständigen Behörde aufgefordert werden, Schadstoffe zu beseitigen, müssen Sie die Rückstellung bilden.

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