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Mit diesem Urteil setzen Sie Bewirtungskosten leichter ab

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Von Iris Schuler,

Als Selbstständiger werden Sie auf Dauer nicht darum herumkommen mit Kunden, Geschäftspartnern oder Lieferanten Essen zu gehen. Sie werden sicherlich auch eingeladen werden, genauso häufig werden jedoch auch Sie die Rechnung für das komplette Essen übernehmen.

Urteil, wenn Sie auf Kosten des Finanzamtes essen wollen  

Als Selbstständiger werden Sie auf Dauer nicht darum herumkommen mit Kunden, Geschäftspartnern oder Lieferanten Essen zu gehen. Sie werden sicherlich auch eingeladen werden, genauso häufig werden jedoch auch Sie die Rechnung für das komplette Essen übernehmen.

Kommt ein Betriebsprüfer in Ihr Haus, wird er jede Quittung dreimal umdrehen, vielleicht ist bei Ihnen ja doch noch etwas zu holen.

Erfahrungsgemäß wird bei den Bewirtungskosten ganz genau hingeschaut. Um die Höhe und den geschäftlichen Anlass der Bewirtung nachweisen zu können, muss die Rechnung folgende Angaben enthalten: 

  • Ort der Bewirtung
  • Tag der Bewirtung
  • Teilnehmer der Bewirtung
  • Anlass der Bewirtung
  • Höhe der Aufwendungen 

Die Bewirtung muss übrigens nicht zwingend in einem Restaurant stattfinden. Die meisten Bewirtungen finden allerdings in einem Restaurant statt. Deshalb müssen nach Einkommenssteuergesetz nur Angaben zum Anlass und zu den Teilnehmern gemacht werden. Der Rest der erforderlichen Angaben steht ohnehin auf der Rechnung.

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Obwohl Sie nur wenige Angaben selbst machen müssen, liegt hier der Teufel im Detail, denn beim Anlass schauen Betriebsprüfer ganz genau hin. Am besten ist es, wenn Sie den Anlass sehr ausführlich beschreiben.

Also nicht Kundenakquise, sondern Akquise -Gespräch über die Suchmaschinenoptimierung des Internet-Auftritts von Firma xy.

Wenn das Finanzamt meckert

Jetzt ist jedoch der Prüfer schon da und will Ihnen den Abzug der Bewirtungskosten streichen, weil die Angaben zu ungenau sind. Kein Problem, denn es gibt jetzt ein neues Urteil, das Sie unterstützt. 

Der Fall: Ein selbstständiger EDV-Berater hat die Bewirtungsanlässe nur stichpunktartig notiert: Planungsgespräch EDV-Anlage, PC-Beratung oder Kundengespräch sollten reichen. Dem Finanzamt genügten diese Angaben jedoch nicht. Es kürzte die aus den Belegen gezogene Vorsteuer um 50%. Der EDV-Berater hatte neben den spärlichen Angaben zum Anlass auch noch mehrmals pro Woche eine Reihe unterschiedlicher Personen bewirtet, aber nur mit 8 Kunden Umsatz erzielt.
Der EDV-Berater klagte und bekam den Steuerabzug in vollem Umfang zugestanden (Finanzgericht München, Urteil vom 26.02.2010, Az. 14 k 4676/06). Es sei normal, dass ein Unternehmen ständig neue Kunden akquiriere, genauso, dass sich daraus nicht immer eine Zusammenarbeit ergäbe. Die Beschreibungen der Anlässe würden zudem einen ausreichenden Bezug zur unternehmerischen Tätigkeit darstellen. Deshalb sahen die Richter keinen Grund, den Abzug der Kosten zu kürzen.

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