Gratis-Download

Dieser Gratis-Download erläutert die Rechnungspflichtangaben, damit Sie bei der Eingangskontrolle nichts übersehen. Aber auch bei der Erstellung...

Jetzt downloaden

Betriebsfeier: Trick 17 – ganz ohne Überlistung

0 Beurteilungen

Erstellt:

Vorsicht Falle: Die Freigrenze von 110 € gilt pro Arbeitnehmer und Veranstaltung – nicht pro Teilnehmer an der Veranstaltung. Das hat der Bundesfinanzhof bereits 2005 festgelegt (Az.: VI R 151/99).

 

Achtung: Das wird leicht verwechselt. Und dann wird es teuer.

Diese 2 Bedingungen gelten:

  1. Die Freigrenze von 110 € dürfen Sie mit Ihren Aufwendungen für die Veranstaltung nicht überschreiten. Sonst stuft das Finanzamt Ihren Betriebsausflug als unübliche Veranstaltung ein. Dann fallen Lohnsteuern und Sozialabgaben für den Betrag an.
  2. Außerdem dürfen Sie Ihren Mitarbeitern den Zuschuss auch nicht bar auszahlen.

Dann gilt: Steuerlich zahlen Sie Ihrem Mitarbeiter dann keinen Arbeitslohn aus – sondern eine steuer- und sozialabgabenfreie Zuwendung zum Gehalt.

Und so rechnen Sie

Sie gehen vom Bruttobetrag einschließlich Umsatzsteuer aus und beziehen alle Aufwendungen ein, die bei Betriebsveranstaltungen anfallen. Das sind beispielsweise:

  • Speisen, Getränke, Tabakwaren und Süßigkeiten,
  • Übernachtungs- und Fahrtkosten,
  • Eintrittskarten für kulturelle und sportliche Veranstaltungen,
  • Geschenke ohne bleibenden Wert, z. B. ein Weihnachtspäckchen bei einer betrieblichen Weihnachtsfeier. Der Wert des Geschenks darf den Grenzwert von 40 brutto einschließlich Umsatzsteuer, der auch für Aufmerksamkeiten gilt, nicht überschreiten,
  • Aufwendungen für den äußeren Rahmen, zum Beispiel für Räume, Musik, Kegelbahn, künstlerische oder artistische Darbietungen.

Sie addieren alle Aufwendungen und teilen diese durch die Anzahl aller Teilnehmer. Das Ergebnis pro Arbeitnehmer darf nicht höher als 110 € sein.

Doch was tun, wenn’s knapp wird?

Gerade wenn Sie Familienmitglieder mit einladen, wird die Feier rasch teurer. Schließlich verdoppelt sich so leicht die Zahl der Teilnehmer – ohne dass mehr Geld steuerfrei aufgewendet werden dürfte.

Aber wie gesagt, gibt es da diesen Trick.

 

Trick 17: Überlassen Sie Ihren Mitarbeitern einen Teil der Kosten

Nur für Sie als Arbeitgeber gilt das oben beschriebene. In die 110-€-Falle tappen nur Sie mit Ihren Aufwendungen. Der Trick besteht also für Sie darin, den Mehrbetrag auf Ihre Mitarbeiter zu verteilen und Sie einen Teil der Kosten selbst tragen zu lassen – Einverständnis natürlich vorausgesetzt.

Das rettet Ihnen und Ihren Mitarbeitern den Steuervorteil.

Das sollten Sie tun:

  • Organisieren Ihre Mitarbeiter den und diese führen für diesen Zweck eine gemeinsame Kasse, zahlen Sie Ihren Zuschuss bis zur Höhe von 110 € je Arbeitnehmer in diese Kasse ein.
  • Organisieren Sie selbst den Betriebsausflug, dann dürfen die Kosten 110 € je Arbeitnehmer nicht übersteigen. Hier ist die Notlösung: Sie vereinbaren von vornherein mit Ihren Arbeitnehmern, dass jeder den über 110 € hinausgehenden Betrag selbst zahlt – den Betrag können Sie auch vom Arbeitslohn abziehen, wenn Sie mit Ihren Mitarbeitern das vereinbart haben.

Tipp: Bei einer 2-tägigen Veranstaltung können Sie beispielsweise vereinbaren, dass die Arbeitnehmer ihre Übernachtungskosten selber zahlen.

Steuern und Bilanzierung aktuell

Egal ob es um korrekte und günstige Abrechnung Ihrer Reisekosten, die Abschreibung und Besteuerung Ihres Firmen-Pkws, die richtige Vorgehensweise beim Führen eines Fahrtenbuchs oder anderer betrieblich genutzter Wirtschaftsgüter geht. Jetzt bekommen Sie die aktuellsten und wichtigsten Tipps frei Haus.

Datenschutz

Anzeige

Gratis Downloads
13 Beurteilungen
17 Beurteilungen
1 Beurteilung
Produktempfehlungen

Die besten Steuer-Spar-Möglichkeiten zum Wohle Ihres Unternehmens

Die neuesten Urteile der Arbeits-, Finanz- und Sozialgerichte

Gehört. Gelesen. Verstanden.

Ihr Excel-Lernsystem: Verständlich, kompakt, effektiv

Betriebsprüfungssichere Empfehlungen, mit denen Sie jederzeit das meiste für sich herausholen

Das Rundum-Wohlfühl-Paket im Rechnungswesen