Gratis-Download

Dieser Gratis-Download erläutert die Rechnungspflichtangaben, damit Sie bei der Eingangskontrolle nichts übersehen. Aber auch bei der Erstellung...

Jetzt downloaden

Was Sie jetzt noch über Anschaffungen in 2013 wissen sollten

0 Beurteilungen

Von Gerhard Schneider,

Wenn Sie in der nächsten Zeit größere Anschaffungen für den Betrieb tätigen wollen oder müssen, stehen Sie vor der Entscheidung: kaufen und abschreiben oder leasen? Bei der richtigen Antwort spielt auch Ihre steuerliche Situation eine Rolle.

Faustregel:
Wenn Sie jetzt in 2013 eher wenig Gewinn machen und dadurch jetzt wenig Steuern sparen, ist häufig Kauf und Abschreibung eine gute Möglichkeit. Denn dann wirken sich die Anschaffungskosten steuerlich über die Abschreibung erst in den kommenden Jahren aus, wenn Sie mehr Gewinn machen.

Machen Sie in 2013 jedoch größere Gewinne, kann Leasing eine gute Lösung sein, um aktuell die Steuerbelastung zu senken. Grund dafür ist Sonderzahlung, die Sie beim Leasing vereinbaren und in voller Höhe als Betriebsausgabe geltend machen können.
Ein Beispiel macht den Unterscheid deutlich:
Wenn Sie zum Beispiel einen Firmenwagen kaufen, schreiben Sie die Anschaffungskosten laut AfA-Tabelle über 6 Jahre ab – im Anschaffungsjahr monatsgenau. Das heißt: Sie machen die Anschaffungskosten über 6 Jahre verteilt als Betriebsausgaben geltend. Im Anschaffungsjahr müssen Sie die Abschreibung jedoch monatsgenau vornehmen. Beispiele:

  • Beim Kauf im Oktober 2013 könnten Sie nur 3/12 der Jahresabschreibung noch in 2013 geltend machen.
  • Beim Kauf im Dezember sogar nur 1/12.

Das heißt: Der Kauf von größeren betrieblichen Wirtschaftsgütern wirkt sich steuerlich für dieses Jahr kaum noch aus.
Leasing wirkt hier kurzfristiger: Sie setzen nämlich die Sonderzahlung, wenn sie bei Vertragsbeginn vereinbart wurde, sofort (also ohne eine lange Abschreibung) in voller Höhe als Betriebsausgabe an.
Wenn Sie beispielsweise den Firmenwagen leasen und eine Sonderzahlung zu Vertragsbeginn in 2013 in Höhe von 10.000 € an den Leasinggeber zahlen, haben Sie noch voll 10.000 € Betriebsausgaben, die sich steuermindernd auswirken.

In dieser Steuerspar-Idee steckt allerdings eine Falle, die Sie kennen sollten:
Leasingsonderzahlung und Raten müssen in einem bestimmten Verhältnis stehen. Sonst besteht die Gefahr, dass das Finanzamt das Leasinggeschäft als einen verdeckte Ratenzahlung ansieht. Die Folge wäre dann: Sie müssen den Leasinggegenstand abschreiben und die Leasingraten und Sonderzahlungen in Zinsen und Tilgung aufteilen. Nur den Zinsanteil können Sie dann noch als Betriebsausgaben absetzen. Und das kann teuer werden.
Kritisch ist vor allem die folgende Konstellation:
Beträgt die Grundmietzeit weniger als 40 oder mehr als 90 % der üblichen Nutzungsdauer, wird Ihnen als Leasingnehmer der Leasinggegenstand durch das Finanzamt von Anfang an als Eigentum zugerechnet. Die Argumentation dabei: Der Leasingvertrag gleicht dann aus Sicht des Finanzamts eher einem Ratenkauf als einem Mietvertrag, wenn …

  • Ihre Leasingraten so hoch sind, dass sich das Leasinggeschäft für die Leasinggesellschaft schon in weniger als 40 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer amortisiert, oder
  • Sie mit der Leasinggesellschaft eine Grundmietzeit vereinbart haben, die mehr als 90 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer beträgt, und Sie dadurch das Wirtschaftsgut fast bis zur völligen Abnutzung verbrauchen.

Beispiel: Sie leasen ein Auto im Wert von 20.000 €. Laut AfA-Tabelle wird es über 6 Jahre abgeschrieben. Finanzamtssicher ist der Vertrag dann, wenn er über mindestens 29 Monate (= 40 % von 6 Jahren) bis maximal 65 Monate (= 90 % von 6 Jahren) läuft.

Steuern und Bilanzierung aktuell

Egal ob es um korrekte und günstige Abrechnung Ihrer Reisekosten, die Abschreibung und Besteuerung Ihres Firmen-Pkws, die richtige Vorgehensweise beim Führen eines Fahrtenbuchs oder anderer betrieblich genutzter Wirtschaftsgüter geht. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
13 Beurteilungen
17 Beurteilungen
1 Beurteilung
Produktempfehlungen

Die besten Steuer-Spar-Möglichkeiten zum Wohle Ihres Unternehmens

Die neuesten Urteile der Arbeits-, Finanz- und Sozialgerichte

Gehört. Gelesen. Verstanden.

Ihr Excel-Lernsystem: Verständlich, kompakt, effektiv

Betriebsprüfungssichere Empfehlungen, mit denen Sie jederzeit das meiste für sich herausholen

Das Rundum-Wohlfühl-Paket im Rechnungswesen