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Der häufige Steuer-Fehler beim Arbeitszimmer – und wie Sie mehr absetzen

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Von Gerhard Schneider,

Dieser interessante Fall zeigt, wo bei der steuerlichen Abrechnung des Arbeitszimmers zuhause ein häufiger Fehler liegt und wie Sie es richtig machen!

In dem Fall versuchte eine selbstständige Lebensberaterin (Astrologin), neben den anteiligen Kosten für ihr Arbeitszimmer in der Mietwohnung weitere Kosten steuerlich geltend zu machen. Das ist ein häufiger Fehler, den Gründer immer wieder machen, wenn sie zuhause arbeiten:
Sie versuchen, anteilige Mietkosten auch für Bad, Küche oder Flur geltend zu machen, weil diese Räume ja auch im Rahmen der selbstständigen Tätigkeit (von Kunden) benutzt würden. Doch regelmäßig machen die Finanzämter und auch die Gerichte einen Strich durch diese Rechnung. So auch in dem Fall der Lebensberaterin: Bei Aufwendungen für Bad, Küche und Flur handele es sich um Haushalts- und Lebenshaltungskosten, die steuerlich irrelevant seien, so die Richter in dem aktuellen Urteil (Finanzgericht Düsseldorf, Urteil vom 4.6.2013, Az. 10 K 734/11 E).

So setzen Sie mehr ab!

Auch wenn Küche, Flur oder Bad nicht anteilig absetzbar sind, können Sie trotzdem mehr Steuern sparen, indem Sie – wenn möglich – einfach mehr Räume der Wohnung für die betriebliche Nutzung reservieren. Möglich sind hier z. B.:

  • Einrichtung eines 2. Büros als Arbeitsplatz für 450-€-Kräfte,
  • Lagerraum,
  • Wartezimmer oder Besprechungsraum, wenn Sie regelmäßig Kundenbesuch haben.

 

Wenn ausreichend Fläche für den privaten Bereich übrig bleibt, muss das Finanzamt auch diese Kosten für das zweite betriebliche Zimmer innerhalb der Privatwohnung anerkennen. Die folgende Beispielrechnung zeigt, dass die Steuerersparnis sich sehen lassen kann. Es lohnt sich also, schon bei der Wohnungssuche entsprechend zu planen!
Beispiel:
Sie haben eine 120 qm große 5-Zimmer-Wohnung gemietet. Miete inkl. Nebenkosten: 1.400 €. Bisher machen Sie nur ein Arbeitszimmer (15 qm) geltend. Dann sieht Ihre Rechnung zum Beispiel so aus:
Miete + Nebenkosten monatl. 1.400 €
Miete + Nebenkosten jährl. 16.800 €
Anteilig für 1 betrieblichen Raum:
15 qm = 12,5 % der Gesamtfläche
Betriebsausgabe: 2.100 €
Ersparnis bei 30%igem Steuersatz: 630 €
Jetzt brauchen Sie für Ihre selbstständige Tätigkeit zusätzlich einen Lagerraum. Dafür räumen Sie ein Zimmer (12 qm), das bisher privat genutzt wurde. Ihr Vorteil sieht dann so aus:
Miete + Nebenkosten monatl. 1.400 €
Miete + Nebenkosten jährl. 16.800 €
Anteilig für 2 betriebliche Räume:
27 qm = 22,5 % der Gesamtfläche
Betriebsausgabe: 3.780 €
Ersparnis bei 30%igem Steuersatz: 1.134 €
Vorteil: 504 €

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