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Ein Gläschen in Ehren kann Ihnen das Finanzamt verwehren

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Von Gerhard Schneider,

Stellen Sie sich vor: Kunden oder Geschäftspartner kommen häufiger zu Ihnen. Für den Fall, dass es einen Erfolg zu feiern gibt, oder einfach zum Anstoßen jetzt in der Vorweihnachtszeit haben Sie einen kleinen Weinvorrat in Ihre Büro. So können Sie mit Ihren Kunden anstoßen, Erfolge besprechen und Pläne für 2016 schmieden. Die Kiste Wein, die Sie speziell für solche Anlässe gekauft haben, ist für Sie deshalb eine Betriebsausgabe, die Sie von der Steuer absetzen, genauso wie den Kaffee, den Sie Ihren Kunden anbieten, oder die Kekse, die Sie auf den Besprechungstisch stellen … Denken Sie …

Leider spielt hier das Finanzamt nicht mit.
Genauso wie eben beschrieben hatte es ein Steuerberater gemacht. Für seine Mandaten hielt er einen Wein bereit, um bei passender Gelegenheit in der Kanzlei mit dem Kunden anstoßen zu können. Die rund 200 Euro für den Wein hatte er zu 100 % als Betriebsausgabe angesetzt.
Genau daran störten sich die Beamten der Finanzverwaltung bei einer Betriebsprüfung und wollten die Ausgabe nicht so wie geplant anerkennen.
Der Grund: Bei Wein handele es sich nicht mehr um die Gewährung von Aufmerksamkeiten in geringem Umfang, wie es der Ausschank von Kaffee oder Mineralwasser und dem üblichen Keksteller bei Besprechungen darstelle. Besprechungs-Kaffee und -Kekse können deshalb als Betriebsausgabe zu 100 % geltend gemacht werden. Der Wein gehe aber darüber hinaus. Diese Meinung vertraten auch die Richter in dem folgenden Rechtsstreit (Finanzgericht Münster, Urteil vom 28.11.2014, Az. 14 K 2477/12 E,U).

Der Ausschank von Wein sei keine kleine Aufmerksamkeit mehr, so das Gericht. Es handele sich vielmehr um eine Bewirtung – vergleichbar mit einer Einladung zum Geschäftsessen im Restaurant. Und hier gelten bekanntlich strengere Regeln:
Die Ausgaben für eine Bewirtung von Kunden und Geschäftspartnern dürfen nicht zu 100 % als Betriebsausgabe abgesetzt werden, sondern lediglich zu 70 %. Die restlichen 30 % gelten als Privatanteil, der steuerlich nicht geltend gemacht werden darf. Darüber hinaus müssen die Bewirtungsausgaben gesondert aufgezeichnet werden – zusammen mit Teilnehmer und Anlass der jeweiligen Bewirtung.
Das heißt für Sie:
Die Weinkiste fürs Büro können Sie nicht zu 100 % als Betriebsausgabe geltend machen. Wenn Sie trotzdem Wein ausschenken wollen, machen Sie nur 70 % der Ausgaben geltend (Umsatzsteuer zu 100 %) und halten zusammen mit dem Beleg, den Anlass, den Termin und die bewirteten Personen fest.

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