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Wie Sie mit der Abschreibung das Finanzamt austricksen

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Steuer Abschreibung

Von Midia Nuri,

Es ist ein echtes Kreuz mit der Abschreibung. Wenn Sie als Selbstständiger eine größere Anschaffung für Ihren Betrieb tätigen, können Sie die Kosten dafür in aller Regel nicht sofort als Betriebsausgaben absetzen.

Sie müssen die Kosten oft über lange Jahre über die Nutzungsdauer des gekauften betrieblichen Gegenstandes abschreiben. Die Dauer ist in den so genannten AfA-Tabellen festgelegt. So muss ein Firmenwagen über lange 6 Jahre, ein PC über 3 Jahre und ein Bürostuhl gar über volle 12 Jahre abgeschrieben werden. Zum Glück gibt es eine Ausnahme: Die Rede ist von den so genannten geringwertigen Wirtschaftsgütern. Das sind Wirtschaftsgüter, also Anschaffungen für Ihren Betrieb, die weniger als 150 € beziehungsweise 410 € (netto, also ohne Umsatzsteuer) kosten. Diese geringwertigen Wirtschaftsgüter können Sie sofort im Anschaffungsjahr in voller Höhe abschreiben. Das bringt Ihnen ein Vorteil bei der Steuer.

Freie Wahl bei der Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter

Wie Sie vielleicht wissen, haben Sie neuerdings die Wahl, wo die Grenze für die geringwertigen Wirtschaftsgüter beginnt. Sie können die Grenze entweder bei 150 € oder bei 410 € ansetzen. Diese Wahl treffen Sie jeweils für ein Jahr. In vielen Fällen ist es günstig, die Grenze auf 410 € festzulegen, weil Sie so mehr Wirtschaftsgüter im Anschaffungsjahr sofort abschreiben können. Und hier kommt ein schöner kleiner Trick ins Spiel, den nur wenige Selbstständige kennen. Diese schöne Gestaltung, die ich Ihnen gleich genau erkläre, können Sie jetzt noch gut mit Ihrer Steuererklärung für 2009 umsetzen, wenn Sie Fristverlängerung beantragt haben und erst Ende 2010 abgeben. Darum geht es:

Die Zauberformel lautet: Bilden Sie so viele Investitionsabzugsbeträge wie möglich

Zur Erklärung: Mit dem Investitionsabzugsbetrag bilden Sie eine Rücklage für eine Anschaffung, die Sie erst in den Folgejahren tätigen werden. Diese Rücklage beträgt maximal 40 % der geplanten Anschaffungskosten. Wenn Sie die Investition, für die Sie einen Investitionsabzugsbetrag gebildet haben, in einem der folgenden 3 Jahre tatsächlich tätigen (§ 7?g Abs. 2 Satz 2 EStG), können Sie die tatsächlichen Anschaffungskosten für das Wirtschaftsgut um 40 % (maximal die Höhe des Investitionsabzugsbetrags) verringern. Und das ist der Clou: Dadurch drücken Sie die Anschaffungskosten zahlreicher Wirtschaftsgüter unter die Grenze von 150 € bzw. 410 €. Solche Wirtschaftsgüter können Sie im Anschaffungsjahr in voller Höhe abschreiben (Sie können jährlich wählen, ob Sie die 150- oder die 410-€-Grenze nutzen).

Wie Sie Ihre Abschreibung optimal gestalten

Beispiel: Sie wählen 2010 die 410-€-Grenze. Sie bilden jetzt noch in Ihrer Steuererklärung 2009 einen Investitionsabzugsbetrag für die Anschaffung eines bequemen neuen Chefsessels für Ihr Büro, den Sie im Oktober 2010 kaufen. Kaufpreis: 500 €.

Der Investitionsabzugsbetrag beläuft sich auf maximal 40 %, also 200 €. Wenn Sie den Stuhl nun kaufen, können Sie in Ihrem Anlageverzeichnis die Anschaffungskosten um den 40%igen Investitionsabzugsbetrag verringern. Also 500 € – 200 € = 300 €. Effekt: Die Anschaffungskosten für den Stuhl rutschen unter die 410-€-Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter. Statt die Anschaffungskosten für den Stuhl über lange Jahre abzuschreiben, machen Sie diese insgesamt sofort in 2010 geltend.

Steuern und Bilanzierung aktuell

Egal ob es um korrekte und günstige Abrechnung Ihrer Reisekosten, die Abschreibung und Besteuerung Ihres Firmen-Pkws, die richtige Vorgehensweise beim Führen eines Fahrtenbuchs oder anderer betrieblich genutzter Wirtschaftsgüter geht. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

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